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Vereinigtes Königreich · Städtetrip

Städtetrip Cardiff

Cardiff ist erst seit 1955 Hauptstadt, die Burg aber steht auf römischen Mauern. Dazu kommen ein Märchenschloss aus Kohlegeld, ein Stadion mit Schiebedach mitten in der Stadt und Passagen unter Glas. Eine fertige Tagesroute führt vom Bahnhof über Burg und Museum bis ans Parlament in der Bucht.

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Unsere Rundgänge durch Cardiff

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Cardiff, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Burg, Arkaden & Bucht

Vom Bahnhof zum Nationalstadion mit dem Schiebedach, dann unter Glas durch Morgan und Royal Arcade zum Markt, an dessen Eingang 1831 Dic Penderyn gehängt wurde. Nach der Kirche St John geht es in die Burg mit Römermauer, Burghügel und den viktorianischen Prunkräumen von Burges. An der Animal Wall vorbei führt der Weg in den Bute Park und hinüber nach Cathays Park mit City Hall und Nationalmuseum. Der Zug ab Queen Street bringt dich in die Bucht zum Millennium Centre und zum Parlament.

  1. Principality Stadium. Gleich hinter dem Bahnhof ragen vier Masten über die Dächer, jeder gut 90 m hoch. Sie tragen das Dach des walisischen Nationalstadions, und dieses Dach lässt sich ganz aufziehen und schließen. Gebaut wurde das Stadion für die Rugby-WM 1999 auf dem alten Gelände des Cardiff Arms Park, es hat knapp 74.000 Plätze. Beim ersten großen Spiel am 26. Juni 1999 schlug Wales Südafrika mit 29 zu 19, zum ersten Mal überhaupt. Schau dir die Nordseite an. Dort hat der Ring eine Lücke, weil für eine neue Tribüne das Geld fehlte und die alte stehen blieb. Fans nennen sie Glanmor's Gap, nach dem damaligen Verbandschef. Der Fluss daneben fließt nicht in seinem alten Bett. Isambard Kingdom Brunel ließ den Taff in den 1840er Jahren nach Westen verlegen, um Platz für den Bahnhof zu schaffen.
  2. Morgan Arcade & Royal Arcade. Cardiff nennt sich gern City of Arcades, Stadt der Passagen. Die überdachten Ladenstraßen aus viktorianischer und edwardianischer Zeit messen in der Innenstadt zusammen rund 800 m. Die Royal Arcade von 1858 ist die älteste davon und hat noch einige originale Ladenfronten. Gleich daneben liegt die Morgan Arcade von 1896, ein Entwurf von Edwin Seward, gebaut als Verbindung zwischen zwei Eingängen des Kaufhauses David Morgan. Sie gilt als die am besten erhaltene Passage der Stadt, mit hölzernen Schaufenstern und venezianischen Fenstern im ersten Stock. Hier sitzt auch Spillers Records, gegründet 1894. Der Laden gilt als ältester Plattenladen der Welt und zog 2010 von The Hayes in die Passage, nachdem eine Mieterhöhung seine Zukunft in Frage gestellt hatte.
  3. Cardiff Market. Die Markthalle von 1891 hat zwei Ebenen. Unten liegen die Gänge mit den Ständen, oben läuft eine Galerie innen an den Außenwänden entlang. Gut sechzig unabhängige Händler verkaufen hier Obst und Gemüse, Kleidung, Platten und Werkzeug. Ashton's am Eingang Trinity Street handelt nach eigener Angabe seit 1866 mit Fisch, das Market Deli steht seit 1928 am selben Platz. Der Ort hat eine dunkle Vorgeschichte. Hier stand das Gefängnis von Cardiff, und wo heute der Eingang an der St Mary Street ist, stand der Galgen. Am 13. August 1831 wurde dort Dic Penderyn gehängt, ein 23 Jahre alter Bergarbeiter aus Merthyr Tydfil. Man warf ihm vor, beim Merthyr-Aufstand einen Soldaten mit dem Bajonett verletzt zu haben. Über 11.000 Menschen hatten für seine Freilassung unterschrieben, und 1874 soll ein anderer Mann die Tat auf dem Sterbebett gestanden haben. Eine Tafel am Markt erinnert an ihn.
  4. St John the Baptist Church. Außer der Burg ist St John das einzige mittelalterliche Gebäude der Innenstadt. Die Kirche entstand 1180 als Nebenkapelle der größeren Marienkirche und wurde 1404 beim Aufstand von Owain Glyndŵr verwüstet. Den Westturm baute man danach neu, über 40 m hoch, mit durchbrochenen Zinnen und vier offenen Fialen. Datiert wird er auf etwa 1490. Die Marienkirche gibt es nicht mehr. Die große Flut im Bristolkanal von 1607 zerstörte ihre Fundamente, und ab 1620 fanden alle Hauptgottesdienste in St John statt. Drinnen lohnen die Fenster im Nordschiff von 1869, gefertigt in der Werkstatt von William Morris. Die obere Reihe mit den Aposteln entwarf Morris selbst. Auf dem Weg durch den alten Kirchhof hinüber zum Markt achte auf die Messingnummern im Pflaster. Sie markieren Gräber und Familiengrüfte unter deinen Füßen. Einmal im Jahr, am Karfreitag, schließt die Kirche den Weg, denn er gehört ihr bis heute. Wenige Schritte von der Kirche liegt die High Street Arcade von 1885. Von ihr zweigt nach Norden die Duke Street Arcade von 1902 ab.
  5. Cardiff Castle. In dieser Anlage stecken drei Zeitalter. Die Mauern rund um den Rasen stehen auf einem römischen Kastell aus dem 3. Jahrhundert. Als die Reste 1889 wieder auftauchten, ließ der Hausherr sie im römischen Stil neu aufmauern. In der Nordwestecke steht der normannische Burghügel mit seinem steinernen Shell Keep aus dem 12. Jahrhundert. 1158 überfiel der walisische Herr Ifor Bach die Burg und nahm den Burgherrn William als Geisel. Das dritte Gesicht ist viktorianisch. Der 3. Marquess of Bute, reich geworden durch Kohle und Docks, ließ ab 1868 von William Burges ein neugotisches Märchenschloss bauen, den über 40 m hohen Uhrturm zuerst. Einige Prunkräume siehst du mit dem normalen Ticket, die übrigen bei der Hausführung, die man am Schalter dazubucht. Im Zweiten Weltkrieg boten Tunnel in den Mauern bis zu 1.800 Menschen Schutz vor Luftangriffen, auch sie kannst du begehen. 1947 schenkte der 5. Marquess Burg und Park der Stadt.
  6. Bute Park. Auf dem Weg vom Burgtor zum Park sitzen Steintiere auf einer Mauer. Löwen, ein Bär, eine Hyäne, ein Luchs, weiter hinten Pelikan, Biber und Geier. Die Animal Wall entwarf William Burges, die ersten neun Figuren entstanden Ende der 1880er Jahre, sechs weitere kamen um 1930 hinzu. Dem Ameisenbären fehlte seit den späten 1990er Jahren die Nase, bei der Restaurierung 2010 bekam er eine neue. Hinter der Mauer beginnt Bute Park, rund 55 Hektar früherer Burggarten. Ab 1873 legte ihn Andrew Pettigrew an, der Obergärtner des Marquess, seit 1947 gehört er der Stadt. Folge dem Weg am Burggraben entlang nach Norden zu den Resten von Blackfriars. Niedrige viktorianische Ziegelmauern zeichnen dort den Grundriss des mittelalterlichen Klosters nach. Westlich davon fließt der Taff, und die Bäume ringsum gehören zu einem Arboretum, das als Sammlung von landesweiter Bedeutung gilt.
  7. Cathays Park & City Hall. Weißer Portland-Stein, breite Alleen, Rasenflächen. Cathays Park ist das Verwaltungsviertel, das sich Cardiff auf dem Höhepunkt des Kohlebooms gebaut hat. 1800 hatte der Ort knapp 1.900 Einwohner, 1901 waren es rund 164.000. Der Stadtrat kaufte das Gelände 1898 vom Marquess of Bute, mit der Auflage, es nur für Verwaltung, Kultur und Bildung zu nutzen. Als Erstes entstand die City Hall. Noch während des Baus erhielt Cardiff 1905 das Stadtrecht, deshalb heißt das Haus nicht Town Hall. Eröffnet wurde es 1906, der Uhrturm ist 59 m hoch, und auf der Kuppel sitzt ein walisischer Drache. Im ersten Stock stehen in der Marble Hall Marmorfiguren aus der walisischen Geschichte, darunter Saint David und Owain Glyndŵr. Hauptstadt von Wales wurde Cardiff erst 1955. Der Architekturführer von Pevsner nennt Cathays Park das schönste Verwaltungszentrum der Britischen Inseln.
  8. National Museum Cardiff. Hinter dem Säulenportal hängt eine Sammlung französischer Kunst von internationalem Rang, und das Geld dafür stammt aus der Kohle. Gwendoline und Margaret Davies waren Enkelinnen des Industriellen David Davies, der mit seinen Docks in Barry dem Hafen von Cardiff Konkurrenz machte. Die Schwestern gehörten zu den Ersten in Großbritannien, die Impressionisten kauften, und vermachten ihre Bilder in den 1950er und 1960er Jahren dem Museum. Darunter sind Renoirs „La Parisienne“ von 1874, die schon in der ersten Impressionisten-Ausstellung hing, Rodins „Kuss“ in Bronze, Seerosen und eine Kathedrale von Rouen von Monet sowie van Goghs „Regen in Auvers“. Im Erdgeschoss geht es um Naturkunde und die Entstehung von Wales. Gebaut wurde das Haus ab 1912, wegen des Ersten Weltkriegs wurde es aber erst 1927 offiziell eröffnet.
  9. Wales Millennium Centre. Über dem Eingang steht in riesigen Buchstaben ein Gedicht in zwei Sprachen. „Creu Gwir fel gwydr o ffwrnais awen“ heißt etwa „Wahrheit schaffen wie Glas aus dem Ofen der Inspiration“, darunter steht „In these stones horizons sing“. Die Dichterin Gwyneth Lewis wollte ausdrücklich keine Übersetzung, jede Zeile sagt etwas Eigenes. Die Buchstaben sind Fenster der Bars dahinter und leuchten nachts. Die Fassade darunter ist aus Schiefer in fünf Farben aus fünf walisischen Brüchen geschichtet, violett aus Penrhyn, dazu Blau, Grün, Grau und Schwarz. Der Architekt Jonathan Adams dachte an die Klippen von Southerndown an der Küste. Seit November 2004 laufen hier Oper, Ballett und Musicals, der große Saal hat rund 1.900 Plätze. Der ovale Platz davor heißt Roald Dahl Plass, nach dem Schriftsteller, der 1916 in Cardiff geboren wurde. Plass ist Norwegisch für Platz. Bis in die 1960er Jahre war hier ein Hafenbecken, über das Kohle verschifft wurde.
  10. Senedd & Pierhead. Das Parlament von Wales tagt hinter Glas. Richard Rogers, Mitarchitekt des Centre Pompidou, entwarf den Senedd als offene Hülle, durch die man von außen auf die Arbeit der Abgeordneten blicken soll. Eröffnet wurde er am 1. März 2006, dem Tag des Nationalheiligen David. Verbaut sind rund 1.000 Tonnen walisischer Schiefer und Pulte aus walisischer Eiche, die gewellte Decke dagegen ist aus kanadischer Rotzeder. Über dem runden Plenarsaal hängt ein großer Holztrichter, und durch den Glasboden ringsum siehst du von oben in den Saal. Seit der Wahl im Mai 2026 sitzen hier 96 Abgeordnete statt 60, dafür wurde der Saal umgebaut. Daneben steht der rote Pierhead von 1897, gebaut für die Bute Dock Company. Entworfen hat ihn William Frame, der vorher mit Burges an der Burg gearbeitet hatte. Im Wappen an der Fassade steht „Wrth ddŵr a thân“, durch Wasser und Feuer, die beiden Zutaten der Dampfkraft. Wegen seines Uhrturms nennen ihn manche Baby Big Ben.

So planst du deinen Besuch

Ein Tag reicht für Cardiff. Die Route ab Cardiff Central misst 4,9 km zu Fuß und hat zehn Stopps, dazu kommt eine kurze Zugfahrt von Queen Street hinunter in die Bucht. Bei wenig Zeit lässt du Bute Park und das Museum weg, die Burg und die Bucht nicht. Walisisch hörst du hier öfter als früher, die Zahl der Sprecher in der Stadt hat sich von 1991 bis 2021 mehr als verdoppelt. Hast du einen halben Tag mehr, fährt dich der Zug nach Caerphilly zur größten Burg von Wales. Vier Abendtipps liegen bereit, vom Theater bis zum walisischen Club.

Ausgehen & Nachtleben

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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Infos zu Cardiff

Nahverkehr

Betreiber. Cardiff Bus betreibt das Stadtbusnetz in Cardiff, Penarth und Barry. Stagecoach und Adventure Travel fahren ebenfalls in der Stadt und im Umland, Newport Bus verbindet Cardiff mit Newport, First Cymru fährt die Linie 304 über den Flughafen. Transport for Wales (walisisch Trafnidiaeth Cymru) betreibt die Regionalzüge mit über 20 Bahnhöfen in Cardiff und Umgebung, darunter Cardiff Central, Cardiff Queen Street und Cardiff Bay. Transport for Wales betreibt auch den Busbahnhof Cardiff Bus Interchange (Cyfnewidfa Fysiau Caerdydd) am Central Square, der am 30. Juni 2024 eröffnet wurde. Dort halten Busse von Cardiff Bus, Stagecoach, Newport Bus und First Cymru an 14 Bussteigen, Fernbusse halten dort nicht.

Liniennetz. Busse von Cardiff Bus und weiteren Betreibern, dazu Regionalzüge von Transport for Wales mit über 20 Bahnhöfen in Cardiff und Umgebung, etwa zwischen Cardiff Queen Street und Cardiff Bay. Zwischen Bute Park und Mermaid Quay in Cardiff Bay fährt der private Wasserbus Aquabus. Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum liegen höchstens 15 Gehminuten auseinander.

Verkehrsmittel. Bus · Regionalzug · Wasserbus

Betriebszeiten. Der Busbahnhof Cardiff Bus Interchange öffnet kurz vor der ersten planmäßigen Abfahrt und schließt kurz nach der letzten, solange er geöffnet ist, ist Personal vor Ort. Bei Großveranstaltungen mit Straßensperren im Zentrum schließt der Busbahnhof, die Busse halten dann an Ersatzhaltestellen in den umliegenden Straßen. Der Baycar (Linie 6) fährt ab Cardiff Bus Interchange (Bussteig 6) über die Lloyd George Avenue in rund 12 Minuten zum Wales Millennium Centre in Cardiff Bay. Montags bis freitags fährt er von 7.40 bis 22.10 Uhr alle 30 Minuten. Auch samstags und sonntags fährt er, Zeiten und Takt am Wochenende zeigt der Fahrplan in der Cardiff Bus App. In den Sommerferien fährt er oft dichter. Die Linie 304 von First Cymru fährt montags bis freitags ab Cardiff Bus Interchange von 5 bis 23.05 Uhr etwa stündlich Richtung Cardiff Bay, Barry und Flughafen.

Nachtverkehr. Lizenzierte Black Cabs nehmen an ausgewiesenen Taxiständen Fahrgäste auf, unter anderem an der St Mary Street und an der Saunders Road nördlich von Cardiff Central (Nordausgang, dann rechts). Private-Hire-Fahrzeuge muss man vorbestellen, in Cardiff fahren unter anderem Veezu und Uber. Visit Cardiff rät, den voraussichtlichen Fahrpreis vor dem Einsteigen mit dem Fahrer zu klären. Wann auf einzelnen Buslinien die letzte Fahrt geht, zeigen die Linienfahrpläne in der Cardiff Bus App. Die Linie 304 erreicht den Cardiff Bus Interchange montags bis freitags zuletzt um 0.38 Uhr.

Ticketkauf. Einzelfahrten und Tagestickets gibt es beim Fahrer, bar oder mit kontaktloser Karte. Wer bar zahlt, braucht den genauen Betrag, die Fahrer geben kein Wechselgeld. In der Cardiff Bus App gibt es Tages-, Wochen- und Monatstickets sowie Ticketbündel. Mit Tap on, Tap off checkt man mit derselben kontaktlosen Bank- oder Handykarte beim Einsteigen und beim Aussteigen am Lesegerät ein und aus. Wer ohne gültiges Ticket fährt, zahlt 10 Pfund Strafgebühr. Die frühere Chipkarte iff wird seit dem 29. November 2025 nicht mehr angenommen. Bahntickets gibt es am Schalter und an den Automaten in Cardiff Central, an kleinen Bahnhöfen wie Cardiff Bay nur am Automaten.

App und Bezahlen. Cardiff Bus nimmt auf allen Linien kontaktlose Zahlung an. Bei Tap on, Tap off hält man dieselbe kontaktlose Karte oder dasselbe Gerät beim Einsteigen und beim Aussteigen an das Lesegerät. Mehrere Fahrten an einem Tag werden auf den Preis eines Erwachsenen-Tagestickets der befahrenen Tarifzone gedeckelt, seit November 2025 gilt von Montag bis Sonntag zusätzlich eine Wochendeckelung. Beim Einsteigen wird eine Vormerkung von 10 Pence gebucht, der richtige Fahrpreis wird ein bis zwei Tage später abgerechnet. Wer das Auschecken vergisst, zahlt den Fahrpreis bis zur Endhaltestelle. Eine Karte gilt nur für eine Person. Tap on, Tap off gibt es nur für Erwachsenentarife. Die kostenlose App Cardiff Bus (iOS und Android) zeigt Live-Abfahrten, plant Fahrten und verkauft nach Anmeldung Handytickets mit QR-Code, die man an den Leser am Fahrscheingerät hält. Ein Konto ist nur auf einem Gerät nutzbar.

Welches Ticket. Seit dem 3. Mai 2026 kostet eine Einzelfahrt in der Tarifzone Cardiff, Penarth und Llandough beim Fahrer 2,60 Pfund. Mit Ticketbündeln in der App sinkt der Preis je Fahrt auf umgerechnet 2,35 Pfund. Das Tagesticket Day To Go kostet 5,20 Pfund und damit so viel wie zwei Einzelfahrten, ab der dritten Fahrt am Tag ist es günstiger. Das Wochenticket für sieben aufeinanderfolgende Tage kostet 19 Pfund, so viel wie 3,7 Tagestickets, ein Monatsticket 65 Pfund. Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 1 Pfund je Einzelfahrt oder 3 Pfund für einen Tag im ganzen Netz. Bis zu drei Kinder unter 5 Jahren fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenlos. Das Family Day To Go für einen Erwachsenen mit bis zu vier jungen Leuten von 5 bis 21 Jahren oder zwei Erwachsene mit bis zu drei kostet in der Zone Cardiff und Penarth 12 Pfund, so viel wie 2,3 Erwachsenen-Tagestickets. Das Familienticket gibt es beim Fahrer und in der App, mindestens ein junger Mitreisender muss beim Kauf und bei jeder Fahrt dabei sein.

Tarifzonen. Cardiff Bus teilt sein Netz in die Tarifzone Cardiff, Penarth und Llandough sowie die Tarifzone Barry mit Dinas Powys und Sully. In der Barry-Zone kostet die Einzelfahrt 2,90 Pfund, das Tagesticket 5 Pfund. Wer zwischen beiden Zonen fährt, braucht den Netztarif, die Einzelfahrt kostet dann 3,70 Pfund, das Tagesticket für das ganze Netz 6,70 Pfund und das Wochenticket 26 Pfund. Bei Tap on, Tap off richtet sich die Tagesdeckelung nach den befahrenen Zonen. Für Kinder von 5 bis 15 Jahren gelten im ganzen Netz 1 Pfund je Fahrt und 3 Pfund am Tag.

Tipp. Mit derselben kontaktlosen Karte bei jeder Fahrt ein- und wieder auschecken. Dann bucht Cardiff Bus an einem Tag höchstens den Preis eines Tagestickets ab, von Montag bis Sonntag höchstens den eines Wochentickets.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Cardiff Central liegt im Stadtzentrum am Central Square, in der Nähe von Principality Stadium und Cardiff Castle. Vom Bahnhof sind es 50 m bis zum Busbahnhof Cardiff Bus Interchange, ebenfalls am Central Square. Der Taxistand liegt an der Saunders Road nördlich des Bahnhofs, man verlässt den Bahnhof durch den Nordeingang und geht nach rechts. Am Central Square neben Marks and Spencer gibt es einen Brompton-Fahrradverleih. Ersatzbusse bei Bauarbeiten fahren an der Haltestelle vor 3 Callaghan Square ab. Die Touristeninformation der Stadt befindet sich in Cardiff Castle.

Fernverkehr. Cardiff Central ist der verkehrsreichste Bahnhof in Wales und liegt an der South Wales Main Line. Great Western Railway (GWR) fährt werktags meist zweimal pro Stunde ohne Umsteigen nach London Paddington, die Fahrt dauert rund 1 Stunde 50 Minuten, die schnellsten Züge brauchen 1 Stunde 48 Minuten und halten in Newport, Bristol Parkway, Swindon und Reading. An Wochenenden und Feiertagen kann es länger dauern. GWR verbindet Cardiff außerdem direkt mit Bristol, Bath, Southampton, Portsmouth und Exeter. Transport for Wales fährt stündlich ohne Umsteigen über Newport, Hereford, Shrewsbury und Crewe nach Manchester Piccadilly, die Fahrt dauert rund 3 Stunden 20 Minuten, und bietet Verbindungen nach Swansea, Chester, Bangor und Liverpool. CrossCountry fährt stündlich nach Birmingham und Nottingham. Der Bahnhof ist auf allen Bahnsteigen stufenlos erreichbar und hat eine First-Class-Lounge an Gleis 1, Gepäckaufbewahrung gibt es nicht.

Betriebszeiten. Betreiber des Bahnhofs ist Transport for Wales. Personal ist montags bis freitags von 4 bis 1 Uhr im Dienst, samstags von 4 bis 0.30 Uhr und sonntags von 7 bis 0.30 Uhr. Der Fahrkartenschalter öffnet montags bis samstags von 5.40 bis 21.30 Uhr und sonntags von 7.30 bis 21.30 Uhr, Fahrkartenautomaten gibt es zusätzlich. Der Warteraum ist täglich von 6 bis 22 Uhr offen, die First-Class-Lounge an Gleis 1 montags bis freitags von 6 bis 18.30 Uhr. Es gibt Toiletten mit Wickelraum und Changing-Places-Toilette, Geschäfte wie Marks and Spencer und WHSmith, einen Geldautomaten vor dem Haupteingang und WLAN.

Flughäfen

CWL

In die Stadt. Der schnellste Weg führt mit dem Zug von Transport for Wales nach Rhoose Cardiff International Airport. Die Züge fahren zwischen Cardiff Central und Bridgend über Rhoose, stündlich und sonntags alle zwei Stunden. Am Bahnhof Rhoose wartet der Shuttlebus 905 von Adventure Travel, der auf alle Züge abgestimmt ist und die Fluggäste vor die Abflughalle bringt. Ab Cardiff Central dauert die ganze Fahrt rund 48 Minuten. Ein Durchgangsticket für Zug und Shuttlebus gibt es an jedem Bahnhof im britischen Netz. Am Schalter fragst du nach Cardiff Air Bus, in der Fahrplansuche von Transport for Wales heißt das Ziel Cardiff Air Ria. Der Bahnhof Rhoose hat kein Personal, nur einen Fahrkartenautomaten. Ohne Umsteigen fährt die Linie 304 von First Cymru über Barry und Cardiff Bay zum Cardiff Bus Interchange. Montags bis freitags fährt sie etwa stündlich, ab dem Flughafen von 7.10 bis 23.27 Uhr, ab Cardiff Bus Interchange von 5 bis 23.05 Uhr, die Fahrt dauert je nach Tageszeit 70 bis 90 Minuten.

BRS

In die Stadt. Vom Transport Interchange des Flughafens, drei bis fünf Gehminuten vom Terminal über eine überdachte Brücke, fährt National Express mit der Linie 216 zehnmal täglich über Newport direkt zur Cardiff Coach Station an den Sophia Gardens. Die Fahrt dauert je nach Abfahrt 1 Stunde 20 Minuten bis 2 Stunden 10 Minuten, am schnellsten sind die Abendbusse um 20.05 und 22.20 Uhr. FlixBus fährt bis zu zwölfmal täglich über Newport nach Cardiff und weiter nach Bridgend und Swansea. Durchgangstickets von National Express muss man vor dem Reisetag abholen, am Flughafen gibt es dafür keine Ausgabestelle. Der Airport Flyer A1 fährt rund um die Uhr, bis zu alle 8 Minuten, zum Bahnhof Bristol Temple Meads und zum Busbahnhof Bristol. Die Einzelfahrt kostet 9,50 Pfund, hin und zurück 16 Pfund, für Kinder von 5 bis 15 Jahren einfach 6,50 Pfund, hin und zurück 9,50 Pfund, Kinder bis 4 Jahre fahren gratis. Ab Temple Meads fährt GWR direkt nach Cardiff Central.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
GBP £
Notruf
112
Steckertyp
G
Zeitzone
Europe/London
Verkehr
links

Tempolimits. innerorts 30 mph (48 km/h), außerorts 60 mph (96 km/h), Autobahn 70 mph (112 km/h)

Die Limits gelten in mph, nicht in km/h, das Tacho-Umdenken kostet am Anfang Konzentration. In Wales gilt seit September 2023 innerorts standardmäßig 20 mph statt 30 mph, ein eigener Wert nur für diesen Landesteil. Auf einspurigen Landstraßen ohne Zusatzschild sinkt das Tempo von 70 auf 60 mph, erkennbar nur am kleinen durchgestrichenen Kreisschild, leicht zu übersehen.

Trinkgeld. Im Restaurant zehn Prozent, oft steht schon ein service charge auf der Rechnung. Im Pub wird an der Theke bestellt und nicht getrunkgeldet.

Maut. Autobahnen sind kostenlos. Gebühren fallen an einzelnen Brücken und Tunneln an, etwa am Dartford Crossing und der Mersey Gateway, meist online im Nachhinein zu zahlen.

Zufahrt. London erhebt eine Innenstadtgebühr und zusätzlich die ULEZ für ältere Fahrzeuge, beides kameraüberwacht. Weitere Städte haben Clean Air Zones. Nicht zahlen wird teuer.

Weitere Städte

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