Städtetrip Lyon
Zwischen Rhone und Saone versteckt sich Frankreichs größtes Renaissanceviertel, durchzogen von Traboules, den Gängen der Seidenweber. Oben thront die Basilika Fourvière, darunter liegen römische Theater aus Lugdunum, gegenüber die Markthalle der Küchenhauptstadt. Zwei fertige Tagesrouten starten an der Place Bellecour.
Unsere Rundgänge durch Lyon
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Lyon, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Presqu'île, Vieux Lyon & Fourvière
Der erste Tag startet auf der Place Bellecour, einem der größten Plätze Europas, und führt über die Saone ins Renaissanceviertel Vieux Lyon mit seinen Traboules. Mit der Standseilbahn geht es hinauf zur Basilika Fourvière mit dem Blick über die ganze Stadt und weiter zu den römischen Theatern von Lugdunum. Zurück unten endet der Tag an der Place des Terreaux und im Musée des Beaux-Arts.
Markthalle, Croix-Rousse & Confluence
Der zweite Tag beginnt kulinarisch in der Markthalle Les Halles Paul Bocuse mit Käse, Charcuterie und Austern an der Theke. Danach geht es hinauf auf die Croix-Rousse, den Hügel der Seidenweber, mit eigenen Traboules und dem riesigen Wandbild Mur des Canuts. Zum Abschluss die moderne Spitze der Stadt mit dem Musée des Confluences zwischen Rhone und Saone, wer mag hängt noch den Parc de la Tête d'Or an.
Ausgehen & Nachtleben
Le Sucre · Rue Sainte-Catherine (Presqu'île) · Daniel et Denise (Croix-Rousse) · Opéra National de Lyon
Infos zu Lyon
Nahverkehr
Betreiber. Das TCL-Netz (Transports en Commun Lyonnais) wird im Auftrag von Sytral Mobilités, dem Verkehrsverbund der Métropole de Lyon, betrieben und umfasst Metro, Straßenbahn, Bus, Trambus, zwei Standseilbahnen nach Fourvière sowie den Flussshuttle Navigône auf der Saône. Der Flughafen-Expresszug Rhônexpress zwischen Lyon-Saint Exupéry und dem Bahnhof Part-Dieu wird von einem eigenen Betreiber geführt und ist nicht im TCL-Tarifsystem enthalten, dafür ist ein separates Ticket nötig.
Liniennetz. Vier Metrolinien, Straßenbahnen, Busse und zwei Standseilbahnen nach Fourvière.
Verkehrsmittel. Metro · Straßenbahn · Bus · Trambus · Standseilbahn · Flussshuttle (Navigône)
Betriebszeiten. TCL macht auf der Tarif- und Netzseite keine pauschale Angabe zu ersten und letzten Fahrten für Metro, Tram und Bus insgesamt, die Zeiten unterscheiden sich je Linie und sind über den Fahrplan-Rechner auf tcl.fr abrufbar. Offiziell dokumentiert ist die Sonderregelung am Wochenende, siehe Nachtverkehr.
Nachtverkehr. TCL verlängert an Freitag- und Samstagnächten den Betrieb der vier Metrolinien bis 2 Uhr morgens. Zusätzlich fahren von September bis Juni die Nachtbuslinien Pleine Lune mit vier Abfahrten pro Nacht ab der Innenstadt um 1.20, 2.30, 3.40 und 4.50 Uhr, jeweils in den Nächten von Donnerstag auf Freitag, Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag. Ab 22 Uhr können Fahrgäste auf Buslinien, außer auf Trambus-Linien, zwischen zwei offiziellen Haltestellen aussteigen lassen, TCL nennt das descente à la demande. An den verlängerten Nächten bleiben auch die Park-and-Ride-Parkplätze an mehreren Metro-Endstationen bis 3 statt bis 1 Uhr geöffnet, etwa in Vaise, Gorge de Loup, Parilly, Gare de Vénissieux, Oullins, Cuire und Laurent Bonnevay.
Ticketkauf. TCL verkauft Fahrscheine über Automaten an den Haltestellen, direkt beim Einstieg in den Bus, online über Website und App, in Vorverkaufsstellen sowie über die Wiederauflade-Karten TCL-Karte und Carte Oùra. Für die Zonen 4 und 5 lässt sich ein Einzelticket zusätzlich per SMS kaufen, dafür wird das Stichwort Z45 an die Nummer 93069 geschickt, das Ticket kostet 1,60 €. Ein Kauf mit nur einer einzigen Zone ist grundsätzlich nicht möglich, das gewählte Ticket muss alle durchquerten Zonen abdecken.
App und Bezahlen. Für den Kauf per Smartphone bietet TCL die App E-ticket an, über die sich Einzelfahrten und weitere Titel direkt laden und validieren lassen. Parallel akzeptiert das Netz kontaktloses Bezahlen mit Debit- oder Kreditkarte unmittelbar am Entwerter im Fahrzeug, ein vorheriger Ticketkauf ist dafür nicht nötig.
Welches Ticket. Die Zonen 1 und 2 umfassen die gesamte Stadt Lyon einschließlich Vieux Lyon, Presqu'île, Part-Dieu, Fourvière und Croix-Rousse und reichen für einen 2- bis 3-tägigen Aufenthalt im Zentrum aus. Die Einzelfahrt kostet ab 1,60 €, ein Carnet mit 10 Fahrten ab 14 € (1,40 € pro Fahrt). Bei den Zeitkarten liegt der Pass 24h bei ab 5,30 €, der Pass 48h bei ab 10 € und der Pass 72h bei ab 13,80 €, jeweils mit unbegrenzten Fahrten. Rechnerisch lohnt sich der Pass 24h ab der vierten Fahrt am selben Tag (5,30 € geteilt durch 1,60 € ergibt 3,3), der Pass 72h kostet weniger als neun Einzelfahrten (13,80 € geteilt durch 1,60 € ergibt 8,6). Für Gruppen von 2 bis 5 Personen gibt es den Pass Tribu für einen Tag ab 5,30 € insgesamt. Wer zusätzlich Museen und Sehenswürdigkeiten besuchen will, kann zur Lyon City Card greifen, die TCL-Fahrten mit rund 40 Sehenswürdigkeiten kombiniert, für 24 Stunden 32 €, für 48 Stunden 44 €, für 72 Stunden 56 € und für 96 Stunden 68 €. Der Flughafenzug Rhônexpress ist in keinem dieser Tickets enthalten und wird separat bezahlt.
Tarifzonen. Die Zonen 1 und 2 decken die gesamte Stadt Lyon ab, von Vieux Lyon über die Presqu'île bis Part-Dieu, Fourvière und Croix-Rousse. Wer nicht ins Umland fährt, braucht keine weiteren Zonen. Der Rhônexpress zum Flughafen läuft außerhalb dieses Tarifsystems.
Tipp. Die Standseilbahn gilt als normale Fahrt und spart den steilen Aufstieg.
Links
- TCL – Titres et tarifs
- TCL – Voyager la nuit
- TCL – Plans PDF du réseau
- Rhônexpress – Billets & Tarifs
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Wichtigster Fernbahnhof, der zweite ist Perrache am Südende der Halbinsel.
Fernverkehr. Lyon Part-Dieu ist der wichtigste Fernbahnhof außerhalb von Paris. TGV INOUI und OUIGO bedienen von hier die großen französischen Achsen, dokumentiert sind unter anderem Paris Gare de Lyon, Paris Nord, Marseille Saint-Charles, Montpellier, Lille, Rennes und Marne-la-Vallée Chessy für Disneyland Paris. Die internationalen TGV-Linien der SNCF, die Part-Dieu als Halt führen, sind Frankfurt am Main nach Marseille, Luxemburg nach Marseille und nach Montpellier sowie Brüssel-Midi nach Marseille und nach Perpignan. Im Sommer kommt die saisonale Verbindung Marseille nach Lausanne über Bellegarde-Genève dazu. Der italienische Betreiber Trenitalia hält mit dem Frecciarossa ebenfalls in Part-Dieu, sowohl auf der Achse Paris-Lyon als auch auf der Linie Paris-Mailand über Chambéry, Modane, Turin und Milano Centrale. Nach Paris dauert es mit dem Hochgeschwindigkeitszug rund zwei Stunden.
Betriebszeiten. Lyon Part-Dieu ist nicht rund um die Uhr offen. Die Bahnhofshalle öffnet täglich um 4.50 Uhr und schließt um 0.45 Uhr, an Feiertagen genauso. In dieses Fenster fällt der komplette Fernverkehr. Der Zugang zum Zug schließt 5 Minuten vor Abfahrt, plan also Puffer ein.
Flughäfen
In die Stadt. 30 Minuten mit dem Rhônexpress bis zum Bahnhof Part-Dieu
Taktung. Alle 15 Minuten, durchgehend von 4.25 bis 0 Uhr, 7 Tage die Woche. Einzelticket ab 16 € online oder 17,10 € am Automaten, Hin- und Rückfahrt ab 28 € online, unter 12 Jahren kostenlos.
Eigenheiten
- Traboules. Versteckte Durchgänge führen quer durch die Häuserblocks der Altstadt. Viele sind zugänglich, wenn man die Türen findet.
- Flussshuttle Navigône. TCL betreibt mit Navigône eine Fährlinie auf der Saône, die zum normalen ÖPNV-Angebot gehört. Ein Ticket kostet 3 € für die einfache Fahrt oder 5 € für Hin- und Rückfahrt am selben Tag.
- Aussteigen zwischen den Haltestellen. Ab 22 Uhr dürfen TCL-Busfahrgäste, außer auf Trambus-Linien, auf Wunsch zwischen zwei offiziellen Haltestellen aussteigen. TCL nennt das descente à la demande, ein Sicherheitsservice für die Nacht.
Gut zu wissen
- Währung
- EUR €
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · E
- Zeitzone
- Europe/Paris
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Autobahn 130 km/h (bei Regen 110 km/h)
Auf Landstraßen ohne Mittelstreifen gilt seit 2018 ein Limit von 80 km/h. Einzelne Départements haben es per Beschluss des Conseil départemental wieder auf 90 km/h angehoben, erkennbar an eigenen Schildern am Streckenanfang. Bei Regen sinkt das Tempo auf der Autobahn auf 110 km/h, innerorts bleibt es unverändert bei 50 km/h.
Trinkgeld. Service ist gesetzlich enthalten. Wer zufrieden ist, lässt ein paar Euro liegen, mehr nicht.
Maut. Die meisten Autobahnen kosten. Ticket ziehen, bei der Abfahrt zahlen, Karte wird überall genommen.
Zufahrt. In vielen Städten gelten Umweltzonen. Du brauchst eine Crit'Air-Plakette, die vorab online bestellt werden muss und per Post kommt. Ohne Plakette droht ein Bußgeld.