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Italien · Städtetrip

Städtetrip Venedig

Auf Holzpfähle ins Lagunenwasser gebaut, in den Gassen ohne Autos. Am Markusplatz glänzen die Goldmosaiken des Doms, am Canal Grande reihen sich Palastfassaden, hinter der Rialtobrücke beginnt das Gassenlabyrinth. Zwei fertige Tagesrouten sortieren alles, vom Fischmarkt im Morgengrauen bis Santa Maria della Salute.

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Unsere Rundgänge durch Venedig

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Venedig, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

San Marco, Dogenpalast & Rialto

Der erste Tag gehört dem alten Machtzentrum, mit dem Markusplatz früh am Morgen, den Goldmosaiken des Doms, dem Rundblick vom Campanile über Dächer und Lagune und den Prunksälen des Dogenpalasts mit dem Weg über die Seufzerbrücke. Danach durch die Gassen von Castello zur skurrilsten Buchhandlung Europas und zum Schluss an die Rialtobrücke.

Stationen: Piazza San Marco · Markusdom · Campanile di San Marco · Dogenpalast · Seufzerbrücke (von außen) · Libreria Acqua Alta · Rialtobrücke

Rialto-Markt, Accademia & Dorsoduro

Der zweite Tag beginnt früh am Fischmarkt von Rialto, führt über die Accademia-Brücke zu den beiden großen Museen von Dorsoduro. Venezianische Malerei bei Bellini und Tizian, Moderne bei Peggy Guggenheim. Und endet an der weißen Kuppelkirche Santa Maria della Salute. Zum Abschluss fährst du den Canal Grande gemütlich mit dem Vaporetto ab.

Stationen: Rialto-Markt · Gallerie dell'Accademia · Peggy Guggenheim Collection · Santa Maria della Salute · Vaporetto Linie 1 (Canal Grande)

Ausgehen & Nachtleben

Skyline Rooftop Bar · Campo Santa Margherita · Osteria alle Testiere · Il Mercante · Teatro La Fenice

Infos zu Venedig

Nahverkehr

Betreiber. Die Fahrzeuge und Schiffe gehören zur städtischen Holding AVM, die Betriebsgesellschaft heisst Actv. Der Verkauf läuft über Venezia Unica, den Ticketvertrieb der Stadt Venedig, mit eigenen Schaltern, Automaten und einem Webshop. Das Netzgebiet ist die gesamte Gemeinde Venedig, also die Altstadt, das Festland um Mestre und Marghera, die Inseln Lido und Pellestrina sowie die Lagunenlinien bis zu den Terminals Chioggia Vigo, Punta Sabbioni und Treporti Ricevitoria. Wichtig für Reisende ist die Abgrenzung nach aussen. Die Bootslinien von Alilaguna zum Flughafen und die Expressbusse von ATVO gehören nicht dazu, sie sind private Betreiber mit eigenen Tarifen. Ein Actv-Fahrschein oder eine Actv-Mehrtageskarte gilt dort nicht, ebenso wenig auf den Linien 16 und 19 und auf der Casinò-Linie.

Liniennetz. Vaporetti statt Bussen. Tickets gelten zeitbasiert, Tageskarten lohnen fast immer.

Verkehrsmittel. Vaporetto (Linienschiff) · Ferry-Boat für Fahrzeuge (Linien 11 und 17) · Bus · Straßenbahn (nur Mestre, Linien T1 und T2) · People Mover (Tronchetto–Piazzale Roma)

Betriebszeiten. Ein einheitliches Netz-Betriebsfenster veröffentlicht Actv nicht, jede Linie hat ihren eigenen Fahrplan als PDF. Als Massstab dient die Linie 1, die Hauptlinie durch den Canal Grande. Sie startet ab Piazzale Roma um 5.01 Uhr, fährt zunächst alle 20 Minuten, ab dem späten Vormittag alle zwölf Minuten, ab etwa 20 Uhr wieder in grösseren Abständen und verlässt Piazzale Roma zuletzt um 23.55 Uhr. Die letzte Fahrt erreicht die Endhaltestelle nach Mitternacht. Ab 23.30 Uhr läuft parallel die Nachtlinie N an, sodass zwischen Tages- und Nachtbetrieb keine Lücke entsteht. Die Fahrpläne aller Navigationslinien liegen einzeln als PDF auf der AVM-Seite, dazu gibt es eine Echtzeitauskunft unter oraritemporeale.actv.it.

Nachtverkehr. Der Nachtdienst besteht seit 1996 und ist ein durchgeplantes Netz, kein Notbetrieb. Actv nennt als Zeitfenster Mitternacht bis 5 Uhr, praktisch beginnt die Schiffslinie N schon um 23.30 Uhr ab San Marco San Zaccaria und endet um 5.26 Uhr am Lido. Sie verbindet Lido, Giardini, San Marco, Rialto, Ca d Oro, Ferrovia, Piazzale Roma, Tronchetto, Sacca Fisola, Giudecca und Zattere, fährt also den Canal Grande in voller Länge ab. Ab Tronchetto geht es bis 1 Uhr alle 20 Minuten los, danach alle 30 Minuten bis 5 Uhr. Dazu kommen die Schiffslinie NMU zwischen Fondamente Nove und Murano und die Linie NLN in die nördliche Lagune Richtung Burano, Torcello und Punta Sabbioni. An Land ergänzen die Nachtbusse N1 und N2 in Mestre und Marghera sowie die Linie 11N Richtung Lido, Pellestrina und Chioggia. Die Übergänge sind aufeinander abgestimmt, Umsteigepunkte sind Piazzale Roma und Piazzale Santa Maria Elisabetta am Lido.

Ticketkauf. Der bequemste Weg sind die Automaten direkt an den Anlegern und die Venezia-Unica-Schalter an Piazzale Roma, Ferrovia und weiteren Knoten, dazu Vertragsverkaufsstellen und der Vorverkauf auf veneziaunica.it. Beim Kauf an Bord gelten zwei gegensätzliche Regeln. Auf dem Schiff muss der Fahrschein beim Einsteigen beim Personal verlangt werden, er wird ausschliesslich über das Kartenlesegerät bezahlt, Bargeld ist ausgeschlossen, und er ist bereits entwertet. Im Bus dagegen wird nur Bargeld genommen, der Betrag muss passend sein, das Bordticket kostet 3,00 Euro statt 1,50 Euro und muss an Bord entwertet werden. In Strassenbahn und People Mover ist ein Kauf an Bord gar nicht möglich. Entwertet wird bei jedem Fahrtantritt und bei jedem Fahrzeugwechsel, an den Anlegern und in den People-Mover-Stationen an den Säulen, im Bus und in der Tram an Bord. Wer über die App kauft, hält im Bus statt dessen das Ticket bereit und aktiviert es drei Minuten vor dem Einsteigen.

App und Bezahlen. Die offizielle App heisst AVM Venezia Official App und deckt Kauf, Aktivierung und Entwertung ab, sie liest den QR-Code an den Lesegeräten der Anleger. Daneben gibt es Chat&Go by muoversivenezia, einen Verkauf über WhatsApp, der drei Fahrscheine anbietet, das 75-Minuten-Ticket für Bus, Tram und People Mover zu 1,50 Euro, den Aerobus-Fahrschein zu 10,00 Euro und den 75-Minuten-Fahrschein für das gesamte Stadtnetz einschliesslich Schiffe zu 9,50 Euro. Für Karteninhaber gibt es zusätzlich Tap to pay, dabei wird die kontaktlose Bankkarte direkt an den Entwerter gehalten, das System arbeitet nach dem EMV-Standard. Bargeld wird nur im Bus beim Fahrer angenommen. Auf dem Schiff ist Bargeld seit Juli 2024 ausgeschlossen. Reservierte Fahrscheine und Abos laufen über die Chipkarte Venezia Unica, die auch in der App registriert werden kann.

Welches Ticket. Der Standardfahrschein für das gesamte Stadtnetz einschliesslich Schiffe kostet 9,50 Euro und gilt 75 Minuten ab der ersten Entwertung, Umsteigen eingeschlossen. Wer nur an Land unterwegs ist, also Bus, Tram und People Mover ohne Schiff, zahlt 1,50 Euro für dieselben 75 Minuten, ein Zehnerheft dafür kostet 14,00 Euro. Die Zeitkarten heissen offiziell Venezia Daily Pass und Biglietti 2, 3 e 7 giorni und kosten 25,00 Euro für 24 Stunden, 35,00 Euro für 48 Stunden, 45,00 Euro für 72 Stunden und 65,00 Euro für 168 Stunden, jeweils ab der ersten Entwertung. Umgerechnet entspricht die 24-Stunden-Karte 2,6 Einzelfahrten, die 48-Stunden-Karte 3,7, die 72-Stunden-Karte 4,7 und die Wochenkarte 6,8 Einzelfahrten. Im Venezia Daily Pass sind zusätzlich die Regionalzüge von Trenitalia innerhalb der Gemeinde enthalten, also Santa Lucia, Porto Marghera, Mestre, Carpenedo und Mestre Ospedale. Reisende zwischen 6 und 29 Jahren bekommen eine 72-Stunden-Karte für 27,00 Euro, dafür ist die Rolling-Venice-Karte für 6,00 Euro nötig, die es an den Venezia-Unica-Schaltern gibt. Alle Tages- und Mehrtageskarten schliessen Fahrten von und zum Flughafen aus. Wer sie dort trotzdem nutzen will, kauft gleichzeitig einen Aufschlag von 7,00 Euro für eine Richtung oder 13,00 Euro für hin und zurück, nachträglich geht das nicht.

Tarifzonen. Keine Zonen. Ein Preis gilt im ganzen Stadtgebiet bis Lido, Pellestrina, Punta Sabbioni und Chioggia Vigo. Ausgenommen sind alle Fahrten von und zum Flughafen sowie die Linien 16, 19, Casinò und sämtliche Alilaguna-Boote.

Tipp. Linie 1 fährt den ganzen Canal Grande entlang und ist die billigste Stadtrundfahrt.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Der Bahnhof liegt direkt am Canal Grande. Auf dem Festland liegt Venezia Mestre, dort ist es billiger.

Fernverkehr. Der Kopfbahnhof am Canal Grande ist Endpunkt aller Linien, alle Züge wenden hier. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr fährt weitgehend im Stundentakt. Nach Rom Termini und Neapel Centrale geht jeweils zur Minute 26 ein Frecciarossa, nach Mailand Centrale zur Minute 48 beziehungsweise 22, dazu einzelne Züge nach Turin Porta Nuova und ein Langläufer nach Lecce. Grenzüberschreitend fährt ein EuroCity um 9.52 Uhr zum Brenner mit Anschluss Richtung Österreich und Deutschland. Nachts verkehrt ein Intercity Notte um 22.05 Uhr nach Rom, in der Gegenrichtung startet um 6.35 Uhr ein Intercity Notte nach Triest. Der Regionalverkehr ist dicht und bedient Padua, Verona, Bologna, Treviso, Udine, Triest, Bassano del Grappa, Conegliano, Portogruaro und Adria. Nach Venezia Mestre auf dem Festland fahren durchgehend Regionalzüge, diese Strecke ist im Venezia Daily Pass enthalten. Eine Bahnstation am Flughafen Marco Polo ist im Fahrplansystem angelegt, wird aber von keinem Zug bedient.

Betriebszeiten. Erste Abfahrt 4.51 Uhr Richtung Verona, der erste Frecciarossa um 5.26 Uhr nach Rom. Abends fahren die letzten Züge kurz nach 23 Uhr, an Sonntagen noch 0.13 Uhr nach Treviso.

Flughäfen

VCE

In die Stadt. ATVO-Expressbus in 20 Minuten nach Mestre FS. Alilaguna blaue Linie in rund 80 Minuten bis San Zaccaria und rund 115 Minuten bis Santa Lucia. Orange Linie in gut einer Stunde bis Rialto.

Taktung. ATVO ab Flughafen 6.10 bis 1.10 Uhr, Gegenrichtung 4.20 bis 0.40 Uhr. Alilaguna blau 5.20 bis 0.20 Uhr mindestens stündlich, orange 8.35 bis 23.05 Uhr stündlich.

TSF

In die Stadt. ATVO-Linie 351 in 40 Minuten zwischen Venezia Piazzale Roma und dem Flughafen, Zwischenhalt Mestre FS nach 25 Minuten.

Taktung. Ab Venezia Piazzale Roma von 4.20 Uhr an, danach überwiegend alle 30 bis 60 Minuten bis in den frühen Abend.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
C · F · L
Zeitzone
Europe/Rome
Verkehr
rechts

Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, Autobahn 130 km/h

Bei Regen gilt auf der Autobahn 110 km/h statt 130, auf Schnellstraßen 90 statt 110. Wer den Führerschein weniger als drei Jahre hat, fährt höchstens 100 km/h auf der Autobahn und 90 km/h auf Schnellstraßen. Innerorts sind 50 km/h die Regel, ausgeschilderte Stadtstraßen erlauben bis zu 70 km/h.

Trinkgeld. Kein Muss. Auf der Rechnung stehen oft coperto oder servizio. Wer zufrieden ist, rundet auf.

Maut. Autobahnen sind überwiegend gebührenpflichtig. Ticket bei der Auffahrt ziehen, bei der Abfahrt zahlen. Keine Vignette.

Zufahrt. Viele Altstädte sind für Auswärtige gesperrt. Kameras erfassen das Kennzeichen, der Bescheid kommt Monate später nach Hause. Zeiten und Zuschnitt unterscheiden sich von Stadt zu Stadt.

Weitere Städte

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