Städtetrip Belfast
Belfast hat die Titanic gebaut und erzählt ihre Geschichte bis zum Untergang. Dazu kommen ein Rathaus aus Portland-Kalkstein, ein viktorianischer Pub mit Holzseparees und eine schiefe Uhr am alten Hafen. Eine fertige Tagesroute führt vom Bahnhof Grand Central über den Lagan bis auf die Hellingen der Werft.
🗺️ Belfast interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Belfast
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Belfast, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
City Hall, Lagan & Titanic
Vom neuen Bahnhof Grand Central zum Grand Opera House von 1895 und schräg gegenüber in den Crown Liquor Saloon mit seinen Separees. Die City Hall zeigt, wie reich die Stadt um 1900 war. Über den St George's Market, der nur von Freitag bis Sonntag öffnet, und die schiefe Albert Memorial Clock geht es ins Cathedral Quarter. Am Big Fish überquerst du den Lagan und folgst dem Ufer ins Titanic Quarter. Erst die SS Nomadic, das letzte Schiff der White Star Line, dann Titanic Belfast auf den Hellingen der Werft.
- Grand Opera House. Gleich hinter dem Bahnhof steht das Theater, das Belfast beinahe verloren hätte. Der Londoner Theaterarchitekt Frank Matcham plante es 1894, im Dezember 1895 war es eröffnet. Den Zuschauerraum ließ er im orientalischen Stil ausmalen, laut dem Theatres Trust ist er wohl das besterhaltene Beispiel dieses Stils in einem britischen Theater. 1972 wurde das Haus geschlossen und an Bauträger verkauft, an seiner Stelle sollte ein Bürohaus entstehen. 1974 kam es als eines der ersten Gebäude Nordirlands unter Denkmalschutz, 1976 kaufte es der Arts Council. Danach traf es der Konflikt direkt. 1991 und 1993 beschädigten Bomben das Theater schwer, meist galten die Anschläge dem Europa Hotel nebenan. Hinein kommst du mit einer Vorstellungskarte oder bei einer Führung.
- Crown Liquor Saloon. Schräg gegenüber steht ein viktorianischer Gin-Palast, wie er im Buche steht. 1885 ließ Patrick Flanagan die alte Railway Tavern umbauen. Fliesen, buntes Glas und Schnitzwerk sollen italienische Handwerker gefertigt haben, die eigentlich für die vielen neuen Kirchen der Stadt nach Belfast gekommen waren und hier nach Feierabend weiterarbeiteten. Drinnen fällt die lange Theke mit der roten Granitplatte auf. An der Wand reihen sich zehn hölzerne Separees, die snugs, mit Metallplatten zum Anreißen von Streichhölzern und einer alten Klingel, mit der man das Personal ruft. Unter der Decke brennen Gaslampen. 1978 kaufte der National Trust das Haus, auf Drängen unter anderem des Dichters John Betjeman. Mittags und am Wochenende ist es voll, ein freies Separee findest du eher kurz nach dem Öffnen.
- Belfast City Hall. Das Rathaus zeigt das Selbstbewusstsein einer Stadt, die Königin Victoria 1888 zur City erhoben hatte. Gebaut wurde es von 1898 bis 1906 nach Plänen von Alfred Brumwell Thomas, aus Portland-Kalkstein und mit einer 53 m hohen Kupferkuppel. Bezahlt hat die Stadt den Bau aus den Gewinnen ihres Gaswerks. Für den Innenausbau holte William Pirrie, früherer Bürgermeister und zugleich Chef der Werft Harland & Wolff, Handwerker aus seiner Werft. Deshalb gelten die Säle als gutes Beispiel dafür, wie die Salons der Titanic ausgestattet waren. An der Ostseite steht das Titanic-Denkmal von 1920, umgeben von einem Gedenkgarten, der an alle Opfer erinnert, Passagiere wie Besatzung. Die Eingangshalle ist zu den Öffnungszeiten zugänglich, Tickets für Führungen und die Ausstellung gibt es am Empfang.
- St George's Market. Ein Stück östlich steht die letzte erhaltene viktorianische Markthalle Belfasts. Der Stadtvermesser J. C. Bretland entwarf den roten Backsteinbau mit Bögen nach dem Vorbild römischer Triumphbögen, eröffnet wurde er 1890. Schau über die Eingänge. Dort stehen der lateinische Wahlspruch der Stadt und der irische Satz „Lámh Dearg na hÉireann“, die Rote Hand Irlands. Im April 1941, nach den deutschen Luftangriffen, war die Halle eine Notleichenhalle. 255 Tote wurden hier aufgebahrt, damit Angehörige sie erkennen konnten. Heute öffnet der Markt nur an drei Tagen. Freitags gibt es Fisch, Trödel und Bücher, samstags vor allem Essen und Kunsthandwerk, sonntags eine Mischung aus beidem. An den anderen Tagen bleibt nur der Blick auf die Fassade.
- Albert Memorial Clock. Am Queen's Square steht Belfasts schiefer Turm. Die Albert Memorial Clock erinnert an Prinz Albert, den 1861 gestorbenen Mann von Königin Victoria, und wurde von 1865 bis 1869 nach einem Entwurf von William J. Barre gebaut. Barre erlebte die Fertigstellung nicht mehr, er starb 1867. Der 34 m hohe Sandsteinturm steht auf Holzpfählen in aufgeschüttetem Sumpfland am früheren Flüsschen Farset. Der Grund gab nach, und die Spitze neigt sich gut 1 m aus dem Lot. In Belfast sagt man deshalb, die Uhr habe „the time and the inclination“, also Zeit und Lust, denn inclination heißt auch Neigung. Eine Sanierung bis 2002 hat die Fundamente verstärkt. Prinz Albert selbst steht als Statue an der Westseite.
- Cathedral Quarter & St Anne's. Ein paar Straßen nördlich beginnt das Cathedral Quarter. Früher lagen hier die Lagerhäuser und Kontore des Leinen- und Werfthandels, heute Pubs, Galerien und Festivals. Seinen Namen hat das Viertel von der Kathedrale St Anne's. Ab 1899 baute man sie rund um die alte Pfarrkirche, in der noch bis Ende 1903 Gottesdienst war. Fertig wurde die Kathedrale erst 1981 mit den Querschiffen. Sie steht auf sleech, weichem Schlick, und 15 m lange Holzpfähle tragen das Schiff. Hinten im Mittelschiff siehst du, wie der Marmorboden auf und ab wellt. Für einen schweren Turm war der Grund zu weich, deshalb sitzt seit 2007 die leichte Edelstahlnadel Spire of Hope auf dem Dach. Drinnen liegt der unionistische Politiker Edward Carson begraben, und ein Tuch mit mehr als 1.500 gestickten Kreuzen erinnert an die Toten der Titanic.
- The Big Fish. Am Donegall Quay liegt ein 10 m langer Lachs aus bedruckten Keramikfliesen. John Kindness schuf ihn 1999 für die Erneuerung des Flussufers. Jede Schuppe zeigt ein Stück Stadtgeschichte, von Bildern aus der Tudorzeit bis zu Zeitungsschlagzeilen und Kinderzeichnungen. Er heißt auch Salmon of Knowledge, nach dem Lachs der Weisheit aus der irischen Sage. Der Ort ist mit Bedacht gewählt. Hier mündete der Farset in den Lagan, ein Flüsschen, das heute unter der High Street fließt. Von ihm hat Belfast seinen Namen, Béal Feirste heißt Mündung des Farset. Gleich daneben überquerst du das Lagan Weir von 1994. Das Wehr hält den Fluss auf gleicher Höhe, vorher legte die Ebbe bei bis zu 3 m Tidenhub übel riechende Schlickbänke frei. Im Lagan Lookout am Kai sitzt die Steuerung des Wehrs mit seinen fünf Toren. Der Fisch ist ein Fotostopp, mehr Zeit braucht er nicht.
- SS Nomadic. Im Hamilton Dock liegt das letzte erhaltene Schiff der White Star Line. Die Nomadic lief im April 1911 in Belfast vom Stapel, gleich neben Olympic und Titanic, und arbeitete als Zubringer in Cherbourg, wo die großen Liner draußen vor Anker gingen. Am 10. April 1912 brachte sie 172 Passagiere zur Titanic, darunter den Millionär John Jacob Astor und Margaret Brown. Entworfen hat sie Thomas Andrews, einer der Konstrukteure der Titanic, der beim Untergang starb. Später war sie Restaurantschiff auf der Seine in Paris. 2006 ersteigerte Nordirland sie für einen Euro über dem Mindestgebot und holte sie zurück. Achte am Rumpf auf die Tiefgangsmarken. Auf der einen Seite stehen sie in Fuß, auf der anderen in Metern.
- Titanic Belfast. Das Finale steht genau dort, wo die Titanic gebaut wurde. Das Haus von 2012 ist 38 m hoch, so hoch wie der Rumpf des Schiffs, und seine kantigen Spitzen erinnern an Schiffsbuge. Rund 3.000 Aluminiumplatten bilden die Fassade. Neun Galerien führen von der boomenden Industriestadt um 1900 über die Werft und den Stapellauf am 31. Mai 1911, dem rund 100.000 Menschen zusahen, bis zum Untergang und zum Wrack am Grund des Atlantiks. Plane zweieinhalb Stunden ein und buche ein Zeitfenster. Danach geh hinaus auf die Hellingen. Dort sind die Umrisse von Titanic und Olympic in voller Größe in den Boden eingelassen und blau beleuchtet. Die Holzbänke rund um das Gebäude stehen in Abständen, die als Morsezeichen den Notruf der Titanic ergeben. Gleich nebenan steht die frühere Zentrale von Harland & Wolff, in deren Zeichensälen Olympic und Titanic entworfen wurden. Seit 2017 ist sie ein Hotel.
So planst du deinen Besuch
Ein Tag reicht. Die Route misst 4,8 km, hat neun Stopps und beginnt am Bahnhof Belfast Grand Central. Allein Titanic Belfast und die SS Nomadic füllen gut drei Stunden. Wer weniger Zeit hat, lässt das Cathedral Quarter aus oder nimmt ab dem Big Fish den Glider G2. Komm am besten von Freitag bis Sonntag, dann ist der St George's Market offen. Die Peace Walls und Wandbilder im Westen der Stadt liegen abseits der Route. Der Giant's Causeway braucht einen eigenen Tag, für den Abend gibt es fünf Tipps.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- The Observatory. Die Bar im 23. Stock des Grand Central Hotel ist keine offene Dachterrasse, sondern ein Glasraum hoch über der Stadt. Dafür siehst du rundum über Belfast, bis zu den gelben Werftkränen Samson und Goliath und zum Cave Hill. Ein eigener Aufzug fährt direkt hinauf. Die Plätze sind knapp, reservieren hilft, und Kinder sind nur zu bestimmten Zeiten erlaubt.
Ausgehviertel
- Cathedral Quarter. Abends verlagert sich Belfast ins Cathedral Quarter. In der Hill Street und der schmalen Gasse Commercial Court liegen Pubs wie The Duke of York und The Dirty Onion dicht beieinander, in vielen spielt am Abend Livemusik. Die Gegend war lange Lager- und Zeitungsviertel, die alten Backsteinfassaden stehen noch. Am Wochenende ist es voll, unter der Woche findest du leichter einen Platz.
Essen & Restaurants
- Mourne Seafood Bar. Gleich neben Kelly's Cellars kommt Fisch auf den Tisch. Die Mourne Seafood Bar serviert Muscheln, Austern und Fisch des Tages, drinnen in mehreren Gasträumen oder draußen im überdachten Hof. Das Haus ist seit Jahren beliebt, abends solltest du reservieren.
Bars & Clubs
- Kelly's Cellars. Kelly's Cellars an der Bank Street wurde 1720 gebaut und gehört zu den ältesten Pubs der Stadt. Niedrige Gewölbe, eine abgegriffene Theke und viel Krimskrams an den Wänden. Eine blaue Tafel erinnert daran, dass sich hier von 1791 bis 1798 die Society of United Irishmen traf. An mehreren Abenden der Woche sitzen Musiker zur traditionellen irischen Session zusammen.
Bühne & Konzerte
- Ulster Hall. Der Konzertsaal von 1862 stammt von William J. Barre, demselben Architekten wie die Albert Memorial Clock. Herzstück ist die Mulholland-Orgel von William Hill & Son, benannt nach dem früheren Bürgermeister Andrew Mulholland, der dafür spendete. Heute spielt hier das Ulster Orchestra. Rockgeschichte hat der Saal auch geschrieben. Am 5. März 1971 spielten Led Zeppelin hier „Stairway to Heaven“ zum ersten Mal live.
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Infos zu Belfast
Nahverkehr
Betreiber. Translink ist der öffentliche Verkehrsbetrieb für ganz Nordirland und betreibt alle Verkehrsmittel in Belfast. Metro ist das Stadtbusnetz mit pinken Bussen auf zwölf Korridoren, die Linien 1 bis 12 sind nach ihren Ausfallstraßen benannt, etwa Antrim Road, Malone Road oder Lisburn Road. Glider sind lilafarbene Schnellbusse auf eigenen Korridoren, die Linie G1 fährt von McKinstry Road im Westen durch das Zentrum zum Park & Ride Dundonald im Osten, die G2 vom Zentrum ins Titanic Quarter bis Queens Road. Alle Metro- und Glider-Busse sind Niederflurbusse mit Platz für einen Rollstuhl. NI Railways betreibt die Vorortzüge nach Bangor, Larne, Portadown und Derry~Londonderry, Ulsterbus und Goldliner die Regional- und Überlandbusse. Der Enterprise-Zug nach Dublin wird gemeinsam von Translink und Iarnród Éireann betrieben.
Liniennetz. Pinke Metro-Busse auf zwölf Korridoren, zwei lilafarbene Glider-Linien und vier Vorortzuglinien ab Grand Central. Ins Titanic Quarter fährt der Glider G2, nach Ost- und Westbelfast der G1.
Verkehrsmittel. Bus · Schnellbus (Glider) · Vorortzug
Betriebszeiten. Translink nennt keine einheitliche Betriebszeit für das Metro-Netz, jede Linie hat ihren eigenen Fahrplan. Auf den Metro-Linien 7a, 8a, 9a und 10a liegen die ersten Abfahrten im Zentrum werktags zwischen 5.45 und 7.15 Uhr, die letzten um 23 Uhr, auch samstags. Sonntags beginnen sie zwischen 7.35 und 9.05 Uhr und enden um 22 Uhr, die 10a schon um 21.15 Uhr. Der Glider G1 fährt montags bis freitags von etwa 5.15 bis 23 Uhr, tagsüber alle 8 bis 9 Minuten, samstags mittags alle 10 Minuten, sonntags von etwa 7 bis 22 Uhr, tagsüber alle 15 Minuten. Der Glider G2 fährt werktags ab May Street (City Hall) von 6.56 bis 22.56 Uhr, tagsüber alle 10 bis 20 Minuten, sonntags von 9.26 bis 21.26 Uhr alle 30 Minuten.
Nachtverkehr. Translink bietet 2026 das ganze Jahr über jeden Freitag und Samstag Spätverkehr an. Elf Metro-Nachtlinien mit Nummern zwischen N1 und N12 fahren ab Donegall Square North, Donegall Square West, Custom House Square und Chichester Street, je nach Linie um Mitternacht und um 2 Uhr oder nur um 1 Uhr. Die N7, N8 und N9 fahren über Great Victoria Street, Dublin Road und weiter Richtung Ormeau Road, Malone Road und Lisburn Road. Es gelten die normalen Tarife, mit mLink oder Bankkarte kostet der ganze Tag höchstens 4 Pfund. Der Glider fährt auch an diesen Nächten nur nach Normalfahrplan. Die letzten Züge ab Grand Central fahren freitags und samstags nach Coleraine um 23.10 Uhr, nach Larne um 23.45 Uhr, nach Bangor um 23.55 Uhr und nach Portadown um 23.59 Uhr. Der Flughafenbus 300 zum Belfast International Airport fährt die ganze Nacht, ab Grand Central zum Beispiel um Mitternacht, 1, 2 und 3 Uhr.
Ticketkauf. Im Metro-Bus kaufst du die Fahrkarte beim Fahrer, bar oder mit kontaktloser Bank- oder Kreditkarte. Mit Karte kannst du dort Papiertickets für mehrere Personen kaufen, bis 45 Pfund je Vorgang. Beim Glider steht an jeder Haltestelle ein Fahrkartenautomat, der Bargeld und Karten nimmt. Gekauft wird vor dem Einsteigen, Kontrolleure sind auf den Glider-Linien unterwegs. Zugtickets gibt es an Automaten und Schaltern in den Bahnhöfen oder beim Zugbegleiter. In Grand Central stehen 12 Automaten. Die aufladbaren Smartlink- und dayLink-Karten gibt es im Visit Belfast Welcome Centre am Donegall Square North 9, aufladen lassen sie sich dort, an den Glider-Automaten und in PayPoint-Geschäften. Im Metro-Bus kannst du nur die dayLink-Karte aufladen, jeweils um einen Tag und nur bar. Den Belfast Visitor Pass verkaufen das Welcome Centre und die Bahnhöfe Grand Central, Lanyon Place und Botanic. Online bestellte Pässe kommen per Post und brauchen bis zu fünf Werktage.
App und Bezahlen. In Metro-Bussen gilt Tap On Only, du hältst die kontaktlose Karte oder das Handy beim Einsteigen einmal an das Gerät des Fahrers und musst dich beim Aussteigen nicht abmelden. Die erste Fahrt des Tages kostet 2,30 Pfund, die zweite 1,70 Pfund, jede weitere ist frei, der Tag kostet höchstens 4 Pfund. Angenommen werden Visa, Mastercard und Maestro sowie Apple Pay und Google Pay, American Express nicht. Im Glider gibt es kein Tap On, dort kaufst du mit der Karte am Automaten der Haltestelle ein Papierticket. Bei NI Railways zahlst du kontaktlos am Schalter, am Automaten oder beim Zugbegleiter. Die App mLink verkauft Tickets für Metro, Glider, NI Railways, Goldliner, ausgewählte Ulsterbus-Linien und den Airport Express 300, bezahlt wird mit Karte, PayPal, Apple Pay oder Google Pay. Die App Translink Journey Planner plant Fahrten, zeigt Metro- und Glider-Busse live auf der Karte und verkauft Zugtickets.
Welches Ticket. Eine Einzelfahrt mit Metro oder Glider kostet 2,30 Pfund, für Kinder 1,15 Pfund. Das Tagesticket in der App mLink kostet 4 Pfund, für Kinder 2 Pfund, und gilt im ganzen Metro- und Glider-Netz. Es kostet so viel wie 1,7 Einzelfahrten. Mit der Bankkarte im Metro-Bus erreichst du denselben Höchstbetrag nach zwei Fahrten automatisch. Der Belfast Visitor Pass kostet für 1, 2 oder 3 aufeinanderfolgende Tage 6, 12 oder 16 Pfund, für Kinder von 5 bis 16 Jahren 3, 6 oder 8 Pfund, dazu 1 Pfund für die Karte. Er gilt in allen Metro- und Glider-Bussen, in NI-Railways-Zügen der Zone 1 bis Cultra, Jordanstown, Mossley West und Derriaghy, in Ulsterbus-Linien innerhalb der Zone und im Airport Express 600 zum City Airport, nicht im Airport Express 300. Drei Tage Visitor Pass kosten 16 Pfund, drei Metro-Tagestickets 12 Pfund. Wer länger bleibt, lädt eine Smartlink-Karte mit 7 Tagen für 17 Pfund oder 10 Fahrten für 20 Pfund, jeweils plus 1 Pfund für die Karte.
Tarifzonen. Translink hat die Zonen im Metro- und Glider-Netz abgeschafft, eine Fahrt kostet unabhängig von der Strecke gleich viel, mit kontaktloser Karte 2,30 Pfund, mit Smartlink 2 Pfund. Im Zug zahlst du nach Start- und Zielbahnhof, die Fahrkarte gilt für die gewählte Strecke. Für den Belfast Visitor Pass gibt es eine eigene Zone. Im Zug reicht sie bis Cultra an der Bangor-Linie, Jordanstown an der Larne-Linie, Mossley West an der Derry-Linie und Derriaghy an der Portadown-Linie, im Bus deckt sie das Metro- und Glider-Gebiet und Ulsterbus-Stadtlinien etwa nach Holywood und Newtownabbey ab.
Tipp. Halte im Metro-Bus einfach deine Bankkarte an das Lesegerät. Nach der zweiten Fahrt hast du 4 Pfund bezahlt, jede weitere Fahrt an diesem Tag kostet nichts.
Links
- Netzpläne Metro, Glider und Bahn
- Fahrpläne
- Kontaktlos zahlen und Preisdeckel
- Ticketarten in der App mLink
- Belfast Visitor Pass
- Nachtverkehr freitags und samstags
- Bahnhof Belfast Grand Central
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Grand Central liegt am Südwestrand der Innenstadt im Linen Quarter, vor dem Bahnhof liegt der neue Platz Saltwater Square. Fußgänger kommen von Glengall Street und von Grosvenor Road hinein, die Eingänge liegen weniger als 200 m vom früheren Europa Buscentre an der Great Victoria Street entfernt. Taxis und Abholer halten an der Boyne Bridge Place. Der Airport Express 600 fährt vom Stand 20 und erreicht Wellington Place nach 2 bis 4 Minuten und Queens Square nach 5 bis 8 Minuten.
Fernverkehr. Belfast Grand Central Station ist seit Herbst 2024 in Betrieb, löst das frühere Europa Buscentre ab und ist der Endbahnhof aller Züge in Belfast. Er hat 8 Bahnsteige und 26 Busstände. Der Enterprise nach Dublin Connolly fährt montags bis samstags 15 Mal von 6 bis 21 Uhr, sonntags 8 Mal von 8.05 bis 20.05 Uhr, über Portadown, Newry, Dundalk und Drogheda. Die Fahrt dauert 2 Stunden 10 Minuten bis 2 Stunden 23 Minuten. Online kostet die einfache Fahrt 14,99 Pfund (Low), 15,99 Pfund (Semi Flexible) oder 16,99 Pfund (Flexible), hin und zurück das Doppelte, online gebuchte Tickets holst du vor der Fahrt am Automaten ab. NI Railways fährt von hier nach Bangor, Larne, Portadown und über Coleraine nach Derry~Londonderry, die Fahrt dorthin dauert gut zwei Stunden. Goldliner-Busse fahren nach Dublin Airport und Dublin, nach Derry~Londonderry und in andere Städte Nordirlands, ebenso die Flughafenbusse 300 und 600. Die Bahnsteige haben automatische Sperren, es gibt Geldautomat, WLAN, Trinkwasserstelle und Changing-Places-Toiletten.
Betriebszeiten. Der Bahnhof ist täglich von 4.30 Uhr bis Mitternacht für alle geöffnet. Zwischen Mitternacht und 4.30 Uhr kommst du durch das Nachttor links vom Haupteingang hinein, wenn du ein gültiges Ticket hast oder am Automaten eines für eine Abfahrt innerhalb der nächsten Stunde kaufst. Bleiben darf nachts nur, wer ein Ticket für eine Nachtverbindung hat. Der Kundenservice ist montags bis samstags von 6.30 bis 19 Uhr besetzt, sonntags von 7.30 bis 18 Uhr. Dort gibt es Fahrkarten, die online oder am Automaten nicht zu haben sind. Im Bahnhof gibt es keine Lautsprecherdurchsagen, Abfahrten stehen auf den Anzeigen an jedem Busstand und Bahnsteig.
Flughäfen
In die Stadt. Der Airport Express 600 fährt vor dem Terminal ab und endet am Stand 20 in Grand Central, unterwegs hält er an Queens Square und Donegall Square South. Laut Fahrplan dauert die Fahrt bis Grand Central 16 bis 25 Minuten. Montags bis freitags fährt der erste Bus am Flughafen um 5.30 Uhr, der letzte um 22 Uhr, tagsüber alle 20 Minuten, abends alle 30 Minuten. Samstags fährt er von 6.05 bis 21.45 Uhr, tagsüber alle 30 Minuten, sonntags von 7.30 bis 21.45 Uhr, tagsüber ebenfalls alle 30 Minuten. Tickets gibt es am Automaten im Wartehäuschen, bar oder mit Karte, beim Fahrer oder per Tap mit der Bankkarte. Der Belfast Visitor Pass gilt im 600. Alternativ fährt NI Railways ab dem Haltepunkt Sydenham an der Bangor-Linie in 18 Minuten über Lanyon Place nach Grand Central. Zum Haltepunkt gehst du am Sydenham Bypass entlang und über eine Fußgängerbrücke mit Treppen. Tickets gibt es beim Zugbegleiter oder in mLink.
In die Stadt. Der Flughafen liegt 18 Meilen (29 km) nordwestlich von Belfast. Der Airport Express 300 von Ulsterbus fährt vor dem Terminal ab und endet in Grand Central, in Richtung Flughafen hält er auch an Queen Street. Er fährt jeden Tag und auch nachts, ab dem Flughafen werktags nach 23 Uhr noch um 23.30, 0.50, 1.50, 2.40 und 3.40 Uhr. Im Berufsverkehr montags bis freitags fährt er alle 15 Minuten, sonst meist alle 20 Minuten. Laut Fahrplan dauert die Fahrt 35 bis 50 Minuten. In mLink kostet die Einzelfahrt 8 Pfund, für Kinder 4 Pfund, eine Rückfahrkarte mit einem Monat Gültigkeit 11 Pfund, für Kinder 5,50 Pfund. Fahrkartenautomaten stehen an der Bushaltestelle des Flughafens und in Grand Central. Der Belfast Visitor Pass gilt im 300 nicht. Am Taxistand rechts vom Ausgang der Ankunftshalle stehen rund um die Uhr die Wagen von Belfast Airport Taxis, dem offiziellen Taxiunternehmen des Flughafens. Andere Taxis dürfen den Stand nicht nutzen, Beispielpreise hängen in der Ankunftshalle aus.
In die Stadt. Die Goldliner-Busse X1 und X2 von Translink verbinden Dublin Airport mit Grand Central. Abfahrt am Flughafen ist Terminal 1, Haltestelle 11, in Richtung Dublin halten sie an Terminal 2. Der X1 fährt stündlich über Newry, Banbridge und Sprucefield und braucht laut Fahrplan rund 2 Stunden 15 Minuten, der schnellere X2 fährt etwa alle zwei Stunden ohne Zwischenhalt in Nordirland in rund 1 Stunde 45 Minuten. Der X1 fährt auch nachts, ab Dublin Airport zum Beispiel um 0.20, 1.20 und 3.20 Uhr. Online kostet die einfache Fahrt von Belfast nach Dublin Airport 9 Pfund (Low), 11 Pfund (Semi Flexible) oder 13 Pfund (Flexible), hin und zurück 14,50, 17,50 oder 21 Pfund. Online gebucht wird bis 60 Minuten vor Abfahrt. Du kannst auch in Euro zahlen, Translink rechnet dann 1 Pfund zu 1,15 Euro.
Eigenheiten
- Glider-Ticket vor dem Einsteigen. Im Glider verkauft niemand Fahrkarten und Tap On mit der Bankkarte gibt es dort nicht. Das Ticket kaufst du vorher am Automaten der Haltestelle, bar oder mit Karte, oder in der App mLink. Smartlink-Karten hältst du an der Haltestelle an das Prüfgerät. Im Glider-Netz sind Kontrolleure unterwegs.
- Eigene nordirische Pfundnoten. Drei Banken geben in Nordirland eigene Pfundnoten aus, Bank of Ireland (UK), Danske Bank und Ulster Bank. Gesetzliches Zahlungsmittel sind in Nordirland nur die Münzen der Royal Mint, keine Banknoten. Welche Scheine ein Geschäft annimmt, entscheidet es selbst.
- Grand Central ist Endbahnhof. Alle Züge beginnen und enden in Grand Central. Wer mit der Portadown-Linie kommt und nach Botanic, City Hospital, Lanyon Place oder York Street will, steigt in Grand Central um, ebenso für die Linien nach Bangor, Larne und Derry~Londonderry. Für das Umsteigen rät Translink, mehr Zeit einzuplanen.
Gut zu wissen
- Währung
- GBP £
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- G
- Zeitzone
- Europe/London
- Verkehr
- links
Tempolimits. innerorts 30 mph (48 km/h), außerorts 60 mph (96 km/h), Autobahn 70 mph (112 km/h)
Die Limits gelten in mph, nicht in km/h, das Tacho-Umdenken kostet am Anfang Konzentration. In Wales gilt seit September 2023 innerorts standardmäßig 20 mph statt 30 mph, ein eigener Wert nur für diesen Landesteil. Auf einspurigen Landstraßen ohne Zusatzschild sinkt das Tempo von 70 auf 60 mph, erkennbar nur am kleinen durchgestrichenen Kreisschild, leicht zu übersehen.
Trinkgeld. Im Restaurant zehn Prozent, oft steht schon ein service charge auf der Rechnung. Im Pub wird an der Theke bestellt und nicht getrunkgeldet.
Maut. Autobahnen sind kostenlos. Gebühren fallen an einzelnen Brücken und Tunneln an, etwa am Dartford Crossing und der Mersey Gateway, meist online im Nachhinein zu zahlen.
Zufahrt. London erhebt eine Innenstadtgebühr und zusätzlich die ULEZ für ältere Fahrzeuge, beides kameraüberwacht. Weitere Städte haben Clean Air Zones. Nicht zahlen wird teuer.
