Städtetrip Warschau
Zwei Städte in einer. Die Fassade für Fassade wieder aufgebaute Altstadt, seit 1980 UNESCO-Welterbe, und daneben die Hochhäuser um den Kulturpalast. Dazwischen der Königsweg, das POLIN-Museum, die Weichselufer und Chopins Herz in der Heilig-Kreuz-Kirche. Zwei fertige Tagesrouten führen dich bis abends ins raue Praga.
Unsere Rundgänge durch Warschau
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Warschau, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Altstadt & Königsweg
Der erste Tag beginnt am Barbakan, dem runden Bollwerk der alten Stadtmauer, und führt über den wiederaufgebauten Altstadtmarkt mit seinen bunten Bürgerhäusern ins Königsschloss mit den Prunkräumen der polnischen Könige. Danach den Königsweg Krakowskie Przedmieście hinunter, vorbei an Palästen, Kirchen und der Universität, und weiter zu den neu gestalteten Weichselboulevards. Wer noch Kraft hat, hängt zum Schluss das Copernicus Science Centre direkt am Ufer an.
POLIN, Aufstandsmuseum & Kulturpalast
Der zweite Tag gehört den beiden großen Museen und dem Hochhaus-Warschau. Zuerst POLIN im ehemaligen Ghettogebiet, das tausend Jahre jüdisches Leben in Polen erzählt, danach das Museum des Warschauer Aufstands mit den 63 Tagen von 1944. Zum Ausklang hinauf auf die Aussichtsterrasse des Kulturpalasts, Stalins Geschenk an die Stadt, und wer mag, noch in den Łazienki-Park mit Palast, Pfauen und Chopin-Denkmal.
Ausgehen & Nachtleben
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Infos zu Warschau
Nahverkehr
Betreiber. Der Zarząd Transportu Miejskiego (ZTM) organisiert den Warschauer Nahverkehr unter der Dachmarke Warszawski Transport Publiczny (WTP). Der ZTM legt Linienführung und Fahrpläne fest, verkauft die Fahrkarten und kontrolliert sie. Gefahren wird von mehreren städtischen Betrieben, nämlich Miejskie Zakłady Autobusowe für die Busse, Tramwaje Warszawskie für die Straßenbahnen, Metro Warszawskie für die U-Bahn und Szybka Kolej Miejska für die S-Bahn-Linien mit dem Buchstaben S. Der Tarif ist einheitlich, ein Ticket gilt in allen diesen Fahrzeugen. Über die Stadtgrenze hinaus reichen die sogenannten Zonenlinien mit den Nummern 700 bis 899. Im Rahmen des gemeinsamen Angebots Wspólny bilet ZTM-KM-WKD werden Tages-, Dreitages-, Wochenend- und Langzeitkarten auch in Zügen von Koleje Mazowieckie und der Warszawska Kolej Dojazdowa anerkannt. In den roten SKM-Zügen gelten dagegen ausschließlich ZTM-Tickets, Fahrkarten anderer Bahnunternehmen sind dort ungültig.
Liniennetz. Zwei Metrolinien, Straßenbahnen, Busse und Vorortbahnen.
Verkehrsmittel. Bus · Straßenbahn · U-Bahn · S-Bahn (SKM) · Regionalbahn (KM und WKD) · Weichselfähren (saisonale Touristenlinien)
Betriebszeiten. Der ZTM nennt für die Tageslinien den Rahmen von 5 bis 23 Uhr, danach übernehmen die Nachtlinien. Die beiden Metrolinien fahren nach Angabe des Betreibers ungefähr von 5 bis 1 Uhr, in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag bis etwa 3 Uhr. Bei den S-Bahn-Linien lässt sich der Rahmen an konkreten Abfahrten ablesen. Am Bahnhof Warszawa Lotnisko Chopina fährt die Linie S2 ab 4.56 Uhr, danach zu den Minuten 26 und 56 jeder Stunde, die letzte Abfahrt ist um 23.56 Uhr. Die Linie S3 verlässt denselben Bahnhof stündlich zur Minute 11, zwischen 6.11 Uhr und 23.11 Uhr. Der Hauptbahnhof Warszawa Centralna selbst ist rund um die Uhr geöffnet.
Nachtverkehr. Das Nachtnetz ist anders aufgebaut als das Tagesnetz. Die Grundlinien verbinden die äußeren Stadtteile mit dem Zentrum und fahren alle 30 oder 60 Minuten. Ihre Fahrpläne sind an den Haltestellen beim Bahnhof Dworzec Centralny aufeinander abgestimmt, sodass man dort umsteigen kann. Die Busse fahren dort überwiegend 15 und 45 Minuten nach der vollen Stunde ab. Linien mit den Nummern N01 bis N09 sind Ringlinien, die das Zentrum nicht berühren, aber an ausgewählten Haltestellen Anschluss an die Grundlinien haben. Linien N50 bis N59 sind periphere Ergänzungslinien und fahren nur an bestimmten Wochentagen. Der Tarif ist derselbe wie tagsüber, einschließlich der Regelung für zwei Tarifzonen. Vom Chopin-Flughafen fährt nachts die Linie N32 zum Dworzec Centralny. Zusätzlich verlängert die Metro in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag ihren Betrieb bis etwa 3 Uhr, mit einem Takt von rund 15 Minuten.
Ticketkauf. Der ZTM verkauft über ein dichtes Netz. Automaten hängen in allen Bussen mit Ausnahme der blauen L-Linien, in allen Straßenbahnen und in allen SKM-Zügen. Ein Piktogramm am Einstieg zeigt, wo der Automat im Fahrzeug steht. Stationäre Automaten stehen an vielen Haltestellen und an den Metrostationen. Dazu kommen die Punkty Obsługi Pasażerów, also die Kundenzentren des ZTM, Postämter, gekennzeichnete Kioske und Läden sowie die Verkaufsstellen des STREFA-Netzes. Zeit- und Kurzzeitkarten sind Papierkarten mit Magnetstreifen, Langzeitkarten werden auf die Warszawska Karta Miejska kodiert. Wichtig ist die Entwertung. Jedes noch nicht entwertete Ticket muss unmittelbar nach dem Einsteigen in den Entwerter geschoben oder vor dem Betreten des Metrobahnsteigs entwertet werden. Nur Tickets, die im Fahrzeugautomaten gekauft wurden, sind bereits im Moment des Kaufs gültig. Der ZTM weist ausdrücklich darauf hin, dass ein defekter Automat oder eine streikende App nicht von der Haftung für Schwarzfahren befreit.
App und Bezahlen. Der ZTM listet fünf Anbieter, über deren Apps sich Fahrkarten kaufen lassen, nämlich moBilet, SkyCash, jakdojade.pl, zBiletem.pl und GoPay. Erhältlich sind darüber Zeittickets, Einzelfahrscheine mit Umsteigeberechtigung sowie Tages-, Dreitages- und Wochenendkarten. Nach dem Kauf muss das Ticket aktiviert werden, indem man den passenden QR-Code scannt. In der App mobiWAWA sind ausgewählte Langzeitkarten hinterlegt. Die frühere Zusammenarbeit mit mPAY S.A. hat der ZTM beendet, Erstattungen laufen dort direkt über den Anbieter. Wer ein App-Ticket hat, kommt an den schmalen Metro-Drehkreuzen nicht durch und nutzt die breiten Gepäckschleusen mit QR-Leser.
Welches Ticket. Der Tarif kennt Zeittickets und Kurzzeitkarten. Das 20-Minuten-Ticket gilt in Zone 1 und 2 und kostet 3,40 Zloty, ermäßigt 1,70 Zloty. Die Einzelfahrt über 75 Minuten in Zone 1 kostet 4,40 Zloty, ermäßigt 2,20 Zloty, und erlaubt in dieser Zeit beliebig viele Umstiege. Die 90-Minuten-Variante für Zone 1 und 2 kostet 7 Zloty, ermäßigt 3,50 Zloty. Ein Gruppenticket über 75 Minuten für bis zu zehn Personen in Zone 1 kostet 22 Zloty. Bei den Kurzzeitkarten kostet die 24-Stunden-Karte 15 Zloty in Zone 1 und 26 Zloty für Zone 1 und 2, ermäßigt 7,50 beziehungsweise 13 Zloty. Die 72-Stunden-Karte kostet 36 Zloty in Zone 1 und 57 Zloty für Zone 1 und 2, ermäßigt 18 beziehungsweise 28,50 Zloty. Die Wochenendkarte für Zone 1 und 2 kostet 24 Zloty und gilt von Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr, als Gruppenkarte für bis zu fünf Personen kostet sie 40 Zloty. Die nachprüfbaren Schwellen lauten so. Die 24-Stunden-Karte für Zone 1 entspricht dem Preis von 3,4 Einzelfahrten über 75 Minuten. Die 72-Stunden-Karte für Zone 1 entspricht 8,2 Einzelfahrten und ist billiger als drei einzelne 24-Stunden-Karten, die zusammen 45 Zloty kosten würden. Wer ohne gültiges Ticket erwischt wird, zahlt 266 Zloty Zuschlag, bei sofortiger Zahlung beim Kontrolleur 159,60 Zloty.
Tarifzonen. Warschau selbst liegt vollständig in Zone 1, auch der Chopin-Flughafen. Zone 2 beginnt erst hinter markierten Grenzhaltestellen. Die 20-, 75- und 90-Minuten-Tickets gelten nicht in den blau lackierten L-Bussen der Nachbargemeinden, Tages-, Dreitages- und Wochenendkarten dagegen schon.
Tipp. Fahrscheine gelten zeitbasiert für alle Verkehrsmittel zusammen.
Links
- Fahrpreise und Ticketarten (ZTM Warszawa)
- Wo man Fahrkarten kauft
- Ticketkauf per Handy-App
- Netzpläne und Karten
- Fahrpläne und Linienauskunft
- Nahverkehr Schritt für Schritt
- Flughafenanbindung des Warschauer Nahverkehrs
- Zuschläge und Strafen
- Bahnhöfe und Busbahnhöfe in Warschau
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Zentral gelegen, unter dem Kulturpalast. Fernzüge halten auch in Warszawa Wschodnia.
Fernverkehr. Warszawa Centralna heißt offiziell Dworzec Centralny im. Stanisława Moniuszki und liegt an der Kreuzung von Al. Jerozolimskie und al. Jana Pawła II mitten im Zentrum. Der Fernverkehr läuft über PKP Intercity mit den Zugarten EIP, EIC, IC und TLK, dazu bedienen die Koleje Mazowieckie den Regionalverkehr. Ein großer Teil der Fern- und Fernbusverbindungen verteilt sich außerdem auf die Bahnhöfe Warszawa Wschodnia und Warszawa Zachodnia, wobei Zachodnia zugleich der Fernbusbahnhof ist. Die Fahrkartenschalter von PKP Intercity liegen in der Haupthalle, Automaten stehen in der Haupthalle und in den Ladengalerien, die Automaten der Koleje Mazowieckie außen am Gehweg an der Busschleife. Direkt neben dem Fernbahnhof liegt der Vorortbahnhof Warszawa Śródmieście, von dem die S-Bahnen in die äußeren Stadtteile und ins Umland fahren. Zur ersten Metrostation Centrum sind es etwa 400 Meter, Bus- und Straßenbahnhaltestellen liegen an beiden angrenzenden Straßen. Im Bahnhof gibt es kostenloses WLAN unter dem Namen _PKP_WIFI, eine Toilette im Südteil ist 24 Stunden geöffnet, die übrigen von 6 bis 22 Uhr und kosten 5 Zloty.
Betriebszeiten. Der Bahnhof ist rund um die Uhr geöffnet. Die Information InfoDworzec arbeitet täglich von 7 bis 21 Uhr, das Kundenzentrum von PKP Intercity von 9.10 bis 20.30 Uhr. Gepäckschließfächer sind 24 Stunden zugänglich, die bediente Gepäckaufbewahrung von 9 bis 21 Uhr.
Flughäfen
In die Stadt. Rund 30 Minuten bis zur Haltestelle Centrum. Die S3 braucht 15 Minuten bis Warszawa Zachodnia und 21 Minuten bis Warszawa Centralna, die S2 22 Minuten bis Warszawa Śródmieście. Es genügt ein 75-Minuten-Ticket der Zone 1.
Taktung. Drei Bahnabfahrten pro Stunde. Die S2 fährt zu den Minuten 26 und 56, die S3 zur Minute 11. Erste Abfahrt 4.56 Uhr, letzte 23.56 Uhr. Nachts fährt die Buslinie N32 zum Dworzec Centralny, tagsüber zusätzlich die Buslinie 175 ins Zentrum.
In die Stadt. Der Warschauer Nahverkehr bedient Modlin nicht. Es fahren Züge der Koleje Mazowieckie bis zum Bahnhof Modlin und von dort ein Zubringerbus zum Terminal, alternativ Direktbusse verschiedener Anbieter.
Eigenheiten
- Die Altstadt ist ein Nachbau. Sie wurde nach 1945 aus Trümmern und alten Gemälden rekonstruiert und ist heute Welterbe.
- Handy-Ticket öffnet nur die breite Schleuse. Wer sein Ticket im Fahrzeug oder in einer App gekauft hat, kommt an den schmalen Metro-Drehkreuzen nicht durch. Zuständig sind die breiten Gepäckschleusen, nur dort sitzt der QR-Leser, der die Sperre öffnet.
- Am Chopin-Flughafen fährt man unten ab. Busse in die Stadt starten auf der Ankunftsebene an der Haltestelle Lotnisko Chopina – Przyloty 02. Das Einsteigen auf der oberen Abflugebene ist nicht erlaubt, wer dort wartet, sieht die Busse nur vorbeifahren.
Gut zu wissen
- Währung
- PLN zł
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · E
- Zeitzone
- Europe/Warsaw
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, Schnellstraße 100–120 km/h, Autobahn 140 km/h
Innerorts gelten 50 km/h rund um die Uhr, eine höhere Nachtgrenze gibt es nicht. Abblendlicht oder Tagfahrlicht ist bei jeder Fahrt Pflicht, auch bei Sonnenschein. Fußgänger haben schon beim Betreten des Zebrastreifens Vorrang. Wer innerorts mehr als 50 km/h zu schnell fährt, gibt den Führerschein sofort ab.
Trinkgeld. Zehn Prozent im Restaurant. Sag den Betrag beim Zahlen, sonst gilt es als Rückgeld.
Maut. Auf staatlichen Autobahnen zahlst du elektronisch über die App e-TOLL, auf konzessionierten Abschnitten wie der A4 an Mautstellen.
Zufahrt. Krakau und Warschau haben Umweltzonen eingerichtet, gestaffelt nach Abgasnorm und Zulassungsjahr.