Städtetrip Palma
Palma hat mehr als Strand. Eine gotische Kathedrale direkt am Meer, in der Gaudí den Chor versetzte, ein Königspalast auf maurischen Mauern, arabische Bäder und eine kreisrunde Burg über der Bucht. Eine fertige Tagesroute führt vom Bahnhof bis Es Baluard, und die Holzbahn nach Sóller wartet als Ausflug.
🗺️ Palma interaktiv öffnen mit Karte & NavigationUnsere Rundgänge durch Palma
Fertige Routen ab der Station führen dich durch Palma, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.
Altstadt & La Seu
Vom Bahnhof an der Plaça d'Espanya in die Markthalle Olivar und zur Plaça Major, wo bis 1823 die Inquisition saß, mit Modernisme-Fassaden gleich daneben. In Sant Francesc liegt Ramon Llull, in den Banys Àrabs überdauert ein Raum aus dem muslimischen Madina Mayurqa. Dann La Seu mit Gaudís Baldachin-Modell und Barcelós Keramikkapelle, gegenüber der Königspalast Almudaina. Am alten Hafen trägt Sa Llotja ihre Wasserspeier, in der Bastion Es Baluard hängt moderne Kunst.
- Mercat de l'Olivar. Der Tag beginnt dort, wo Palma selbst einkauft. Die Markthalle an der Plaça de l'Olivar öffnete 1951, entworfen hatte sie Gaspar Bennàssar schon 1914. Erst nach mehreren Umplanungen fassten Gabriel Alomar und Enric Juncosa alles in einem Bau in L-Form zusammen. Schon vorher lag an diesem Platz der städtische Markt, unter der Halle parken heute Autos auf 380 Plätzen. Drinnen liegen Fisch, Fleisch, Obst, Käse und Wurst, dazwischen stehen Tresen, an denen Händler und Kundschaft Tapas essen.
- Plaça Major. Der rechteckige Platz mit seinen Arkaden wirkt wie aus einem Guss, doch hier stand bis 1823 der Sitz der Inquisition. Nach dem Abriss vergingen zehn Jahre, bis gebaut wurde. Der erste Flügel war 1838 fertig, das Ensemble wuchs bis weit ins 20. Jahrhundert, samt Tiefgarage unter dem Pflaster. Geh an der Südseite hinaus zur Plaça del Marquès del Palmer. Dort stehen zwei Häuser des katalanischen Modernisme Wand an Wand, L'Àguila von Gaspar Bennàssar und Can Forteza Rey, beide aus der Zeit um 1908 und mit bunter Keramik verkleidet. Rund 150 m westlich zeigt an der Plaça Weyler das Gran Hotel von Lluís Domènech i Montaner, eröffnet 1903, wie Palma um 1900 seine Luxusgäste empfing.
- Basílica de Sant Francesc. Von außen wirkt die Kirche schlicht, die glatte Fassade stammt aus dem 17. Jahrhundert, nur das Barockportal mit der Rosette sticht heraus. Gebaut wurde die gotische Saalkirche ab 1281. Links vom Altarraum liegt das gotische Grabmal aus dem 15. Jahrhundert für den Philosophen und Mystiker Ramon Llull. Daneben öffnet sich der Kreuzgang mit sehr dünnen Säulen und gelappten Bögen, gewachsen vom 14. bis ins 17. Jahrhundert. In diesem Kloster studierte Juníper Serra, der später neun der 21 spanischen Missionen in Kalifornien gründete, von San Diego bis San Francisco. Dass Papst Franziskus ihn 2015 heiligsprach, kritisierten indigene Gemeinschaften scharf, sie werfen ihm vor, eine brutale koloniale Unterwerfung geleitet zu haben. Anders als in der Kathedrale ist es hier meist ruhig.
- Banys Àrabs. Durch einen Hufeisenbogen trittst du in einen der wenigen Räume, die aus der muslimischen Zeit Mallorcas geblieben sind. Bis zur Eroberung durch Jaume I. im Jahr 1229 hieß die Stadt Madina Mayurqa. Erhalten ist ein fast würfelförmiger Saal, der zu einem Bad gehörte. Zwölf Säulen mit Hufeisenbögen tragen eine Kuppel, durch kleine Öffnungen darin fällt Licht. Schau dir die Kapitelle an. Sie passen nicht zueinander, vermutlich wurden sie aus älteren Bauten geholt. Meist wird das Bad ins 11. Jahrhundert datiert, manche Angaben nennen das 10. Draußen liegt ein schattiger Garten, einst Teil des Herrenhauses Can Serra, das der Gasse ihren Namen gab.
- La Seu (Catedral de Mallorca). Wer übers Meer kommt, sieht sie zuerst. Nach der Eroberung 1229 begann an der Stelle der Hauptmoschee von Madina Mayurqa der Bau, die Moschee wurde Stück für Stück abgetragen, geweiht wurde die Kathedrale 1601. Innen steigt das Mittelschiff mehr als 40 m hoch, getragen von auffallend schlanken achteckigen Pfeilern. Über dem Altar leuchtet eine der größten gotischen Rosetten, ihr Maßwerk bildet einen sechszackigen Stern. Zwei Künstler haben den Raum verändert. Antoni Gaudí holte ab 1904 den Chor aus der Mitte des Schiffs, und der Baldachin, der über dem Altar an Seilen hängt, ist nur das Modell seines nie vollendeten Entwurfs. In der Kapelle Sant Pere überzog Miquel Barceló von 2001 bis 2006 die Wände mit 300 m² Keramik voller Fische und Meerestiere.
- Palau de l'Almudaina. Gegenüber dem Hauptportal der Kathedrale steht der Palast, der vor ihr da war. Seine Mauern gehen auf die muslimische Burg zurück, die die Eroberer Zuda nannten, und sollen römische Wurzeln haben. Von 1281 bis 1343 bauten die Könige von Mallorca sie zum gotischen Palast um, Vorbild war ihr Palast in Perpignan. Mallorca war damals ein eigenes Königreich, erst 1349 kam es endgültig an die Krone Aragón. Achte auf die Kapelle Santa Anna und die großen Säle des Erdgeschosses, das Obergeschoss ließ Karl V. im 16. Jahrhundert aufsetzen. Bis heute ist die Almudaina offizielle Residenz des spanischen Königs auf Mallorca und Ort des jährlichen Empfangs, im Sommer wohnt die Familie aber im Palast Marivent.
- Sa Llotja. Am alten Hafen ließ die Kaufmannsgilde von 1426 bis 1447 ihre Börse bauen. Ihr Architekt Guillem Sagrera gab dem Handelshaus das Aussehen einer kleinen Festung, mit achteckigen Ecktürmen und Zinnen. Die Südseite gehörte zur Seemauer und spiegelte sich früher direkt im Wasser, heute liegen Straße und Promenade davor. Über dem Hauptportal wacht der Schutzengel der Kaufleute. Such oben die Wasserspeier in Form von Löwen und Drachen. Innen tragen sechs gedrehte Säulen ohne Kapitelle drei gleich hohe Schiffe, die Seidenbörse in Valencia ahmte das später nach. Der Saal öffnet nur bei Ausstellungen, meist bleibt es beim Blick von außen.
- Es Baluard. Die Bastion Sant Pere entstand im späten 16. Jahrhundert nach Plänen des italienischen Festungsbauers Giacomo Palearo, genannt Fratin, als Teil des Mauerrings, der Palma bis ins frühe 20. Jahrhundert umschloss. 1952 gab das Militär sie auf, die neuen privaten Besitzer wollten bauen, und 1963 zerstörte eine Sprengung mit Kalkbomben einen Teil der Mauer. Nach dem Protest der Bürger nahm der Staat die Bastion zurück und ließ die Mauer wieder aufbauen. Seit 2004 steckt ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst aus Beton und Glas in den alten Mauern, mit Werken von Miró, Picasso und Barceló. Im Aljub, einer Zisterne aus den 1640er Jahren, die einst Schiffe mit Trinkwasser versorgte, laufen Installationen und Konzerte.
So planst du deinen Besuch
Für die Altstadt reicht ein Tag. Die Route misst 3,4 km mit acht Stopps, beginnt am Bahnhof Plaça d'Espanya und endet an der Bastion Es Baluard. Bei wenig Zeit lässt du Sant Francesc und Sa Llotja aus. Das Castell de Bellver über der Stadt ist ein eigener Tipp für den Nachmittag. Montags haben Almudaina, Es Baluard und Bellver zu, sonntags La Seu für Besucher. Auf den Straßenschildern steht Carrer statt Calle, Mallorca spricht Katalanisch. Gib der Holzbahn nach Sóller einen eigenen Tag, sie fährt am selben Bahnhof ab. Fünf Abendtipps liegen bereit.
Ausgehen & Nachtleben
Rooftop-Bars
- Sky Bar im Hostal Cuba. Das Haus in Santa Catalina ist über hundert Jahre alt und beherbergte früher Seeleute und Fischer. Heute ist es ein Hotel, und auf dem Dach mischt die Bar abends Cocktails. Von oben siehst du die Bucht und einen Teil der Stadt, die Kathedrale ragt über die Bäume. Dazu legen DJs auf oder es spielt Livemusik.
Ausgehviertel
- Santa Catalina. Santa Catalina war das Viertel der Fischer und Arbeiter vor der Stadtmauer. Viele Häuser haben nur ein oder zwei Geschosse und mallorquinische Fensterläden, dazwischen stehen Fassaden aus der Zeit des Modernisme. Heute gilt es als eines der Feinschmeckerviertel der Insel, mit vielen Lokalen rund um den alten Mercat de Santa Catalina. Am Rand des Viertels stehen auf dem Hügel des Jonquet noch die alten Windmühlen.
Essen & Restaurants
- Celler Sa Premsa. Im Mai 1958 machte der gelernte Bankkaufmann Antonio Mayol, ganz ohne Erfahrung in der Gastronomie, aus einem alten Lagerhaus ein Lokal für mallorquinische Küche. Die riesigen Weinfässer an den Wänden sind bis heute das Markenzeichen, geführt wird der Celler inzwischen von der dritten Generation. Auf der Karte stehen Gerichte der Insel, im Saal sitzen Einheimische neben Reisenden.
Bars & Clubs
- Abaco. Die Cocktailbar sitzt in Can Marcel, einem denkmalgeschützten Stadthaus hinter Sa Llotja. Bekannt ist sie für ihre überladene Dekoration und klassische Musik im Hintergrund. Freitags spät sollen von einer Galerie über dem Kamin Rosenblätter herabregnen. Das ist Theater, und genau dafür kommt man her. Getrunken wird hier, gegessen woanders.
Bühne & Konzerte
- Teatre Principal. Palmas Opernhaus wurde am 19. November 1857 eröffnet, nach dem Vorbild des Liceu in Barcelona, mit Logen in Hufeisenform. Knapp sieben Monate später, nach einer Aufführung von Verdis „Macbeth“, brannte es in der Nacht aus, die Ursache wurde nie geklärt. 1860 spielte das wiederaufgebaute Haus wieder, heute gehört es dem Inselrat und zeigt Oper, Tanz und Theater.
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Infos zu Palma
Nahverkehr
Betreiber. Die Stadtbusse betreibt die Empresa Municipal de Transports Urbans de Palma, S.A. (EMT Palma), deren Kapital vollständig der Stadt Palma gehört. Ihre Flotte umfasst 256 Busse, darunter die Flughafenlinien A1 (Aeroport, Palma Centre) und A2 (Aeroport, s'Arenal) sowie vier Nachtlinien. Das Inselnetz trägt die Marke TIB (Transports de les Illes Balears) und wird vom Consorci de Transports de Mallorca (CTM) koordiniert. Dazu gehören die Überlandbusse der Liniengruppen 100 bis 500, eigene Flughafenbusse in die Urlaubsorte (A11, A32, A33, A42, A43, A51) sowie die Bahn von Serveis Ferroviaris de Mallorca (SFM) mit den Zuglinien T1 nach Inca, T2 nach sa Pobla und T3 nach Manacor und der Metrolinie M1 zur Universität (UIB) und zum ParcBit. Seit März 2026 lässt sich in allen EMT-Bussen mit derselben kontaktlosen Bankkarte zahlen wie in TIB-Bussen, Zügen und Metro.
Liniennetz. 42 Stadtbuslinien der EMT, davon vier Nachtlinien, dazu eine Metrolinie zur Universität und drei Zuglinien ins Inselinnere. Zug, Metro und Überlandbusse starten an der Estació Intermodal an der Plaça d'Espanya, wo auch die Flughafenlinie A1 hält.
Verkehrsmittel. Bus · Metro · Regionalzug
Betriebszeiten. Nach dem EMT-Fahrplan, der seit dem 10. September 2026 gilt, beginnen die Stadtbuslinien werktags je nach Linie zwischen 5.25 und 7.55 Uhr. Die letzten Fahrten liegen zwischen 19.45 Uhr (Linie 34) und 2.12 Uhr (Linie 35). Die Linien 3, 7 und 8 fahren bis 0.30 Uhr, die 4 bis 0.45 Uhr, die 25 zwischen s'Arenal und der Kathedrale bis 1.55 Uhr. Die Flughafenlinie A1 startet am Flughafen von 5.30 bis 3.10 Uhr, in der Gegenrichtung ab Passeig Mallorca von 4.17 bis 0.20 Uhr, dazu eine letzte Fahrt um 3.30 Uhr. Die Züge T1, T2 und T3 verlassen Palma montags bis freitags von 5.45 bis 22.20 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 6.10 bis 22.10 Uhr. Die Metro M1 fährt ab der Estació Intermodal montags bis freitags von 6.35 bis 21.35 Uhr, samstags von 7 bis 14.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gar nicht.
Nachtverkehr. Freitags, samstags und vor Feiertagen fahren vier Nachtlinien der EMT, alle über die Umsteigestelle Pl. Espanya. Die N1 (Portopí, Porta des Camp) fährt halbstündlich, ab Porta des Camp von 23.55 bis 5.55 Uhr, ab Portopí von 0.30 bis 6.30 Uhr. Die N2 (Can Blau, Can Valero), die N3 (Germans Escalas, sa Indioteria) und die N4 (pl. Progrés, Pont d'Inca) fahren stündlich, jeweils etwa von Mitternacht bis gegen 6 Uhr. An den übrigen Tagen bleiben nach Mitternacht nur wenige Tageslinien in Betrieb, etwa die 25 bis 1.55 Uhr und die 35 bis 2.12 Uhr. Die Flughafenlinie A1 fährt jede Nacht, ab Flughafen mit Abfahrten um 1.15, 2.15 und 3.10 Uhr. Die letzten Züge verlassen Palma gegen 22.20 Uhr, die letzte Metro um 21.35 Uhr.
Ticketkauf. Bei der EMT gibt es seit Ende Januar 2026 keine Zehnerkarten, Einzelkarten zum Vorauskaufen und keine eigenen Flughafen- oder Hafentickets mehr. Du zahlst entweder bar beim Fahrer, der höchstens 10 Euro Wechselgeld herausgibt, oder du hältst eine kontaktlose Debit- oder Kreditkarte beim Einsteigen an den Entwerter. Ein Ticket vorher kaufen musst du dafür nicht. In Zug und Metro gibt es Einzelfahrscheine an den Automaten aller Stationen, bar oder mit Karte bezahlt, sowie an den Schaltern der Estació Intermodal in Palma und der Bahnhöfe Inca und Manacor. Ein Bahnticket gilt nur für die Fahrt auf der Schiene und nicht für einen Umstieg in den Bus. In den TIB-Überlandbussen verkauft der Fahrer Einzelfahrscheine nur gegen Bargeld, Scheine bis 20 Euro, ohne Umstiegsrecht. Die Tarjeta Única lässt sich in EMT-Bussen nicht aufladen, wohl aber an den Bahnautomaten, online und bar im TIB-Bus in Beträgen von 5 bis 50 Euro.
App und Bezahlen. Mit einer kontaktlosen Debit- oder Kreditkarte (Visa, Mastercard, Maestro) fährst du ohne vorher gekauften Fahrschein. In den EMT-Stadtbussen wird nur beim Einsteigen entwertet. In TIB-Bussen, Zügen und Metro hältst du die Karte beim Einsteigen und beim Aussteigen an das Lesegerät. Wer das Aussteigen nicht bestätigt, zahlt bei TIB 0,30 Euro Aufschlag pro Person. Für eine Gruppe wird dieselbe Karte so oft angehalten, wie Personen mitfahren, höchstens fünfmal. Abgebucht wird am Folgetag als Gesamtbetrag. Die Bank kann vorher bis zu 20 Euro vormerken und gibt sie danach wieder frei. Die App EMT Palma zeigt Linien, Fahrpläne, Haltestellen und Ankunftszeiten in Echtzeit, befindet sich aber noch im Testbetrieb. In der App TIB Mallorca lässt sich nur eine Tarjeta Única als virtuelle Karte (TUvirtual) aufs Handy laden, ein Ticketkauf für Gäste ohne diese Karte ist dort nicht vorgesehen.
Welches Ticket. Im EMT-Stadtbus gilt die Barfahrt (Billete sencillo) ohne Umstiegsrecht. Zum Hafen kostet sie so viel wie in der Stadt, zum Flughafen mit A1 oder A2 mehr. Aktuelle Preise nennt die EMT Palma. Mit kontaktloser Bankkarte gibt die EMT 40 Prozent Rabatt für die erste Person, für jede weitere Person mit derselben Karte steigt der Rabatt, bis zu fünf Personen. Kinder unter 5 Jahren fahren in Begleitung eines Erwachsenen gratis. Im Zug und in der Metro kostet ein Einzelfahrschein für 0 Zonensprünge 1,80 Euro, für 1 Sprung 2,70 Euro und für 4 Sprünge 5,40 Euro, genauso viel wie mit Bankkarte für eine Person. Im TIB-Überlandbus kostet die Barfahrt 3 Euro (0 Sprünge) bis 9 Euro (4 Sprünge), auf den TIB-Flughafenlinien 6,75 bis 13,50 Euro. Mit Bankkarte zahlt eine Person dort 1,80 Euro statt 3 Euro, also 60 Prozent des Barpreises, die fünfte Person einer Gruppe 1,20 Euro. Die Tarjeta Única hat 2026 die Tarjeta Ciudadana abgelöst und macht das ganze Jahr 2026 alle Fahrten bei EMT, TIB, Zug und Metro kostenlos. Sie gibt es aber nur für Einwohner von Mallorca und seit 9. März 2026 auch von Menorca, Ibiza und Formentera, mit Ausweis mit Inseladresse oder Meldebescheinigung. Für Urlauber bleiben Bargeld und Bankkarte.
Tarifzonen. Bei der EMT kosten Fahrten in der Stadt und zum Hafen gleich viel, Fahrten zum oder vom Flughafen mehr. Aktuelle Preise nennt die EMT Palma. Die Flughafenlinien A1 und A2 dürfen nur für Fahrten zum oder vom Flughafen genutzt werden, Fahrten zwischen zwei Haltestellen in der Stadt sind darauf nicht erlaubt. Zug, Metro und TIB-Busse nutzen ein Zonensystem, bei dem der Preis nach der Zahl der überquerten Zonengrenzen (saltos) steigt. Mehr als 4 Sprünge werden nie berechnet, auch auf langen Fahrten. Mit Bankkarte sind bei TIB bis zu 2 Umstiege auf 3 Linien erlaubt, wenn zwischen dem Aussteigen und dem nächsten Einsteigen höchstens 60 Minuten liegen.
Tipp. Gib dem Stadtbus rechtzeitig ein Handzeichen. Der Fahrer darf niemanden einsteigen lassen, sobald der Bus angefahren ist oder außerhalb der Haltestelle steht, auch nicht an einer Ampel daneben.
Links
- EMT Palma, Tarife
- EMT Palma, Netzplan und Fahrpläne
- TIB, mit der Bankkarte fahren
- TIB, Zug- und Metrolinien
- TIB, Estació Intermodal Palma
- EMT Palma, Fragen zur Tarjeta Única
- Netzplan
Anreise
Hauptbahnhof
Lage. Die Estació Intermodal liegt an der Plaça d'Espanya am Nordrand der Altstadt. Bis zur EMT-Haltestelle Parc de la Mar unterhalb der Kathedrale sind es 1,4 km Luftlinie. Die EMT-Haltestelle heißt pl. d'Espanya, Estació Intermodal, hier halten unter anderem die Flughafenlinie A1 und die Linien 16, 19 und 33. Alle vier Nachtlinien fahren über die Umsteigestelle an der Plaça d'Espanya. Die Linie 1 fährt von der Plaça d'Espanya über den Passeig Marítim zu den Fährterminals in Portopí (Estacions Marítimes 1 bis 4).
Fernverkehr. Auf Mallorca gibt es keinen Fernverkehr auf der Schiene, die Rolle des Hauptbahnhofs übernimmt die Estació Intermodal an der Plaça d'Espanya. Hier treffen die Überlandbusse des TIB-Netzes, die Züge von SFM und die Metro zusammen. Die Linie T1 fährt in 36 Minuten nach Inca, die T2 in 56 Minuten nach sa Pobla und die T3 in 72 Minuten nach Manacor, alle drei über Marratxí und Inca. Montags bis freitags fährt zur Hauptverkehrszeit alle 10 Minuten ein Zug ab Palma, sonst alle 20 Minuten. Am Wochenende und an Feiertagen fahren abwechselnd T2 und T3 jede halbe Stunde, die T1 dann nicht. Die Metro M1 fährt über Son Sardina zur Universität (UIB) und zum ParcBit. Die TIB-Überlandbusse aus allen Teilen der Insel enden ebenfalls hier. In der Station gibt es eine Informationsstelle für den Überlandverkehr, Gepäckschließfächer, Toiletten, Cafés und einen Supermarkt. Fahrkarten verkaufen Automaten und Schalter.
Betriebszeiten. Die Estació Intermodal ist von Montag bis Sonntag von 5.30 bis 1.30 Uhr geöffnet. Die Züge verlassen Palma montags bis freitags von 5.45 bis 22.20 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 6.10 bis 22.10 Uhr. Die Metro M1 fährt werktags von 6.35 bis 21.35 Uhr und samstags von 7 bis 14.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen fährt sie nicht. Schalter gibt es in der Estació Intermodal sowie in den Bahnhöfen Inca und Manacor, Automaten in allen Stationen.
Flughäfen
In die Stadt. Die EMT-Linie A1 (Aeroport, Palma Centre) hält am Terminal auf Ebene 0 (Ankunft) und Ebene 2 (Abflug). Sie fährt über Palau de Congressos, Porta des Camp, die Umsteigestelle Sindicat und die Plaça d'Espanya mit der Estació Intermodal bis Passeig Mallorca, Jaume III. Bis zur Endstation braucht sie laut Fahrplan 25 Minuten, in der Gegenrichtung 30 Minuten. Ab Flughafen fährt sie täglich von 5.30 bis 3.10 Uhr, werktags tagsüber alle 15 Minuten, samstags, sonntags und feiertags alle 12 Minuten, nach Mitternacht seltener. Richtung Flughafen startet sie am Passeig Mallorca von 4.17 bis 0.20 Uhr und noch einmal um 3.30 Uhr. Die Barfahrt gilt ohne Umstieg, mit kontaktloser Bankkarte gibt es 40 Prozent Rabatt für die erste Person. Aktuelle Preise nennt die EMT Palma. Die A1 darf nur für Fahrten zum oder vom Flughafen genutzt werden. Die Linie A2 fährt nach s'Arenal, ab Flughafen von 6.15 bis 1.15 Uhr. Die Linie 34 verbindet den Flughafen mit dem Krankenhaus Son Espases. TIB-Flughafenbusse fahren direkt in die Urlaubsorte, etwa die A11 nach Peguera. Taxis warten auf Ebene 0 der Ankunft. Eine Taxifahrt ab Flughafen kostet mindestens 16,95 Euro, darin sind Grundgebühr, Flughafenzuschlag von 4,65 Euro und die ersten 7 km enthalten. Danach kostet jeder Kilometer werktags von 7 bis 21 Uhr 1,20 Euro, nachts, am Wochenende und an Feiertagen 1,35 Euro. Gepäck kostet keinen Aufschlag.
Eigenheiten
- Mit ausländischem Auto in die Umweltzone nur nach Anmeldung. Für die Zona de Baixes Emissions im Zentrum von Palma muss ein im Ausland zugelassenes Auto 5 Tage vor der Einfahrt über ein Formular auf mobipalma.mobi angemeldet werden. Dazu gehören Ausweis, Fahrzeugschein, Nachweis der Euro-Norm, Eigentumsnachweis und das Ticket der Anreise auf die Insel. Die Erlaubnis gilt 30 Tage. Bis Ende 2026 kommen Benziner ab Euro 3 und Diesel ab Euro 4 hinein, ab 2027 Diesel nur noch mit Euro 6. Bußgelder werden seit dem 1. Juli 2025 verhängt.
- Flughafenbusse nicht für Stadtfahrten. Die EMT-Linien A1 und A2 halten zwar an Stationen wie Porta des Camp und der Plaça d'Espanya, dürfen aber nur für Fahrten zum oder vom Flughafen genutzt werden. Wer innerhalb der Stadt fährt, nimmt eine normale Linie, die kostet weniger.
- Beim Aussteigen noch einmal die Karte zeigen, aber nicht überall. In TIB-Bussen, Zügen und Metro hältst du die Bankkarte beim Ein- und beim Aussteigen ans Lesegerät, sonst kostet es 0,30 Euro Aufschlag pro Person. Im Stadtbus der EMT wird nur beim Einsteigen entwertet. Eine Gruppe nutzt eine Karte und hält sie beim Einsteigen für jede Person einmal an, beim Aussteigen aus dem Bus nur einmal.
Gut zu wissen
- Währung
- EUR €
- Notruf
- 112
- Steckertyp
- C · F
- Zeitzone
- Europe/Madrid
- Verkehr
- rechts
Tempolimits. innerorts 20/30/50 km/h (gestuft), außerorts 90 km/h, Autobahn 120 km/h
Seit Mai 2021 gilt innerorts ein dreistufiges System statt eines einheitlichen Werts. 20 km/h auf Straßen mit einer Ebene für Fahrbahn und Gehweg, 30 km/h auf Straßen mit einer Fahrspur je Richtung, 50 km/h erst ab zwei Fahrspuren je Richtung. Damit sind die meisten Innenstadtstraßen inzwischen auf 30 km/h begrenzt, was Besucher aus Ländern mit durchgängig 50 km/h überrascht. Ein dichtes Netz aus festen und mobilen Radaranlagen kontrolliert konsequent, Bußgelder aus Mietwagen kommen oft erst Wochen später per Post.
Trinkgeld. Kein Muss. Ein paar Münzen oder fünf Prozent bei gutem Service reichen völlig.
Maut. Ein Teil der Autobahnen ist gebührenpflichtig, erkennbar am AP im Namen. Die als A bezeichneten Strecken sind frei.
Zufahrt. Städte über 50.000 Einwohner müssen Umweltzonen einrichten. Madrid und Barcelona kontrollieren per Kamera, ausländische Fahrzeuge müssen sich vorab online registrieren.
