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Dänemark · Städtetrip

Städtetrip Aarhus

Dänemarks zweite Stadt nennt sich selbst „Smilets By“, die Stadt des Lächelns – und macht es einem leicht, das zu glauben: Vom Dom mit dem höchsten Kirchturm des Landes sind es nur Minuten zu den Pastellhäuschen der Møllestien, zum Regenbogen-Rundgang auf dem ARoS-Dach und ans neu gebaute Hafenviertel. Eine fertige Tagesroute ab dem Hauptbahnhof verbindet alles zu Fuß.

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Unsere Rundgänge durch Aarhus

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Aarhus – vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Dom, Den Gamle By & ARoS

Vom Hauptbahnhof zum Dom mit dem Wandelaltar von 1479, durch das Latinerviertel zur Blumengasse Møllestien und ins Freilichtmuseum Den Gamle By. Danach auf das Dach des ARoS in Olafur Eliassons Regenbogen-Rundgang und zum Schluss an den Hafen: erst in die Bibliothek Dokk1, deren Glocke bei jeder Geburt in der Stadt schlägt, dann zu den weißen Zacken des Eisberg-Quartiers.

  1. Dom zu Aarhus – Dänemarks längste Kirche trägt auch den höchsten Kirchturm des Landes, doch das Beste steht innen: der goldene Flügelaltar von 1479 aus der Lübecker Werkstatt Bernt Notkes. Er ist ein Wandelaltar mit mehreren Schauseiten, die im Lauf des Kirchenjahres umgeklappt werden – je nachdem, wann du kommst, siehst du einen anderen Altar. Ringsum bedecken spätmittelalterliche Fresken die Wände, jahrhundertelang unter weißem Kalk verborgen und erst wieder freigelegt; zusammen sind sie die größte Freskenfläche Dänemarks. Schau auch nach oben: Unter dem Gewölbe hängt ein Votivschiff von 1720, mit über zweieinhalb Metern das größte des Landes.
  2. Latinerkvarteret – Gleich hinter dem Dom beginnt das älteste Viertel der Stadt: Es entstand ab dem späten 14. Jahrhundert, als die alten Wikingerwälle fallen durften, die ältesten Häuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Heute sitzen in den schiefen Bürgerhäusern kleine Läden, Cafés und Werkstätten. Der eigentliche Grund herzukommen ist aber eine einzige Gasse am Westrand: die Møllestien, urkundlich älter als 1300, mit Kopfsteinpflaster, pastellfarbenen Häuschen und Stockrosen an den Wänden. Sie gilt vielen als eine der schönsten Gassen Dänemarks – früh am Morgen hast du sie fast für dich.
  3. Den Gamle By – Freilichtmuseen zeigen sonst Bauernhöfe – Den Gamle By drehte das 1914 als eines der ersten Museen überhaupt um und sammelt Stadt: 75 Originalhäuser aus ganz Dänemark, abgetragen und hier Stein für Stein wieder aufgebaut. Du gehst durch komplette Straßenzüge mehrerer Epochen, vom Kaufmannsstädtchen von 1864 über das Jahr 1927 bis in die jüngere Vergangenheit, mit Wohnungen, Läden und Werkstätten bis zur Kaffeekanne eingerichtet. Bäcker, Schmied und Dienstmädchen arbeiten in Kostüm und Rolle, am dichtesten im Sommerhalbjahr. 2026 wurde das Haus als Europas Museum des Jahres ausgezeichnet – plane gut zweieinhalb Stunden ein. Direkt am Eingang liegen übrigens die Væksthusene, die tropischen Gewächshauskuppeln des Botanischen Gartens – der perfekte Schlechtwetter-Joker.
  4. ARoS Kunstmuseum – Auf dem Dach des Kunstmuseums schwebt seit 2011 Olafur Eliassons „Your rainbow panorama“: ein 150 Meter langer Rundgang aus Glas in allen Spektralfarben, auf Stützen über das Dach gehoben. Du läufst einmal im Kreis und siehst dieselbe Stadt nacheinander in Rot, Gelb und Blau – das Kunstwerk ist zugleich der beste Aussichtspunkt des Zentrums. Darunter sammelt das ARoS auf zehn Ebenen über 8.000 Werke vom dänischen Goldenen Zeitalter bis zur Gegenwart; berühmtester Bewohner ist die hyperrealistische Riesenskulptur „Boy“. Wer wenig Zeit hat, nimmt den Aufzug direkt nach oben.
  5. Dokk1 – Das Haus gilt als größtes öffentliches Bibliotheksgebäude Skandinaviens und steht seit 2015 direkt am Hafenbecken – und ist viel mehr als ein Bücherregal: Rampen, Spielplätze, Werkstätten und Leseterrassen mit Blick aufs Wasser, alles frei zugänglich. Unter dem Haus parkt ein vollautomatisches Roboterparkhaus, eines der größten seiner Art in Europa. Und dann ist da die Glocke: „Gongen“, ein 7,5 Meter langes Bronzerohr im Atrium, gilt als größte Röhrenglocke der Welt und schlägt jedes Mal, wenn im Uniklinikum ein Kind geboren wird – die Eltern drücken dafür im Kreißsaal einen Knopf, im Schnitt rund sechzehnmal am Tag. Bleib kurz stehen, die Chancen stehen gut.
  6. Aarhus Ø (Isbjerget) – Am Ende der Route wächst das neue Aarhus aus dem Wasser: Auf der ehemaligen Containermole entsteht seit gut einem Jahrzehnt ein ganzes Stadtviertel, und sein bekanntestes Haus ist der „Isbjerget“ – der Eisberg. Vier Gebäude mit 208 Wohnungen, entworfen von vier Architekturbüros gemeinsam, gezackt und weiß wie kalbendes Eis mit blau schimmernden Balkonen. Die Zacken sind kein Deko-Einfall: Sie lenken Licht und Meerblick auch in die hinteren Reihen des Blocks. Wohnhaus bleibt Wohnhaus – besichtigt wird von außen, am besten vom Kai mit dem Wasser im Rücken. Gleich nebenan liegt das Havnebadet, ein schwimmendes Hafenbad nach Entwurf von Bjarke Ingels' Büro BIG – die Becken füllen sich im Hochsommer, das Deck ist ganzjährig offen.

Vor Ort: Anreise & Fortbewegung

Aarhus läufst du im Zentrum komplett zu Fuß, dazu gibt es die Letbane – Dänemarks erste moderne Stadtbahn – und ein dichtes Busnetz. Wichtig: In der Letbane und am Bahnsteig kannst du kein Ticket kaufen, du löst es vorher per App oder im Stadtbus am Automaten mit Münzen. Der Flughafen Aarhus liegt rund 40 Kilometer draußen, der Bus zum Hauptbahnhof braucht etwa 50 Minuten; viele kommen stattdessen mit dem Zug aus Kopenhagen, gut zwanzig Direktverbindungen täglich in etwa dreieinhalb Stunden. Bezahlt wird in dänischen Kronen, Karte klappt praktisch überall.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bühne & Konzerte

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