Städtetrip Hamburg
Hamburg ist Wasser, Weite und das Tor zur Welt - die Speicherstadt unter UNESCO-Schutz, die Elbphilharmonie über dem Hafen, die Alster mitten in der Stadt und der raue Charme von St. Pauli. Fertige Routen ab der S-Bahn führen dich vom Rathaus über die Kanäle bis an die Landungsbrücken - ganz ohne eigene Planung.
🗺️ Hamburg interaktiv öffnen – Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Hamburg
Zwei fertige Routen zeigen dir Hamburg: vom Rathaus an der Alster durch die UNESCO-Speicherstadt zur Elbphilharmonie und an den Landungsbrücken - und vom Hafen über den Michel auf die Reeperbahn bis ins lebendige Schanzenviertel. Beide starten und enden an der S-Bahn.
Hafen, Speicherstadt & Innenstadt
Ein Tag zu Fuß am Wasser: von den St. Pauli Landungsbrücken durch den historischen Alten Elbtunnel und per Barkasse in den Hafen, hinauf zum Michel und über die Promenade zur Elbphilharmonie-Plaza. Weiter in die backsteinrote Speicherstadt mit dem Miniatur Wunderland und dem Wasserschloss, zum Chilehaus, dem prunkvollen Rathaus, an die Binnenalster und zur Kunsthalle.
- St. Pauli Landungsbrücken – Der Tag beginnt an den St. Pauli Landungsbrücken, dem Herz des Hamburger Hafens. Auf den schwimmenden Pontons weht dir die Nordseeluft ins Gesicht, vor dir liegen die Elbe, riesige Containerschiffe und die Skyline der Hafencity. Über allem thronen die beiden grünen Kuppeltürme des Empfangsgebäudes. Hol dir gleich ein Fischbrötchen und stimm dich auf den maritimsten Tag deiner Reise ein.
- Alter Elbtunnel – Gleich neben den Landungsbrücken führt der Alte Elbtunnel von 1911 unter der Elbe hindurch - für Fußgänger kostenlos. Historische Aufzüge oder Treppen bringen dich 24 Meter in die Tiefe, dann geht es durch zwei komplett gekachelte Röhren mit maritimen Reliefs auf die andere Elbseite nach Steinwerder. Der Lohn drüben: der schönste Blick zurück auf die Skyline von Hamburg, mit dem ganzen Hafen im Bild.
- Hafenrundfahrt (Barkasse) – Statt in einen Riesendampfer steigst du am besten in eine kleine Barkasse, die alte, wendige Hafenrunde. Rund eine Stunde geht es dicht am Geschehen entlang: an den gewaltigen Containerbrücken und Werften vorbei, dann in die engen Fleete der Speicherstadt hinein, wo die Backsteinspeicher direkt aus dem Wasser aufragen. Vom niedrigen Boot aus wirken die Kaimauern noch mächtiger - der beste Blick auf Hamburgs Hafen.
- Michel (St. Michaelis) – Der Michel, die Hauptkirche St. Michaelis, ist das Wahrzeichen Hamburgs, ein prächtiger Barockbau mit dem berühmten grün-kupfernen Turm. Ins schlichte, helle Kircheninnere musst du gar nicht unbedingt - die eigentliche Belohnung wartet oben: Auf 106 Metern öffnet sich von der Aussichtsplattform ein weiter Rundblick über den Hafen, die Elbe, die Speicherstadt und die ganze Stadt bis zum Horizont.
- Elbphilharmonie (Plaza) – An der Spitze der Hafencity ragt die Elbphilharmonie auf, Hamburgs modernes Wahrzeichen: ein alter Backsteinspeicher, gekrönt von einem gläsernen, wie eine Welle oder ein Segel geschwungenen Aufbau. Auf halber Höhe liegt die öffentliche Plaza. Über eine lange, gebogene Rolltreppe geht es hinauf, und oben umrundest du das Gebäude auf einer Aussichtsterrasse mit 360-Grad-Blick über Hafen, Elbe und Stadt. Das Zeitticket ist gratis, hol es am Schalter.
- Miniatur Wunderland – Mitten in der Speicherstadt liegt das Miniatur Wunderland, die größte Modelleisenbahn der Welt - und weit mehr als das. Auf tausenden Quadratmetern erwachen ganze Landschaften und Länder im Miniaturformat zum Leben: Züge, Schiffe, ein funktionierender Flughafen, Hunderttausende winziger Figuren, dazu ein Tag-Nacht-Wechsel, bei dem alle paar Minuten die Lichter angehen. Ein Fest fürs Auge für Groß und Klein, plane gut zwei Stunden ein und buch vorab ein Zeitfenster.
- Wasserschloss Speicherstadt – Das Wasserschloss ist das berühmteste Fotomotiv der Speicherstadt: ein kleines, spitzgiebeliges Backsteingebäude, das an einer Fleetkreuzung wie eine Insel zwischen den Kanälen liegt. Von der Poggenmühlenbrücke aus spiegeln sich die roten Speicher, die schmalen Brücken und die grünen Kupfertürmchen im dunklen Wasser - besonders magisch in der Dämmerung, wenn die Fassaden beleuchtet werden. Im Haus lädt eine gemütliche Teestube ein.
- Chilehaus – Das Chilehaus ist eine Ikone des Backstein-Expressionismus der 1920er Jahre und UNESCO-Welterbe. Der zehnstöckige Kontorhausbau läuft an seiner Ostspitze in eine so schmale, scharfe Kante zusammen, dass er wie der Bug eines Ozeandampfers wirkt, der auf dich zufährt. Der Bauherr hatte sein Vermögen mit dem Salpeterhandel mit Chile gemacht - daher der Name. Am eindrucksvollsten ist der Blick von der Ostspitze, wo sich der Schiffsbug am deutlichsten zeigt.
- Hamburger Rathaus – Das Hamburger Rathaus am Rathausmarkt ist ein Prunkbau des Historismus, errichtet Ende des 19. Jahrhunderts, um den Stolz und den Reichtum der freien Hansestadt zu zeigen. Die prächtige Neorenaissance-Fassade mit Türmchen, Statuen und dem hohen Mittelturm ist beeindruckend, doch der Geheimtipp liegt hinten: Der ruhige, von Arkaden umgebene Innenhof mit dem Hygieia-Brunnen ist weit stiller als die belebte Vorderseite.
- Jungfernstieg / Binnenalster – Der Jungfernstieg ist Hamburgs eleganteste Flaniermeile, direkt am Ufer der Binnenalster. Der große, von Prachtbauten und Kaufhäusern gesäumte Platz öffnet sich weit zum Wasser: Vor dir liegt die Binnenalster, ein glitzerndes Becken mit einer Fontäne in der Mitte, umrahmt von den weißen Bögen der Alsterarkaden, die sich im Wasser spiegeln. Von hier starten die Alsterdampfer zu ihren Rundfahrten - ein weiter, heller Kontrast zum backsteinroten Hafen.
- Hamburger Kunsthalle – Zum Abschluss die Hamburger Kunsthalle, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands, das sieben Jahrhunderte Kunst unter einem Dach vereint. Von mittelalterlichen Altären über die Alten Meister bis zur klassischen Moderne reicht die Sammlung. Das berühmteste Werk ist Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer, die Ikone der deutschen Romantik. Plan zwei bis drei Stunden ein - ein würdiger, ruhiger Ausklang des Tages nahe dem Hauptbahnhof.
Vor Ort: Anreise & Fortbewegung
Hamburg ist groß, aber die Highlights vom Hafen bis zur Innenstadt liegen an einer schönen Wasserlinie und sind gut zu Fuß zu machen. Für längere Wege gibt es ein dichtes Netz aus U-Bahn, S-Bahn und Bussen (HVV) - und als Erlebnis die Hafenfähren, die mit dem normalen Ticket fahren. Am flexibelsten bist du kontaktlos oder mit der HVV-App. Bezahlt wird in Euro. Und typisch Hamburg: ein Fischbrötchen am Kai, ein Franzbrötchen zum Kaffee und abends ein Absacker auf St. Pauli.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Clouds (Tanzende Türme) – Ganz oben in den Tanzenden Türmen am Eingang zur Reeperbahn, im 23. und 24. Stock, liegt Clouds - Heaven's Bar & Kitchen. Von der verglasten Bar und der Dachterrasse öffnet sich der weiteste Blick der Stadt: über den Hafen, die Elbe, den Michel und das Lichtermeer von St. Pauli. Cocktails hoch über dem Kiez, besonders spektakulär zum Sonnenuntergang.
Ausgehviertel
- Reeperbahn & St. Pauli – Die Reeperbahn ist Hamburgs berühmte Vergnügungsmeile und die bekannteste Ausgehstraße Deutschlands: Bars, Livemusik-Clubs, Theater, Revuen und Kneipen dicht an dicht, dazu die legendäre Große Freiheit, in der einst die Beatles spielten. Laut, bunt, ein bisschen rau und die ganze Nacht wach - der Kiez ist ein Erlebnis für sich.
- Schanzenviertel – Etwas nördlich liegt das Schanzenviertel (Sternschanze), Hamburgs alternatives, kreatives Ausgehquartier: Straßencafés, Szenebars, Craft-Beer-Läden und kleine Restaurants aus aller Welt in gründerzeitlichen Straßen. Jünger, entspannter und weniger derb als der Kiez - abends voller Leben, aber bodenständig und mit viel Lokalkolorit.
Essen & Restaurants
- Brücke 10 (Fischbrötchen) – Direkt an den Landungsbrücken serviert Brücke 10 das, was für viele zu Hamburg gehört wie der Hafen selbst: das perfekte Fischbrötchen. Frischer Matjes, Bismarckhering, Krabben oder Backfisch im knusprigen Brötchen, dazu der Blick auf die Elbe und die Schiffe. Unkompliziert, günstig und maritim - am besten im Stehen an der Wasserkante, mit einer Möwe als Gesellschaft.
- Fischereihafen Restaurant – Im Fischereihafen in Altona, mit Blick auf die Elbe, liegt eine Hamburger Institution: das Fischereihafen Restaurant, seit 1981 die erste Adresse der Stadt für Fisch. Frischer Fang, Hummer, Nordseescholle und die klassische Hamburger Aalsuppe werden in gediegenem Ambiente serviert, in dem schon Kanzler und Weltstars zu Gast waren. Gehobener, aber ein echtes Stück maritimes Hamburg.
Bars & Clubs
- Große Freiheit & Molotow – Wenn die Bars schließen, geht es auf St. Pauli erst richtig los: In der Großen Freiheit reihen sich Clubs wie das Grosse Freiheit 36 und der legendäre Molotow (Indie und Rock) aneinander, dazu Läden wie das Docks oder das Moondoo. Hier wird bis in den hellen Morgen getanzt - die Wiege des Hamburger Nachtlebens, laut und legendär.
Bühne & Konzerte
- Stage-Musicals am Hafen (König der Löwen) – Hamburg ist Deutschlands Musical-Hauptstadt. Am Südufer der Elbe, direkt gegenüber den Landungsbrücken, stehen die großen Zelttheater der Stage Entertainment mit Welt-Musicals wie dem König der Löwen. Der Clou: Man setzt zur Vorstellung mit einer eigenen kleinen Fähre über den Hafen - ein stimmungsvoller Auftakt mit Skyline-Blick, bevor der Vorhang aufgeht.