Städtetrip Genua
Genua ist Italiens raue, ehrliche Hafenstadt: ein Labyrinth enger Gassen, die caruggi, die sich zwischen hohen Palästen zum Meer hinunterziehen, dazwischen prunkvolle Rolli-Paläste der einstigen Seerepublik, eine schwarz-weiß gestreifte Kathedrale und der von Renzo Piano neu gestaltete alte Hafen mit dem größten Aquarium Italiens. Fertige Routen ab der Piazza De Ferrari führen dich durch alles - ohne eigene Planung.
🗺️ Genua interaktiv öffnen – Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Genua
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Genua – vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Altstadt, Paläste & Hafen
Von der prächtigen Piazza De Ferrari zur schwarz-weiß gestreiften Kathedrale San Lorenzo und dem versteckten Doria-Platz San Matteo, durch die caruggi zur Palast-Straße Via Garibaldi mit dem Palazzo Rosso. Mit dem historischen Aufzug hinauf zur Aussichtsterrasse Castelletto, dann hinunter zum von Renzo Piano gestalteten Porto Antico mit Aquarium und Schifffahrtsmuseum und per Bus ins bunte Fischerdorf Boccadasse.
- Piazza De Ferrari – Der Rundgang beginnt auf der Piazza De Ferrari, dem repräsentativen Herzen Genuas. In der Mitte sprüht ein großer bronzener Brunnen, ringsum stehen Prachtbauten: das Opernhaus Teatro Carlo Felice, der Palazzo della Borsa und die Fassaden der einstigen Banken. Von hier laufen die eleganten Prachtstraßen der Neustadt und die engen Gassen der Altstadt sternförmig auseinander.
- Cattedrale di San Lorenzo – Die Cattedrale di San Lorenzo ist die Hauptkirche Genuas, unverkennbar an ihrer Fassade aus schwarz-weiß gestreiftem Marmor, die die Macht der Seerepublik zeigen sollte. Zwei Löwen bewachen die Freitreppe. Im Inneren birgt der Schatz Reliquien und Kostbarkeiten, und eine im Zweiten Weltkrieg eingeschlagene, nicht explodierte Fliegerbombe erinnert an das Kriegsglück der Stadt.
- Piazza San Matteo – Versteckt in den Gassen liegt die Piazza San Matteo, ein kleiner, fast intakter mittelalterlicher Platz, der einst der mächtigen Familie Doria gehörte. Die schwarz-weiß gestreiften Häuser und die kleine Kirche San Matteo bildeten das private Machtzentrum der Seefahrerdynastie, aus der auch der Admiral Andrea Doria stammte. Ein stimmungsvoller Winkel abseits des Trubels.
- Via Garibaldi (Palazzi dei Rolli) – Die Via Garibaldi, früher Strada Nuova, ist die prächtigste Straße Genuas: eine schmale Gasse, gesäumt von den Palazzi dei Rolli, den Adelspalästen der Seerepublik aus dem 16. Jahrhundert, die als UNESCO-Welterbe geschützt sind. Eine reich verzierte Fassade reiht sich an die nächste, dahinter verbergen sich prunkvolle Höfe, Fresken und Gärten - ein Boulevard der Superlative auf engstem Raum.
- Palazzo Rosso – Der Palazzo Rosso an der Via Garibaldi, benannt nach seiner roten Fassade, gehört zu den Musei di Strada Nuova. Hinter den prunkvollen Sälen mit Deckenfresken hängen Meisterwerke der Sammlung: Porträts von Anthonis van Dyck aus seiner Genueser Zeit, dazu Werke von Veronese, Tizian und Dürer. Ganz oben lohnt die Dachterrasse mit einem schönen Blick über die Altstadtdächer.
- Spianata Castelletto – Vom Rand der Altstadt bringt dich der historische Jugendstil-Aufzug Ascensore Castelletto in Sekunden hinauf zur Spianata Castelletto, einem Balkon hoch über der Stadt. Von der Terrasse öffnet sich der schönste Blick des Rundgangs: über das Gewirr der Altstadtdächer, die Kirchtürme und Kuppeln hinweg zum Hafen und aufs offene Meer. Ein Lieblingsort der Genueser für den Sonnenuntergang.
- Porto Antico – Der Porto Antico, der alte Hafen, wurde 1992 von Renzo Piano für die Kolumbus-Feiern neu gestaltet und öffnete die Stadt wieder zum Meer. Über dem Wasserbecken schwenkt der Bigo, ein an einen Ladekran erinnernder Panoramalift, der dich für den Rundumblick nach oben hebt. Ringsum liegen Bars, das große Aquarium, ein tropisches Gewächshaus und alte, restaurierte Segelschiffe.
- Acquario di Genova – Das Acquario di Genova am Porto Antico ist das größte Aquarium Italiens und eines der größten Europas. In rund 70 Becken ziehen Haie, Delfine, Robben, Pinguine, Quallen und ein Regenwald-Biotop ihre Bahnen, im gläsernen Tunnel schwimmen die Fische über deinem Kopf. Für die vielen Becken solltest du gut zwei Stunden einplanen - ein Höhepunkt besonders mit Kindern.
- Galata Museo del Mare – Das Galata Museo del Mare ist das größte Schifffahrtsmuseum des Mittelmeers und erzählt Genuas Geschichte als Seemacht: von den Galeeren der Seerepublik über die große Auswanderung nach Amerika bis heute. Der Höhepunkt liegt im Wasser davor: das echte U-Boot Nazario Sauro, das du innen begehen kannst. Von der Dachterrasse öffnet sich ein weiter Blick über den Hafen.
- Boccadasse – Zum Abschluss bringt dich der Bus in den Osten der Stadt nach Boccadasse, einem winzigen Fischerdorf, das die Großstadt einfach umschlossen hat. Um eine kleine Kiesbucht drängen sich pastellbunte Häuser, bunte Boote liegen am Kiesstrand, und aus den Eisdielen holt man sich eine Kugel und setzt sich ans Wasser. Bei Sonnenuntergang, wenn die Fassaden glühen, ist es ein Stück Ligurien mitten in Genua.
Vor Ort: Anreise & Fortbewegung
Genua liegt eng zwischen Bergen und Meer, die Altstadt erkundest du am besten zu Fuß - die caruggi sind ohnehin zu schmal für Autos. Für die Hügel helfen historische Standseilbahnen und Aufzüge wie der Ascensore Castelletto, dazu eine kleine U-Bahn und Busse (AMT). Achtung: In den Gassen verläuft man sich leicht, das gehört dazu. Tickets löst du am Automaten oder Kiosk. Bezahlt wird in Euro. Und unbedingt probieren: echtes Pesto alla genovese, warme Focaccia und Farinata aus Kichererbsenmehl.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Terrazza Colombo – Im elften Stock eines Palazzos nahe der Via XX Settembre liegt die Terrazza Colombo, eine Rooftop-Bar mit weitem Blick über die Dächer der Altstadt bis zum Hafen und dem Leuchtturm Lanterna - besonders schön zum Aperitivo bei Sonnenuntergang.
Ausgehviertel
- Piazza delle Erbe & caruggi – Rund um die Piazza delle Erbe schlägt das nächtliche Herz der Altstadt: ein enges Geflecht aus caruggi voller Bars, Weinlokale und Aperitivo-Tische, wo sich Studenten und Genueser bis spät drängen - laut, dicht und herrlich unaufgeräumt.
- Porto Antico & Corso Italia – Am Wasser bieten der Porto Antico mit seinen Bars und Lokalen sowie die Uferpromenade Corso Italia im Osten die entspanntere Variante: Drinks mit Meerblick, Eis am Abend und im Sommer laue Nächte an der Küste - eine andere Seite der Hafenstadt.
Essen & Restaurants
- Trattoria da Maria – Die Trattoria da Maria in einer Gasse nahe der Via Garibaldi ist eine Genueser Institution: einfache, rustikale Küche zu kleinen Preisen, täglich wechselnde Tafel mit Pasta al pesto, Minestrone und ligurischen Klassikern, serviert an eng gestellten Tischen. Laut, echt und immer voll.
- Il Genovese – Il Genovese hat sich der authentischen ligurischen Küche verschrieben und gilt als eine der besten Adressen der Stadt für Pesto alla genovese im Mörser, handgemachte Trofie und Pansoti mit Walnusssauce. Etwas gehobener, aber die Klassiker so gut wie kaum sonst - Reservierung empfohlen.
Bars & Clubs
- Giardini Luzzati – Die Giardini Luzzati im Herzen der Altstadt sind ein wiederbelebter Platz auf römischen Fundamenten: Bar, Konzerte, DJ-Sets und Kulturprogramm unter freiem Himmel, jung und alternativ. Ein guter Ausgangspunkt für eine lange Nacht in den umliegenden caruggi.
Bühne & Konzerte
- Teatro Carlo Felice – Direkt an der Piazza De Ferrari steht das Teatro Carlo Felice, Genuas Opernhaus mit klassizistischem Säulenportikus. Als eine der wichtigen Bühnen Italiens bietet es Oper, Ballett und Sinfoniekonzerte auf hohem Niveau - mitten im Zentrum, kaum einen Steinwurf vom Start des Rundgangs.
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