Short Trips EuropeEuropas Städte zu Fuß entdecken
Kroatien · Städtetrip

Städtetrip Zagreb

Zagreb ist die Hauptstadt, die kaum jemand auf dem Zettel hat: eine barocke Oberstadt auf dem Hügel, eine k.u.k.-Unterstadt mit grüner Parkachse und dazwischen der beste Bauernmarkt der Gegend. Fertige Routen ab dem Trg bana Jelačića führen dich über den Dolac-Markt hinauf zum bunten Dach der Markuskirche, zur Mittagskanone am Lotrščak-Turm und ins Museum der zerbrochenen Beziehungen - ganz ohne eigene Planung.

🗺️ Zagreb interaktiv öffnen – Karte & Navigation

Unsere Rundgänge durch Zagreb

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Zagreb – vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Oberstadt, Dolac & Unterstadt

Vom Trg bana Jelačića eine Treppe hoch auf den Dolac-Markt, weiter zur eingerüsteten Kathedrale und durch die Café-Gasse Tkalčićeva. Über das Steinerne Tor hinauf in die Oberstadt zum bunten Dach der Markuskirche, zur Mittagskanone auf dem Lotrščak-Turm und ins Museum der zerbrochenen Beziehungen. Zum Schluss mit der kürzesten Standseilbahn der Welt hinunter und durch die Unterstadt in den Park Zrinjevac.

  1. Trg bana Jelačića – Der große Platz mit dem Reiterstandbild von Ban Jelačić ist der Nullpunkt der Stadt: hier kreuzen sich sämtliche Tramlinien, hier verabredet sich ganz Zagreb. Ringsum stehen Fassaden aus zwei Jahrhunderten, vom Klassizismus bis zur Nachkriegsmoderne. In der nordöstlichen Ecke plätschert die Manduševac-Quelle, aus der die Stadt der Sage nach ihren Namen hat. Bleib kurz stehen und schau dem Betrieb zu, dann geht es die Treppe hoch zum Markt.
  2. Dolac-Markt – Eine Treppe über dem Hauptplatz breitet sich der Dolac aus, der Bauch von Zagreb: ein Meer aus roten Sonnenschirmen, darunter Obst, Gemüse und Blumen direkt von den Höfen im Umland. In der überdachten Halle darunter gibt es Fleisch, Käse und Fisch, dazu Stände mit frischem Štrukli, dem gefüllten Teiggericht der Region. Geh am Vormittag hin: ab dem frühen Nachmittag wird abgebaut und übrig bleibt eine leere Betonfläche. Zum Fotografieren stellst du dich an den oberen Rand und schaust über die Schirme.
  3. Kathedrale – Die neugotische Kathedrale mit ihren beiden Türmen ist Zagrebs Wahrzeichen und war lange das höchste Bauwerk Kroatiens. Ehrlich gesagt siehst du sie derzeit vor allem als Baustelle: Das Erdbeben von 2020 hat eine Turmspitze abgeknickt, seitdem ist der Bau eingerüstet und innen nur teilweise zugänglich. Trotzdem lohnt der kurze Abstecher, allein wegen der Dimensionen und der erhaltenen Renaissance-Wehrmauern rundherum. Rechne mit einem Blick von außen, nicht mit einer vollen Besichtigung.
  4. Tkalčićeva – Die Tkalčićeva ist die Café-Gasse der Stadt: autofrei, leicht ansteigend und im Sommer eine einzige durchgehende Terrasse. Wo heute Kaffee getrunken wird, floss bis ins 19. Jahrhundert der Bach Medveščak, der die Oberstadt vom Kirchenbezirk Kaptol trennte - die beiden Siedlungen lagen sich regelmäßig in den Haaren. Die niedrigen bunten Häuser stammen aus der Zeit danach, viele mit Holzveranden. Setz dich auf einen Kaffee, das dauert in Zagreb prinzipiell länger als geplant.
  5. Steinernes Tor – Das Kamenita vrata ist das letzte erhaltene der einst fünf Stadttore der Oberstadt. Bei einem Brand im Jahr 1731 blieb der Überlieferung nach nur ein Marienbild unversehrt, seitdem ist der Torbogen zugleich eine Kapelle: Kerzen brennen den ganzen Tag, an den Wänden hängen steinerne Danktafeln. Es ist Durchgang und Gebetsort in einem, jemand schiebt sein Rad hindurch, während nebenan eine Frau kniet. Entsprechend leise solltest du hier sein.
  6. Markuskirche – Das bunte Ziegeldach der Markuskirche ist Zagrebs Postkartenmotiv: links das mittelalterliche Wappen von Kroatien, Dalmatien und Slawonien, rechts das der Stadt Zagreb, 1880 aus glasierten Ziegeln verlegt. Die Kirche selbst ist deutlich älter, das reich verzierte gotische Südportal stammt aus dem 14. Jahrhundert. Innen kommst du praktisch nur zu Gottesdienstzeiten hinein, das Dach ist ohnehin der eigentliche Punkt. Rundherum stehen Parlament und Regierungssitz, deshalb siehst du hier immer Polizei.
  7. Lotrščak-Turm – Der romanische Wehrturm bewachte im 13. Jahrhundert das Südtor der Oberstadt, heute steigst du über eine enge Wendeltreppe hinauf und bekommst den besten Rundblick der Stadt: Dachlandschaft, die Türme der Kathedrale und bei klarer Sicht der Hausberg Medvednica. Punkt zwölf wird oben die Grič-Kanone abgefeuert, jeden Tag seit 1877, und das knallt so laut, dass in der Unterstadt die Tauben auffliegen. Sei kurz vor zwölf oben, dann hast du beides auf einmal. Montags ist der Turm geschlossen. Gleich neben dem Turm hält die Zagrebačka uspinjača, mit 66 Metern die kürzeste öffentliche Standseilbahn der Welt (seit 1890) - nimm sie am Ende bergab, dann sparst du dir die Treppen.
  8. Strossmartre (Strossmayer-Promenade) – Die Strossmayerovo šetalište zieht sich als baumbestandene Promenade an der alten Stadtmauer unter der Oberstadt entlang, mit Blick über die Dächer der Unterstadt. Im Sommer wird daraus das Festival Strossmartre: Livemusik, Kunststände und Bars unter den Kastanien, bis in die Nacht. Auf einer Bank sitzt die Bronzefigur des Dichters Matoš, ein beliebtes Fotomotiv. Von hier sind es nur ein paar Schritte zur Bergstation der Standseilbahn.
  9. Museum der zerbrochenen Beziehungen – Das Muzej prekinutih veza sammelt Gegenstände aus gescheiterten Beziehungen, gespendet von Menschen aus aller Welt: ein Toaster, ein Beil, ein Hochzeitskleid, jedes Stück mit einer kurzen anonymen Geschichte daneben. Was nach Gag klingt, ist erstaunlich ernst und trifft dich häufiger, als dir lieb ist. Die Idee entstand 2006 in Zagreb aus einer Wanderausstellung und hat inzwischen einen europäischen Museumspreis bekommen. Das Haus ist klein, in einer Stunde bist du durch, eine Klimaanlage gibt es nicht - im Hochsommer wird es drinnen zäh.
  10. Zrinjevac – Zrinjevac ist der erste von acht Parks des sogenannten Grünen Hufeisens, mit dem die Unterstadt im 19. Jahrhundert nach Wiener Vorbild geordnet wurde. Unter alten Platanen stehen ein gusseiserner Musikpavillon, ein kleines meteorologisches Häuschen von 1884 und eine Reihe Büsten kroatischer Größen. Im Sommer spielen sonntags Blaskapellen, im Advent ist der Park das Herz des Weihnachtsmarkts, für den Zagreb mehrfach ausgezeichnet wurde. Ein ruhiger Tagesabschluss, und die Tram zurück hält direkt nebenan.

Vor Ort: Anreise & Fortbewegung

In Zagreb fährst du mit der ZET: ein dichtes Tramnetz plus Busse, tagsüber im Minutentakt. Tickets bekommst du am Tisak-Kiosk, per App oder beim Fahrer, und du entwertest sie beim Einsteigen im Automaten. Das Zentrum selbst läufst du komplett zu Fuß, die Tram brauchst du eher für Mirogoj oder den Weg zum Busbahnhof. Vom Flughafen Franjo Tuđman bringt dich der Shuttlebus in rund 30 Minuten zum Autobusni kolodvor, von dort geht es mit der Tram weiter ins Zentrum. Bezahlt wird seit 2023 in Euro, Karte klappt fast überall, für Markt und Kiosk hast du aber besser ein paar Münzen dabei.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

Alle Stationen für Zagreb in der App ansehen →

Weitere Städte

BerlinLondonParisBarcelonaRomBudapestFlorenzDresdenLuxemburgMarseillePragNeapelMonte-CarloNizzaAmsterdamBrüsselKopenhagenOsloStockholmBratislavaHamburgAntwerpenBernAthenBordeauxBrüggeDublinEdinburghMünchenWienTallinnLuzernSalzburgPortoKölnBaselRigaVilniusZürichRotterdamStraßburgGenuaMálagaLissabonMadridMailandValenciaSevillaInnsbruckDubrovnikHelsinkiLjubljanaSarajevoSienaTurinVeronaBilbaoDanzig