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Städtetrip München

München ist Bayerns weltoffene Hauptstadt zwischen Tradition und Lebensart: die gotische Frauenkirche mit ihren Zwiebeltürmen, der Marienplatz mit dem Glockenspiel, Königsschlösser der Wittelsbacher, Biergärten unter Kastanien und Surfer auf einer Flusswelle mitten in der Stadt. Am Horizont grüßen die Alpen. Fertige Routen für zwei Tage führen dich von der Altstadt durch den Englischen Garten und zu den großen Zielen am Rand - ohne eigene Planung.

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Unsere Rundgänge durch München

Zwei Routen erschließen München: Die erste führt zu Fuß durch die Altstadt - vom Marienplatz mit Glockenspiel über den Viktualienmarkt und die Frauenkirche zur Residenz der Wittelsbacher, dann durch den Englischen Garten mit den Surfern auf der Eisbachwelle und dem Chinesischen Turm bis zum Hofbräuhaus und zur Alten Pinakothek (10 Stationen, ca. 5,5 km). Die zweite verbindet Schloss Nymphenburg, die BMW Welt mit Museum und den Olympiapark mit Turm (5 Stationen, ca. 4 km). Die Highlights:

Altstadt, Könige & Surfer

Der erste Tag beginnt am Marienplatz mit dem Glockenspiel, führt über den Viktualienmarkt zur gotischen Frauenkirche und zur Wittelsbacher Residenz, über den Odeonsplatz mit der Feldherrnhalle und durch den Hofgarten zur Eisbachwelle, wo mitten in der Stadt Surfer reiten. Weiter in den Englischen Garten zum Biergarten am Chinesischen Turm, ins urige Hofbräuhaus und, als Kunst-Alternative, in die Alte Pinakothek.

  1. Marienplatz / Neues Rathaus – Der Rundgang beginnt am Marienplatz, dem Herzen Münchens seit dem Mittelalter. Über dem Platz erhebt sich die reich verzierte neugotische Fassade des Neuen Rathauses mit seinem hohen Turm. Um 11 und 12 Uhr (im Sommer auch um 17 Uhr) setzt sich das berühmte Glockenspiel in Gang: 32 lebensgroße Figuren drehen sich zu Turnier und Schäfflertanz, während die Menge auf dem Platz nach oben schaut. Komm früh, dann hast du den Platz fast für dich.
  2. Viktualienmarkt – Wenige Schritte weiter liegt der Viktualienmarkt, Münchens großer Freiluft-Lebensmittelmarkt seit über 200 Jahren. An bunten Ständen gibt es Obst, Gemüse, Käse, Blumen, Gewürze und Feinkost aus aller Welt, dazu kleine Imbisse. In der Mitte steht ein Maibaum, und unter Kastanien lädt ein kleiner Biergarten zur ersten bayerischen Brotzeit: eine Breze, ein Obatzda und ein kühles Bier - mitten im Trubel des Markts.
  3. Frauenkirche – Die Frauenkirche mit ihren zwei markanten Zwiebeltürmen ist das Wahrzeichen Münchens und in der ganzen Stadt sichtbar - kein Neubau darf sie überragen. Der schlichte gotische Backsteinbau von 1488 wirkt innen hell und weit. Berühmt ist der Teufelstritt im Eingang, ein Fußabdruck, den der Legende nach der Teufel hinterließ. Wer den Südturm besteigt, blickt über die Altstadt und bei klarer Sicht bis zu den Alpen am Horizont.
  4. Münchner Residenz (Höfe) – Die Münchner Residenz war jahrhundertelang das Stadtschloss der Wittelsbacher, der bayerischen Herzöge und Könige, und ist heute eines der bedeutendsten Schlossmuseen Europas. Das komplette Innere mit Prunksälen, Schatzkammer und dem Antiquarium kostet leicht zwei bis drei Stunden - für den Tag reicht ein Bummel durch die prächtigen Innenhöfe, die frei zugänglich sind, vorbei am Grottenhof mit seinen Muschelwänden.
  5. Feldherrnhalle / Odeonsplatz – Der weite Odeonsplatz bildet den prächtigen Übergang von der Altstadt zur königlichen Prachtstraße Ludwigstraße. An seiner Südseite steht die Feldherrnhalle, eine offene Loggia nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz, mit zwei bronzenen Löwen und Feldherrnstatuen. Daneben leuchtet die gelbe Theatinerkirche mit ihrer barocken Kuppel. Ein weiter, würdevoller Platz - und ein beliebter Treffpunkt.
  6. Hofgarten – Hinter der Residenz breitet sich der Hofgarten aus, ein streng geometrischer Renaissance-Garten aus dem 17. Jahrhundert. In seinem Zentrum steht ein zierlicher Pavillon, die Dianatempel-Rotunde, von der die kiesbestreuten Wege sternförmig zu Beeten und schattigen Laubengängen ausgehen. Ein ruhiger, gepflegter Durchgang, in dem oft Boule gespielt wird - und der ideale Weg weiter Richtung Englischer Garten.
  7. Eisbachwelle – Am Südrand des Englischen Gartens sorgt die Eisbachwelle für einen der ungewöhnlichsten Anblicke Münchens: Dort, wo der Eisbach unter einer Brücke hervorschießt, bildet sich eine stehende Flusswelle, auf der Surfer in Neoprenanzügen reiten - mitten in der Millionenstadt und das ganze Jahr über, auch im Winter. Von der Brücke aus schaust du direkt auf die Wellenreiter, die einer nach dem anderen aufs Wasser springen. Ein faszinierendes, typisch münchnerisches Schauspiel.
  8. Chinesischer Turm (Englischer Garten) – Mitten im Englischen Garten, einem der größten Stadtparks der Welt, steht der Chinesische Turm, eine 25 Meter hohe hölzerne Pagode von 1790. Um ihn herum liegt einer der schönsten und lebendigsten Biergärten Münchens: An langen Bänken unter Kastanien sitzen Tausende bei Maß und Brotzeit, oben im Turm spielt oft eine Blaskapelle. Der weite Park lädt danach zum Spazieren, Radeln oder einfach im Gras liegen ein - grüne Weite mitten in der Stadt.
  9. Hofbräuhaus – Zum Ausklang das Hofbräuhaus, die wohl berühmteste Bierhalle der Welt, 1589 als herzogliche Brauerei gegründet. Unter dem gewölbten, bemalten Deckengewölbe des großen Schwemme-Saals sitzen Einheimische und Gäste aus aller Welt an langen Tischen, während eine Blaskapelle in Lederhosen spielt. Es ist touristisch und laut, aber die Halle mit ihrer Maß Bier, Brezn und Weißwurst ist ein Erlebnis, das man einmal mitgenommen haben muss.
  10. Alte Pinakothek – Als Alternative zum Englischen Garten - oder als krönender Abschluss für Kunstfreunde - lockt die Alte Pinakothek, eines der bedeutendsten Gemäldemuseen der Welt. In dem klassizistischen Bau hängen die Alten Meister vom Mittelalter bis zum Rokoko: Dürers Selbstbildnis, eine unvergleichliche Rubens-Sammlung, Rembrandt, Raffael, Tizian und Werke von Leonardo bis Van Dyck. Sonntags kostet der Eintritt nur einen Euro. Montags geschlossen.

Schloss, Autos & Olympia

Der zweite Tag nimmt die großen Ziele am Stadtrand: das barocke Sommerschloss Nymphenburg mit seinem weitläufigen Park, die futuristische BMW Welt und das BMW Museum, und zum Abschluss der Olympiapark von 1972 mit dem 190 Meter hohen Olympiaturm und dem berühmten geschwungenen Zeltdach.

  1. Schloss Nymphenburg – Der zweite Tag beginnt am Schloss Nymphenburg, dem barocken Sommerschloss der bayerischen Könige. Die breite, streng symmetrische Schlossfront spiegelt sich in einem langen Kanal, der schnurgerade darauf zuläuft - ein prächtiges Bild. Im Inneren locken der Festsaal und die Schönheitengalerie König Ludwigs I. Der eigentliche Schatz ist aber der riesige, kostenlose Schlosspark: ein weitläufiges Areal aus Wiesen, Kanälen, kleinen Lustschlössern und altem Baumbestand.
  2. BMW Welt – Am Olympiapark liegt die BMW Welt, das gläserne Auslieferungs- und Erlebniszentrum des Münchner Autobauers, ein futuristischer Bau mit einer geschwungenen, wolkenartigen Dachkonstruktion. Der Eintritt ist frei: Drinnen glänzen die aktuellen Modelle vom Kleinwagen bis zum Motorrad und Elektroauto, dazu Cafés und Restaurants. Ein guter, entspannter Lunch-Stopp - auch wer sich nicht für Autos begeistert, staunt über die Architektur.
  3. BMW Museum – Gegenüber, im silbernen, schüsselförmigen Bau am Fuß des BMW-Hochhauses, liegt das BMW Museum. Über rund 90 Minuten erzählt es die Geschichte der Marke, von den Anfängen im Flugmotorenbau über legendäre Oldtimer und Rennwagen bis zu Motorrädern und Zukunftsstudien. Elegant inszeniert auf spiralförmigen Rampen. Optional - wen Autos kaltlassen, der überspringt es und geht gleich weiter zum Olympiapark. Montags geschlossen.
  4. Olympiaturm – Im Olympiapark ragt der Olympiaturm 291 Meter hoch auf, der höchste Aussichtsturm Münchens. Ein Aufzug bringt dich in Sekunden auf die Plattform in 190 Metern Höhe. Von oben öffnet sich ein grandioser Rundblick über die ganze Stadt, das geschwungene Zeltdach des Olympiaparks zu deinen Füßen und, bei klarer Sicht, die schneebedeckte Kette der Alpen am südlichen Horizont. Oben gibt es auch ein Restaurant und ein kleines Rockmuseum.
  5. Olympiapark – Zum Abschluss der Olympiapark, das Gelände der Olympischen Sommerspiele von 1972 und bis heute ein architektonisches Meisterwerk. Über den Stadien und Hügeln schwingt sich das berühmte, transparente Zeltdach wie ein gläsernes Spinnennetz - für seine Zeit revolutionär und immer noch verblüffend leicht. Rund um den See mit dem gespiegelten Turm laden weite Wiesen zum Spazieren, Radeln und im Sommer zu Open-Air-Konzerten ein - ein grüner, weiter Ausklang der zwei Tage.

Vor Ort: Anreise & Fortbewegung

Münchens Altstadt ist kompakt und zu Fuß bestens zu machen, für die Ziele am Rand fährt eines der besten Nahverkehrsnetze Deutschlands: U-Bahn, S-Bahn, Trams und Busse (MVV) greifen dicht ineinander. Am flexibelsten bist du mit einer Tageskarte oder kontaktlos. Bezahlt wird in Euro. Und ganz München: Setz dich in einen Biergarten, wo man die Brotzeit selbst mitbringen darf, probier Weißwurst mit süßem Senf (traditionell vor 12 Uhr) und eine Maß Bier - und schau den Surfern auf der Eisbachwelle zu.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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