Städtetrip Dresden
Barock an der Elbe. Die Altstadt steht am Fluss wie eine Bühne, Fassade an Fassade, und gleich auf der anderen Seite fängt die junge, bunte Neustadt an, mit ihrem ganz eigenen Ton. Zwei Städte, ein Spaziergang. Eine fertige Tagesroute ab der Haltestelle verbindet beide Ufer für dich, du läufst einfach los.
🗺️ Dresden interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnser Rundgang durch Dresden
Der Weg startet am Hauptbahnhof, führt durch die barocke Altstadt und über die Elbe in die Neustadt, mit Tram-Finale am Blauen Wunder. Das sind die Highlights.
Dresden zu Fuß mit Frauenkirche, Zwinger & Blaues Wunder
Vom Hauptbahnhof. Mit dem Großen Garten als grünem Auftakt. In die barocke Altstadt mit Frauenkirche, Fürstenzug, Residenzschloss, Zwinger und Semperoper, dann über die Elbe in die Neustadt zum Goldenen Reiter und zur Pfunds Molkerei, mit Tram-Finale am Blauen Wunder.
- Dresden Hauptbahnhof. Der von Stararchitekt Norman Foster modernisierte Hauptbahnhof mit seinem lichtdurchlässigen Teflon-Dach ist dein Ausgangspunkt. Gleich östlich lädt der Große Garten zum entspannten Auftakt ein; über die Fußgängerzone Prager Straße geht es danach in die barocke Altstadt.
- Großer Garten. Der Große Garten ist Dresdens grüne Lunge, ein weitläufiger Barockpark mit dem prächtigen Palais im Zentrum, schattigen Alleen und dem Carolasee. Durch den Park tuckert die historische Dresdner Parkeisenbahn, die von Kindern betrieben wird; an den Rändern liegen Zoo und Botanischer Garten.
- Frauenkirche. Die Frauenkirche ist das Wahrzeichen Dresdens. Die barocke Kuppelkirche wurde 1945 zerstört und bis 2005 originalgetreu wiederaufgebaut. Ein weltweites Symbol der Versöhnung. Rund um den Neumarkt erstrahlt der wiedererstandene Barockkern der Stadt.
- Brühlsche Terrasse. Die 'Balkon Europas' genannte Terrasse erhebt sich über dem Elbufer und bietet einen herrlichen Blick auf den Fluss, die Brücken und die Neustadt am anderen Ufer. Eine breite Freitreppe führt hinauf, oben säumen Cafés und Skulpturen den Weg.
- Fürstenzug. Der Fürstenzug ist das größte Porzellanbild der Welt. Auf rund 23.000 Meissener Fliesen ziehen die sächsischen Fürsten als 102 Meter langer Reiterzug an dir vorbei. Das Wandbild an der Augustusstraße überstand den Krieg fast unbeschädigt.
- Residenzschloss. Das Residenzschloss war über 400 Jahre Sitz der sächsischen Kurfürsten und Könige. Heute beherbergt der Renaissancebau mehrere Museen. Allen voran das Grüne Gewölbe mit dem sagenhaften Schatz Augusts des Starken.
- Zwinger. Der Zwinger ist Dresdens barockes Glanzstück, eine prachtvolle Anlage aus Pavillons, Galerien und Brunnen rund um einen weiten Innenhof. In den Flügeln verbergen sich die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels Sixtinischer Madonna und der Mathematisch-Physikalische Salon.
- Semperoper. Die Semperoper zählt zu den schönsten Opernhäusern der Welt. Der prunkvolle Bau am Theaterplatz, benannt nach Architekt Gottfried Semper, ist Heimat der Sächsischen Staatskapelle. Innen wie außen ein Meisterwerk der Neorenaissance.
- Kathedrale Sankt Trinitatis (Hofkirche). Die katholische Hofkirche. Heute Kathedrale Sankt Trinitatis. Ist die größte Kirche Sachsens. Der elegante Barockbau mit seinen 78 Heiligenfiguren steht direkt an der Augustusbrücke; in der Gruft ruhen die Wettiner und das Herz Augusts des Starken.
- Goldener Reiter. Über die Augustusbrücke geht es in die Neustadt zum Goldenen Reiter. Das vergoldete Reiterstandbild Augusts des Starken glänzt am Neustädter Markt und blickt Richtung Polen, dessen König der Kurfürst zugleich war. Hier beginnt die lebendige Hauptstraße.
- Pfunds Molkerei. Die Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund gilt laut Guinness-Buch als 'schönste Milchhandlung der Welt'. Der Laden von 1880 ist über und über mit handbemalten Fliesen im Neorenaissance-Stil ausgekleidet. Oben ein gemütliches Café, unten Käse und Spezialitäten.
- Blaues Wunder & Bergbahnen. Das 'Blaue Wunder' (Loschwitzer Brücke) von 1893 spannt sich filigran und stahlblau über die Elbe. Eine technische Pionierleistung ohne Strompfeiler. An beiden Ufern laden Biergärten ein (Schillergarten in Blasewitz, Körnergarten in Loschwitz), und in Loschwitz fahren zwei historische Bergbahnen hinauf, eine der ältesten Standseilbahnen Deutschlands und die weltweit erste Bergschwebebahn.
So planst du deinen Besuch
Ein Tag reicht für die Altstadt, zwei, wenn du auch die Neustadt mitnimmst. Die Route ab dem Hauptbahnhof misst sechs Kilometer und reiht in zwölf Stationen Frauenkirche, Zwinger, Semperoper und den Fürstenzug aneinander, bevor sie über die Elbe zum Blauen Wunder führt. Was heute so alt aussieht, ist zum großen Teil Wiederaufbau nach 1945. Auf der anderen Elbseite wird es jung und bunt, dort liegen auch die meisten der zwölf Abendtipps.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Twist - Sky Bar & Lounge (INNSIDE by Meliá). Sky-Bar im 6. Stock am Postplatz mit Panoramablick über die Altstadtsilhouette. Cocktails zum Sonnenuntergang.
- Rooftop-Terrasse Hotel Suitess. Kleine Dachterrasse direkt am Neumarkt mit einem der schönsten Blicke auf die Kuppel der Frauenkirche.
Ausgehviertel
- Äußere Neustadt. Dresdens buntes Szeneviertel nördlich der Elbe mit Hunderten Kneipen, Bars und Clubs in den Gründerzeit-Gassen rund um die Alaunstraße. Die höchste Kneipendichte der Stadt.
- Kunsthofpassage. Verträumte Hinterhöfe in der Neustadt mit kleinen Bars, Läden und der berühmten 'singenden' Regenrinnen-Fassade.
Essen & Restaurants
- Pulverturm an der Frauenkirche. Urige Gewölbekeller-Schänke direkt neben der Frauenkirche mit deftiger sächsischer Küche und mittelalterlichem Flair.
- Sophienkeller im Taschenbergpalais. Barock inszeniertes Wirtshaus mit sächsischen Spezialitäten wie Sauerbraten und Quarkkeulchen.
- Watzke am Goldenen Reiter. Traditionsbrauerei-Ausschank an der Elbe nahe dem Goldenen Reiter, mit eigenem Bier und Biergarten. Sächsisch und beliebt.
Bars & Clubs
- Katy's Garage. Legendärer Club in der Neustadt in einer alten Autowerkstatt. Rock, Indie und Partys bis in den Morgen.
- Bärenzwinger. Studentischer Kult-Club im historischen Stadtmauerzwinger. Günstig, voll und ausgelassen.
- Altes Wettbüro. Beliebte Bar und Club im Hechtviertel mit Konzerten, DJs und großem Biergarten.
Bühne & Konzerte
- Semperoper. Oper und Ballett auf Weltniveau im prachtvollen Haus am Theaterplatz. Heimat der Sächsischen Staatskapelle.
- Kulturpalast. Modernes Konzerthaus am Altmarkt mit der Dresdner Philharmonie. Klassische Konzerte und mehr.
Alle Stationen für Dresden in der App ansehen →
Infos zu Dresden
Nahverkehr
Betreiber. Betrieben wird der Nahverkehr von der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB). Alle Tickets gelten im Tarif des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO), der auch die Regionalzüge und Busse im Umland Dresdens einschließt.
Liniennetz. Ein dichtes Straßenbahnnetz, dazu Busse, zwei Bergbahnen und Elbfähren.
Verkehrsmittel. Straßenbahn · Bus · S-Bahn · Standseilbahn · Schwebebahn · Elbfähre
Betriebszeiten. Straßenbahnen und die meisten Buslinien fahren werktags im 15-Minuten-Takt bis 22:45 Uhr, sonn- und feiertags endet dieser Takt bereits um 21:45 Uhr. Danach übernehmen die GuteNachtLinien. Freitags, samstags und vor Feiertagen fahren sie von 22:45 bis 4:45 Uhr durchgehend im 30-Minuten-Takt. Sonntag bis Donnerstag gilt von 22:45 bis 0:45 Uhr ein 30-Minuten-Takt, danach bis 4:45 Uhr ein 60-Minuten-Takt. Zentraler Umsteigepunkt im Nachtnetz ist der Postplatz, wo die Linien koordiniert zur Minute 15 und 45 aufeinandertreffen. Ergänzend fährt auf ausgewählten Strecken das Anruflinientaxi „alita“, das mindestens 20 Minuten vorher per App oder Telefon bestellt werden muss.
Nachtverkehr. Der Nachtverkehr läuft an sieben Tagen die Woche unter dem Namen GuteNachtLinien. Freitag, Samstag und vor Feiertagen fahren sie von 22:45 bis 4:45 Uhr durchgehend im 30-Minuten-Takt. Von Sonntag bis Donnerstag gilt zwischen 22:45 und 0:45 Uhr ein 30-Minuten-Takt, zwischen 0:45 und 4:45 Uhr ein 60-Minuten-Takt. Die Linien treffen sich koordiniert am Postplatz.
Ticketkauf. Tickets gibt es an stationären Fahrscheinautomaten an den wichtigsten Haltestellen mit dem kompletten Sortiment, die Standorte lassen sich im Themenstadtplan der Stadt Dresden unter dem Suchbegriff „Ticketautomat“ finden. In Straßenbahnen und einem Teil der Busse stehen zusätzlich mobile Automaten im vorderen Wagenteil, die aber nur Einzelfahrt, ermäßigte Einzelfahrt, Tageskarte und Familientageskarte verkaufen und ausschließlich bargeldlose Zahlung per Karte oder Smartphone am Lesegerät akzeptieren. Nicht alle Busse, besonders die von Subunternehmern, sind mit einem mobilen Automaten ausgestattet. Das Busfahrpersonal selbst verkauft keine Fahrscheine. Alternativ funktioniert der Kauf über die Apps DVB mobil, FAIRTIQ oder die MOBIapp, die zusätzlich Bikesharing und Parken einbindet. Persönliche Beratung gibt es im Kundenzentrum am Postplatz und im Servicepunkt an der Prager Straße.
App und Bezahlen. In der App DVB mobil lassen sich alle gängigen Ticketarten rund um die Uhr bargeldlos kaufen. Als Zahlungsmethoden stehen Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express) mit sofortiger Verarbeitung, PayPal, SEPA-Lastschrift mit Abbuchung am nächsten Werktag sowie ein Prepaid-Guthaben per Überweisung oder Giropay ab 5 Euro Mindestbetrag zur Verfügung, abgewickelt über den Dienstleister LOGPAY Financial Services GmbH. Die mobilen Fahrscheinautomaten in Straßenbahnen und Bussen akzeptieren ausschließlich bargeldlose Zahlung per Girocard, Kreditkarte oder Smartphone am Kontaktlos-Lesegerät, kein Bargeld. Für stationäre Automaten an Haltestellen macht die DVB auf ihrer Webseite keine gesonderten Angaben zu den akzeptierten Zahlungsmitteln.
Welches Ticket. Für die Tarifzone Dresden gilt ab 1. April 2026 folgende Preisliste. Die Einzelfahrt kostet 3,60 Euro und gilt maximal eine Stunde. Die 4er-Karte Einzelfahrt kostet 13,00 Euro für vier Fahrten (3,25 Euro pro Fahrt), die 4er-Karte Kurzstrecke 8,40 Euro für kurze Strecken ohne Umstieg. Die Tageskarte für eine Einzelperson kostet 9,50 Euro und gilt ab Entwertung bis 4 Uhr des Folgetages. Die Familientageskarte für bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder kostet 14,40 Euro. Rechnerisch entspricht die Tageskarte dem Preis von 2,6 Einzelfahrten, ab der dritten Fahrt am selben Tag ist sie günstiger als Einzelfahrscheine. Für längere Aufenthalte gibt es die Wochenkarte für 32,00 Euro (sieben aufeinanderfolgende Kalendertage) und die frei startbare Monatskarte für 92,90 Euro.
Tarifzonen. Die Tarifzone Dresden deckt das gesamte Stadtgebiet ab, für Fahrten innerhalb der Stadt reicht ein Ticket dieser Zone. Ausflüge ins Umland, etwa nach Meißen oder in die Sächsische Schweiz, liegen in weiteren Tarifzonen und kosten mehr.
Tipp. Die Standseilbahn und die Schwebebahn nach Loschwitz gelten als normale Fahrt.
Links
- DVB Ticketübersicht
- DVB – Wo gibt es Tickets?
- DVB Nachtverkehr / GuteNachtLinien
- DVB mobil App
- DVB Liniennetzpläne
- Verkehrsverbund Oberelbe (VVO)
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Südlich der Altstadt, von hier führt die Prager Straße direkt hinein.
Fernverkehr. Vom Dresdner Hauptbahnhof bestehen direkte ICE- und IC-Verbindungen in mehrere Richtungen. Nach Norden über Berlin bis Hamburg und Rostock, nach Westen über Leipzig, Halle, Hannover, Dortmund, Köln und Mannheim bis Stuttgart und Karlsruhe, sowie über Erfurt und Fulda nach Frankfurt am Main mit Anschluss an den Flughafen Frankfurt und weiter nach Wiesbaden. Mehrmals täglich verkehrt der railjet über Bad Schandau, Děčín und Ústí nad Labem nach Prag. Nachts fährt zusätzlich ein Nightjet/EuroNight über Prag weiter nach Brünn, Budapest, Wien und Graz. Der Regionalverkehr (S-Bahn, RE, RB) verbindet den Hauptbahnhof unter anderem mit Meißen, Radeberg, Görlitz, Zittau, Pirna, Bad Schandau und dem Flughafen Dresden.
Betriebszeiten. S-Bahn und Regionalzüge fahren durchgehend rund um die Uhr. Fernverkehr beginnt mit einer railjet-Verbindung kurz nach 2 Uhr nachts, reguläre ICE/IC-Verbindungen ab 5 Uhr, der letzte Fernzug ist der Nightjet gegen 22:10 Uhr Richtung Prag, Brünn und Budapest bzw. Graz.
Flughäfen
In die Stadt. S-Bahn S2 zum Hauptbahnhof 21 Minuten, nach Dresden-Neustadt 14 Minuten.
Taktung. Halbstundentakt, laut Regelfahrplan zwischen ca. 4:20 und 23:20 Uhr ab Hauptbahnhof; Mo-Fr zusätzliche Züge weiter nach Pirna und Heidenau.
Eigenheiten
- Die Frauenkirche ist ein Nachbau. Sie wurde aus den geborgenen Originalsteinen wieder aufgebaut. Die dunklen Steine in der Fassade sind die alten.
- Busfahrpersonal verkauft keine Tickets. Wer ohne Fahrschein einsteigt, weil kein Automat an der Haltestelle steht, kann in vielen Bussen und allen Straßenbahnen am mobilen Automaten im vorderen Wagenteil nachlösen. Das Fahrpersonal selbst verkauft laut DVB ausdrücklich keine Fahrscheine, und diese mobilen Automaten nehmen ausschließlich Karte oder Smartphone, kein Bargeld.
- Bergbahnen und Fähren zählen als normale Fahrt. Die Standseilbahn zum Weißen Hirsch und die Schwebebahn nach Loschwitz sowie die Elbfähren gehören zum regulären DVB-Netz. Ein normales VVO-Ticket reicht, ein Sonderfahrschein ist nicht nötig.
Gut zu wissen
- Währung
- EUR €
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · F
- Zeitzone
- Europe/Berlin
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 100 km/h, Autobahn kein allgemeines Tempolimit (Richtgeschwindigkeit 130 km/h, nicht bußgeldbewehrt)
Auf vielen Autobahnabschnitten gibt es keine feste Höchstgeschwindigkeit, das überrascht Fahrer aus fast allen anderen Ländern. Die 100 km/h außerorts gelten laut Gesetz ausdrücklich nicht auf der Autobahn. Beschilderte Limits an Baustellen, Kurven oder in Ballungsräumen werden dagegen streng per Blitzer und Section Control kontrolliert.
Trinkgeld. Fünf bis zehn Prozent, direkt beim Zahlen gesagt und nicht auf dem Tisch gelassen.
Maut. Für Pkw keine Maut. Der Warnowtunnel in Rostock und der Herrentunnel in Lübeck kosten Gebühr.
Zufahrt. Viele Innenstädte sind Umweltzonen und nur mit grüner Plakette befahrbar, auch für ausländische Fahrzeuge. Die Plakette gibt es bei Prüfstellen und Werkstätten.