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Städtetrip Danzig

Danzig ist Backstein, Bernstein und Seefahrt: eine Hansestadt, die 1945 fast komplett in Trümmern lag und danach Giebel für Giebel wieder aufgebaut wurde. Fertige Routen ab dem Goldenen Tor führen dich den Königsweg hinunter an die Motława, mit dem Boot an der Werft vorbei nach Westerplatte und ins Museum des Zweiten Weltkriegs - ganz ohne eigene Planung.

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Unsere Rundgänge durch Danzig

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Danzig – vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Rechtstadt, Motława und Weltkriegsmuseum

Vom Goldenen Tor den Königsweg hinunter über den Langen Markt mit Neptunbrunnen und Artushof zum Grünen Tor an der Motława. Weiter am Ufer zum Krantor, durch die Mariacka-Gasse zur Marienkirche, dann mit dem Boot an der Werft vorbei nach Westerplatte und zum Abschluss ins Museum des Zweiten Weltkriegs.

  1. Goldenes Tor – Hier beginnt der Königsweg, den die polnischen Könige bei ihren Einzügen in die Stadt nahmen. Der Triumphbogen von 1614 trägt auf der Attika acht allegorische Figuren, die für Freiheit, Frieden, Ruhm und Eintracht stehen. Stell dich direkt vor den Bogen und schau die Długa hinunter: Giebel an Giebel, morgens noch fast leer. Und behalte im Kopf, dass fast alles, was du hier siehst, nach 1945 aus Trümmern rekonstruiert wurde.
  2. Długi Targ & Neptunbrunnen – Der Lange Markt ist der breite Abschluss des Königswegs, gesäumt von schmalen Bürgerhäusern mit reich verzierten Giebeln. In der Mitte steht seit 1633 der Neptunbrunnen, das Wahrzeichen der Kaufmannsstadt am Meer. Auch diese Häuserzeile ist eine Rekonstruktion: 1945 lag hier eine Ruinenlandschaft, und die Fassaden wurden über Jahrzehnte nach alten Zeichnungen neu gebaut. Nimm dir ein paar Minuten für die Details, jede Fassade erzählt eine eigene Geschichte.
  3. Artushof – Der Artushof gegenüber dem Neptunbrunnen war der Versammlungssaal der Kaufleute, benannt nach der Tafelrunde von König Artus. Drinnen steht der elf Meter hohe Renaissance-Kachelofen mit Hunderten bemalten Kacheln, dazu hängen Modellschiffe unter der Decke. Ehrlicher Hinweis: freitags ist zu, montags geht es erst ab 12 Uhr los, und beim letzten Einlass um 17:15 Uhr wird nicht verhandelt. Für den Saal reicht eine halbe Stunde.
  4. Grünes Tor – Das Grüne Tor ist das größte Stadttor Danzigs und war nie nur ein Tor: Gebaut wurde es im 16. Jahrhundert als Residenz für die polnischen Könige, die dort allerdings kaum je übernachteten. Heute sitzt hinter der Fassade eine Abteilung des Nationalmuseums mit wechselnden Ausstellungen. Geh einfach durch den Durchgang, dahinter öffnet sich der Blick auf die Motława und die Speicherinsel gegenüber. Montags bleibt innen zu, der Durchgang selbst steht immer offen.
  5. Krantor (Żuraw) – Der Żuraw ist das Wahrzeichen der Stadt: ein hölzerner Hafenkran aus dem 15. Jahrhundert, angetrieben von zwei riesigen Treträdern, in denen Menschen liefen. Bis zu vier Tonnen hob er so aus den Schiffsbäuchen, außerdem diente er zum Setzen der Masten. 2024 ist er nach einer großen Restaurierung wieder aufgemacht, innen zeigt das Nationale Schifffahrtsmuseum die Hafengeschichte. Fürs Foto gehst du über die Brücke ans andere Ufer, von dort steht der Kran frei vor dem Himmel.
  6. Mariacka-Gasse – Die Mariacka ist die schönste Gasse der Stadt und für viele der Grund, in Danzig länger zu bleiben. Vor den Häusern liegen die Beischläge, erhöhte Terrassen mit steinernen Treppen und Wasserspeiern in Drachenform. Links und rechts reiht sich ein Bernsteinladen an den nächsten - Danzig ist seit Jahrhunderten die Bernsteinhauptstadt der Ostsee. Am Ende der Gasse steht der Turm der Marienkirche wie ein Bühnenbild, genau dorthin richtest du die Kamera.
  7. Marienkirche – Die Marienkirche ist eine der größten Backsteinkirchen der Welt, unter ihr Gewölbe passen mehrere tausend Menschen. Innen ist sie überraschend weiß und hell, weil die Reformation den Bilderschmuck entfernte - dadurch wirkt der Raum noch gewaltiger. Zeit lassen solltest du dir bei der astronomischen Uhr von 1470 mit Kalender, Tierkreis und Figurenumgang. Auf den Turm sind es 409 enge Stufen und Extra-Eintritt: Wenn die Zeit knapp wird, lass ihn aus, vom Boot bekommst du die Stadt auch gut zu sehen.
  8. Bootsfahrt nach Westerplatte – Ab dem Anleger an der Wartka fahren Nachbauten alter Galeonen die Motława hinunter, vorbei an den Kränen der Danziger Werft bis nach Westerplatte, wo am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begann. Die Rundfahrt dauert etwa 80 Minuten und kostet rund 100 Złoty. Ehrlicher Hinweis: an Land wird derzeit gebaut, und vom Anleger sind es noch gut einen Kilometer bis zum Denkmal. Wer nur die Fahrt und die Altstadtsilhouette auf dem Rückweg will, bleibt einfach an Bord.
  9. Museum des Zweiten Weltkriegs – Das Museum des Zweiten Weltkriegs ist der wichtigste Stopp des Tages: Die Hauptausstellung liegt zu großen Teilen unter der Erde und erzählt den Krieg aus polnischer und vor allem ziviler Perspektive. Der Bau selbst, ein schräg aus dem Boden ragender roter Kubus, gilt als einer der besten Museumsbauten Europas zum Thema. Ehrlicher Hinweis: für alles bräuchtest du drei bis vier Stunden, an diesem Tag schaffst du den Hauptteil. Montags ist geschlossen, mittwochs bis sonntags geht es bis 20 Uhr, das rettet den Nachmittag.
  10. Europäisches Solidarność-Zentrum – Wenn du noch Kraft hast, hängst du das Europäische Solidarność-Zentrum an. Der rostbraune Bau steht direkt am historischen Werfttor Nr. 2, wo 1980 der Streik ausgerufen wurde, aus dem die erste freie Gewerkschaft des Ostblocks entstand. Die Ausstellung führt von den Werfthallen bis zum Fall des Eisernen Vorhangs, der Audioguide ist gratis und richtig gut gemacht. Täglich offen, auch montags, plan zwei Stunden ein - und geh am Ende auf die Dachterrasse mit Blick über die Werft.

Vor Ort: Anreise & Fortbewegung

In Danzig fährst du mit dem ZTM: Trams und Busse in der Stadt, dazu die SKM-Bahn, die dich im dichten Takt nach Sopot und Gdynia bringt. Tickets ziehst du am Automaten, im Fahrzeug oder per App (Jakdojade) und entwertest sie direkt beim Einsteigen. Vom Flughafen Lech Wałęsa kommst du mit der PKM-Bahn oder dem Bus 210 in rund 30 bis 40 Minuten zum Hauptbahnhof Gdańsk Główny. Die Rechtstadt selbst läufst du komplett zu Fuß ab, sie ist kaum einen Kilometer lang. Bezahlt wird in Złoty, Karte geht fast überall, auch für Kleinbeträge.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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