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Malta · Städtetrip

Städtetrip Valletta

Valletta ist die kleinste Hauptstadt der EU, ab 1566 als Festung auf dem Reißbrett geplant. Gerade Straßen führen vom Stadttor bis zum Fort am Meer, in der Co-Kathedrale hängt Caravaggio, über dem Hafen feuern die Salutkanonen. Eine fertige Tagesroute endet mit der Fähre über den Grand Harbour in Birgu.

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Unsere Rundgänge durch Valletta

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Valletta, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Ritterstadt & Grand Harbour

Vom Busbahnhof durch Renzo Pianos City Gate und die schnurgerade Republic Street zur Co-Kathedrale mit Caravaggio. Weiter zum Teatru Manoel von 1732, in den Großmeisterpalast und den Adelspalazzo Casa Rocca Piccola bis zum Fort St Elmo an der Spitze der Halbinsel. Über die Bastionen geht es zur Siege Bell und hinauf in die Upper Barrakka Gardens. Dann bringt dich der Lift ans Wasser und die Fähre nach Birgu, wo der Tag im Fort St Angelo endet.

  1. City Gate & Parlament. Valletta beginnt mit einer Lücke in der Bastion. Bevor du hindurchgehst, dreh dich kurz um. Auf dem Platz vor dem Tor steht der Tritonenbrunnen von Vincent Apap, fertig seit 1959. Drei bronzene Tritonen tragen eine große Schale. Das Stadttor ist das fünfte an dieser Stelle, das erste stand ab 1569. Renzo Piano ließ die Mauer zwischen 2011 und 2014 offen und setzte zwei Steinblöcke neben den Durchgang, getrennt von hohen Stahlklingen. Gleich dahinter steht sein Parlament von 2015, zwei Blöcke auf Stelzen, verkleidet mit Kalkstein aus Gozo, der so behauen ist, dass er wie vom Wind ausgewaschen wirkt. Gedacht war die Fassade als Honigwabe, viele Malteser erinnerte sie an einen Taubenschlag. Nebenan stehen die Säulenstümpfe des Opernhauses, das die deutsche Luftwaffe im April 1942 zerstörte. Vor dir liegt die Republic Street. Sie läuft schnurgerade bis zum Fort St Elmo, denn Francesco Laparelli plante die Stadt ab 1566 als Raster.
  2. St John's Co-Cathedral. Von außen wirkt die Kirche des Ordens wie ein Festungsbau, schlicht und streng, errichtet 1573 bis 1578 nach Plänen von Girolamo Cassar. Drinnen kippt das Bild. Ab den 1660er Jahren gestaltete Mattia Preti den Raum im Barock um, die Ornamente sind direkt in den Kalkstein der Wände gehauen. Unter deinen Füßen liegen rund 400 Ritter und Ordensbeamte, ihre Grabplatten aus farbigem Marmor zeigen Wappen und Schlachten. Im Oratorium hängt Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers“ von 1608, 5,20 auf 3,60 m. Es gilt als das einzige Werk, das er signiert hat, im Blut aus dem Hals des Täufers, als „f. Michelang.o“. Das f steht für Fra, Ordensbruder. Wenige Monate später saß er im Fort St Angelo in Haft und floh. Am 1. Dezember 1608 stieß ihn der Orden aus, in diesem Raum, vor genau diesem Bild.
  3. Teatru Manoel. Über dem Eingang steht auf Latein, wofür das Haus gebaut wurde, „ad honestam populi oblectationem“, zur ehrbaren Unterhaltung des Volkes. Großmeister António Manoel de Vilhena kaufte 1731 zwei Häuser und bezahlte den Bau selbst. Nach zehn Monaten standen im Januar 1732 die italienischen Ritter auf der Bühne, mit der Tragödie „Merope“. Es heißt, das Theaterspiel sollte die jungen Ritter auch von Dummheiten abhalten. Drinnen umschließen drei Ränge aus vergoldetem Holz einen ovalen Saal, darüber eine gemalte Decke, die eine Kuppel vortäuscht. Das Manoel zählt zu den ältesten noch bespielten Theatern Europas, und 1922 erklang hier zum ersten Mal öffentlich die maltesische Nationalhymne. Ein paar Schritte weiter kreuzt die Strait Street, die alte Gasse der Matrosenbars.
  4. Großmeisterpalast. Der Palast füllt einen ganzen Häuserblock und ist der größte der Stadt. Ab 1574 wuchs er aus dem Haus eines Neffen von Großmeister Pietro del Monte, Girolamo Cassar baute ihn um. Hier regierten die Großmeister, nach 1800 die britischen Gouverneure, heute hat der Präsident hier sein Büro. Von 1921 bis 2015 tagte im Palast auch das Parlament, zuletzt im Saal der früheren Waffenkammer. Als die Abgeordneten in Pianos Neubau am Stadttor zogen, kehrten die Rüstungen in ihren alten Saal zurück. Dort stehen die Harnische der Großmeister Alof de Wignacourt und Jean de Valette neben osmanischen Waffen aus der Belagerung von 1565. Im Prince Alfred's Courtyard hängt eine Uhr von 1745, die Moors Clock. Hinter dem Palast steht in der Merchants Street die Markthalle Is-Suq tal-Belt von 1861, einer der ersten Eisenbauten Maltas. Seit 2018 gibt es dort Essensstände und im Untergeschoss einen Lebensmittelmarkt.
  5. Casa Rocca Piccola. In diesem Palazzo wird bis heute gewohnt. Das Haus an der Republic Street gehört der Familie de Piro, die nach eigener Angabe seit fast 350 Jahren in Valletta lebt. Gebaut hat es 1580 Admiral Don Pietro La Rocca, ein Ritter des Ordens. Pläne jener Zeit nennen es „la casa con giardino“, das Haus mit Garten, denn Gärten waren bei Häusern in Valletta normalerweise nicht erlaubt. Zwölf Räume im Piano Nobile führen durch Bibliotheken, Speisesäle und eine Kapelle, mit Möbeln, Silber und Malteser Spitze. Dann geht es hinab in den Fels. Im Zweiten Weltkrieg wurden die beiden alten Brunnenschächte des Hauses zu Luftschutzräumen ausgebaut. Im größeren drängten sich bei Angriffen über hundert Menschen.
  6. Fort St Elmo & National War Museum. Am Ende der Republic Street spitzte sich 1565 die Große Belagerung zu. Das Sternfort von 1552 hielt der osmanischen Übermacht einen Monat lang stand und fiel am 23. Juni. Keiner der Ritter, die es verteidigten, überlebte, nur neun maltesische Verteidiger retteten sich schwimmend über den Hafen zum Fort St Angelo. Die gewonnenen Wochen verschafften den übrigen Festungen Zeit, bis Verstärkung kam. Drinnen zeigt das National War Museum den Rumpf der Sea Gladiator „Faith“, das einzige erhaltene Flugzeug der Jagdstaffel von Hal Far, und den Jeep „Husky“, mit dem Eisenhower und Roosevelt fuhren. In einer Vitrine liegt das Georgskreuz, das König Georg VI. 1942 der ganzen Insel verlieh. Die ersten Bomben auf Malta fielen am 11. Juni 1940 genau hier.
  7. Siege Bell Memorial. Von 1940 bis 1942 griffen die italienische und die deutsche Luftwaffe Malta in rund 3.000 Angriffen an. Mehr als tausend Einwohner kamen ums Leben, rund 30.000 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Am 15. April 1942 verlieh König Georg VI. der Bevölkerung das Georgskreuz, es steht bis heute in der Flagge Maltas. Fünfzig Jahre später, im Mai 1992, wurde auf der Bastion über der Hafeneinfahrt dieses Denkmal eingeweiht, entworfen vom Bildhauer Michael Sandle. Es erinnert an die Toten der Belagerung, Soldaten wie Zivilisten. Die Bronzeglocke wiegt gut 10 t und ist für ein tägliches Läuten am Mittag gedacht. Gleich daneben liegen die Lower Barrakka Gardens. In ihrer Mitte steht ein kleiner Tempel von 1810 für Alexander Ball, den ersten britischen Zivilkommissar der Insel.
  8. Upper Barrakka Gardens & Saluting Battery. Am höchsten Punkt der Stadtmauer stehst du wie auf einem Balkon über dem Hafen. Die Bogengänge ließ 1661 der italienische Ritter Flaminio Balbiani bauen, als Garten für die italienische Zunge des Ordens. Überdacht waren sie bis zum Priesteraufstand von 1775. Unter dir liegt der ganze Grand Harbour, gegenüber die Drei Städte mit Fort St Angelo, wo dieser Tag endet. Eine Ebene tiefer steht die Saluting Battery. Unter den Briten wurden hier täglich Signalschüsse abgefeuert, 1954 bauten sie die Kanonen ab. Heute stehen wieder acht nachgebaute 32-Pfünder dort und feuern von Montag bis Samstag zweimal am Tag. Noch tiefer im Fels liegen die Lascaris War Rooms, von wo aus 1943 die Landung auf Sizilien gelenkt wurde. Neben dem Garten fährt der Barrakka Lift 58 m hinab zum Fähranleger.
  9. Birgu Waterfront & San Lawrenz. Die Fähre setzt dich in Bormla ab, von dort führt die Promenade am Dockyard Creek nach Birgu. Bevor es Valletta gab, war das die Stadt des Ordens. Von 1530 bis 1571 saßen die Ritter hier, und die Kirche San Lawrenz am Wasser war 41 Jahre lang ihre erste Konventskirche auf Malta. Der heutige Bau entstand 1681 bis 1697 nach Plänen von Lorenzo Gafà, der aus Birgu stammte. Das Altarbild mit dem Martyrium des heiligen Laurentius malte Mattia Preti, derselbe Künstler wie in der Co-Kathedrale. Im Zweiten Weltkrieg trafen Bomben Sakristei, Kapelle und Kuppel, bis 1952 wurde alles wieder aufgebaut. Am Kai stehen der Palast des Galeerengenerals und die einstige Schatzkammer des Ordens. Nach der Großen Belagerung erhielt Birgu den Titel Città Vittoriosa, die siegreiche Stadt.
  10. Fort St Angelo. Während der Großen Belagerung von 1565 hatte der Orden hier sein Hauptquartier, und die Osmanen schossen vom Hügel gegenüber herüber, auf dem heute Valletta steht. Älter ist der Ort trotzdem. Schon 1274 stand hier die Burg Castrum Maris, die Burg am Meer, mit zwei Mauerringen. Ihre heutige Form bekam die Festung ab 1689 durch den Ingenieur Carlos de Grunenbergh, mit vier Geschützplattformen für rund fünfzig Kanonen. Später war sie Stützpunkt der Royal Navy, die sie wie ein Schiff führte, ab 1933 als HMS St Angelo. Im Zweiten Weltkrieg trafen sie 69 Bomben direkt, erst im März 1979 zogen die letzten fremden Truppen ab. Den oberen Teil nutzt seit 1998 wieder der Malteserorden. Und Caravaggio saß hier 1608 in Haft, bevor er floh.

So planst du deinen Besuch

Plane einen ganzen Tag. Die Route misst 5,4 km Fußweg mit zehn Stopps, beginnt am Valletta Bus Terminus vor dem City Gate und endet nach einer Fährfahrt im Fort St Angelo in Birgu. Bei wenig Zeit lässt du Casa Rocca Piccola und das Teatru Manoel aus. Valletta misst nur 0,61 km², fast alles liegt an wenigen geraden Straßen. Einen eigenen Tag verdienen Mdina und Rabat, sonntags lohnt der Fischmarkt von Marsaxlokk. Für den Abend liegen fünf Tipps bereit.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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Infos zu Valletta

Nahverkehr

Betreiber. Malta Public Transport betreibt das gesamte Busnetz auf Malta und Gozo, dazu die Schnellbusse tallinja Direct und Airport Direct, den Nachtzubringer tallinja On Demand und das Leihradsystem tallinja Bike. Die Fahrpreise sind von Transport Malta reguliert. Hauptknoten ist der Busterminal Valletta direkt vor dem City Gate beim Tritonenbrunnen, der zentrale Umsteigepunkt für Linien über die ganze Insel. Die beiden Fährlinien zwischen Sliema und Valletta sowie zwischen Valletta und Cospicua (Three Cities) fährt Valletta Ferry Services in Zusammenarbeit mit Malta Public Transport. Der Barrakka Lift verbindet den Hafen am Lascaris Wharf mit den Upper Barrakka Gardens. Eine Eisenbahn gibt es auf Malta nicht.

Liniennetz. Busse, zwei Hafenfähren und ein Aufzug, keine Bahn. Der zentrale Busknoten ist das Terminal vor dem City Gate, durch die Altstadt fährt die Ringlinie 133.

Verkehrsmittel. Bus · Fähre · Aufzug · Leihrad

Betriebszeiten. Die Tageslinien ab dem Terminal Valletta beginnen je nach Linie zwischen 5.05 und 6.05 Uhr und enden zwischen 22 und 23.05 Uhr. Werktags fährt etwa die Linie 15 nach Sliema von 5.30 bis 22 Uhr alle 30 Minuten, die Linie 2 nach Birgu von 5.15 bis 22.45 Uhr, die Linie 13 Richtung Baħar iċ-Ċagħaq von 5.05 bis 22.45 Uhr und die Linie 91 nach Marsaskala von 5.30 bis 23 Uhr. Die Ringlinie 133 durch Valletta, die auch die Fähranleger anfährt, verkehrt montags bis samstags von 6 bis 22 Uhr alle 30 Minuten, sonntags von 6 bis 20 Uhr meist stündlich. Die Fähre zwischen Sliema und Valletta legt in jeder Richtung alle 30 Minuten ab, ab Valletta von 7 Uhr bis 19.30 Uhr (1. November bis 31. Mai) beziehungsweise bis 1.30 Uhr (1. Juni bis 31. Oktober), abends im Sommer seltener. Sonn- und feiertags beginnt sie um 8.45 Uhr. Die Fähre nach Cospicua fährt ab Valletta von 6.45 bis 19.15 Uhr, im Sommer bis 1.30 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr. Die aktuellen Zeiten des Barrakka Lift nennt Transport Malta.

Nachtverkehr. Die Nachtlinien tragen ein N vor der Liniennummer, eine Fahrt kostet 3 Euro. Die wichtigste ab Valletta ist die N13 nach St Julian’s (San Ġiljan), die täglich von 23.10 bis 2.10 Uhr fährt, bis 0.50 Uhr alle 10 Minuten, danach alle 20 Minuten. Die übrigen Nachtlinien ab dem Terminal Valletta fahren nur wenige Male am Abend, etwa die N3 nach Kalkara um 22.55 und 23.25 Uhr, die N52 nach Dingli um 23 und 23.30 Uhr und die N48 nach Buġibba werktags um 23.05, 23.35 und 0.05 Uhr, samstags und sonntags von 23 bis 0.45 Uhr alle 15 Minuten. Der Flughafenbus TD4 fährt bis 0.50 Uhr ab Flughafen und bis etwa 1 Uhr ab Valletta. Im Sommer (1. Juni bis 31. Oktober) fährt die Fähre nach Sliema bis 1.30 Uhr, nach 19.30 Uhr zum Nachtpreis von 3,50 Euro. Der Rufbus tallinja On Demand fährt freitags bis sonntags von 19 bis 3 Uhr, aber nur in Sliema, San Ġwann, St Julian’s und Swieqi, nicht in Valletta.

Ticketkauf. Ein Einzelticket kaufst du beim Einsteigen direkt beim Fahrer, bar oder kontaktlos mit Visa, Mastercard oder Maestro, auch per Handy oder Smartwatch. Wer bar zahlt, braucht passendes Geld, Fahrer dürfen 10-, 20- und 50-Euro-Scheine ablehnen. Das Ticket gilt 2 Stunden, Umsteigen ist in dieser Zeit frei. Zeitkarten wie Explore Flex und die 12 Single Day Journeys gibt es in den Verkaufsbüros von Malta Public Transport, am Terminal Valletta neben Bussteig A1 täglich von 6 bis 19.30 Uhr, am Flughafen in der Ankunftshalle (Welcomers’ Hall) täglich von 8 Uhr bis Mitternacht und in der Gepäckausgabe von 8 bis 20 Uhr, dazu an rund um die Uhr zugänglichen Kartenautomaten (unter anderem am Terminal Valletta bei Bussteig A1 und dreimal am Flughafen) sowie in allen Filialen von Agenda Bookshops, 8TillLate und WH Smith. Wer ohne gültiges Ticket oder ohne entwertete Karte kontrolliert wird, zahlt 50 Euro Strafe.

App und Bezahlen. Für eine Einzelfahrt brauchst du keine App, du hältst beim Fahrer die kontaktlose Bankkarte (Visa, Mastercard, Maestro), das Handy oder die Smartwatch hin. Die kostenlose App tallinja für Android und iOS hat einen Routenplaner mit Fußwegen, zeigt die Busse in Echtzeit auf der Karte und meldet Störungen auf gespeicherten Linien. Tickets verkauft die App nur in Verbindung mit einer Explore-Flex-Karte. Die Karte kaufst du am Schalter oder Automaten, fügst sie in der App unter „My Cards“ per QR-Code oder Kartennummer hinzu, lädst per Kreditkarte Guthaben auf und kaufst damit Angebote wie Mehrtageskarten. Über die App buchst du auch den Rufbus tallinja On Demand.

Welches Ticket. Eine Einzelfahrt auf den Tageslinien kostet im Winterhalbjahr 2 Euro, im Sommerhalbjahr 2,50 Euro (2025/26 galt der Winterpreis vom 19. Oktober 2025 bis 13. Juni 2026) und gilt 2 Stunden mit freiem Umsteigen. Nachtlinien, Sonderlinien und die meisten tallinja-Direct-Linien wie der Flughafenbus TD4 kosten 3 Euro, die TD1 3,50 Euro. Kostenlos fahren Inhaber einer personalisierten tallinja Card mit Name und Foto, und zwar auf Tages- und Nachtlinien, auf den Fähren nach Sliema und zu den Three Cities und im Barrakka Lift, nicht aber auf tallinja Direct, Airport Direct und On Demand. Beantragen können die Karte auch Nichtresidenten mit Reisepass. Sie kostet 25 Euro plus Porto, die aktuellen Portokosten nennt Malta Public Transport. Die Karte kommt meist innerhalb von zwei Wochen per Post. Die Karte 12 Single Day Journeys kostet 19 Euro, also 1,58 Euro pro Fahrt. Sie ist teilbar und sechs Monate gültig, Nachtlinien und Airport Direct zählen doppelt. Explore Flex mit 4 Tagen unbegrenzt für 21 Euro kostet so viel wie 8,4 Sommer- oder 10,5 Winterfahrten, mit 7 Tagen für 27 Euro so viel wie 10,8 beziehungsweise 13,5 Fahrten. Beide schließen Nachtlinien und Airport Direct ein. Kinder unter 4 Jahren fahren gratis, die Explore Child für 4 bis 10 Jahre kostet 7 Euro für 7 Tage.

Tarifzonen. Es gibt keine Tarifzonen, auf ganz Malta und Gozo gilt ein Einheitspreis je Linienart. Tageslinien kosten 2 Euro im Winter und 2,50 Euro im Sommer, Nachtlinien (N), Sonderlinien (S) und tallinja Direct (TD) 3 Euro, die TD1 zum Fährhafen Ċirkewwa 3,50 Euro. Das Ticket gilt 2 Stunden ab Kauf, in dieser Zeit steigst du ohne Aufpreis um. Alle Zeitkarten von Malta Public Transport gelten auf Malta und Gozo gleichermaßen.

Tipp. Vom Grand Harbour in die Oberstadt nimmst du den Barrakka Lift vom Lascaris Wharf zu den Upper Barrakka Gardens. Die beiden 58 m hohen Aufzüge brauchen etwa 25 Sekunden. Wer mit der Fähre aus Cospicua kommt, bekommt das Liftticket mit.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Der Busterminal liegt direkt vor dem City Gate, dem Stadttor von Valletta, neben dem Tritonenbrunnen. Durch das Tor gehst du ohne Umweg in die Altstadt. Die Ringlinie 133 fährt ab Bussteig A1 durch Valletta und hält auch an den Fähranlegern am Marsamxett-Hafen. Sie fährt montags bis samstags von 6 bis 22 Uhr alle 30 Minuten, sonntags von 6 bis 20 Uhr meist stündlich. Eine Station von tallinja Bike steht links vom Tritonenbrunnen, eine weitere am Barrakka Lift.

Fernverkehr. Malta hat keine Eisenbahn. An die Stelle des Hauptbahnhofs tritt der Busterminal Valletta, der zentrale Umsteigepunkt für Buslinien über die ganze Insel. Er ist in drei Zonen geteilt, Zone A für Linien in den Süden, nach Pembroke Park and Ride und nach Buġibba, Zone B für den Norden und Zone C für die Inselmitte. Wichtige Linien sind die 15 nach Sliema, die 42 über Mosta und Mellieħa nach Ċirkewwa, die 62 nach Siġġiewi, die 74 nach Żurrieq, die 85 nach Marsaxlokk, die 91 nach Marsaskala und der Flughafenbus TD4. Der Expressbus X300 fährt werktags von 4.10 bis 22.15 Uhr etwa alle 45 Minuten zum Fährhafen Ċirkewwa, von wo Gozo Channel nach Gozo übersetzt. Am Terminal gibt es Fahrkartenautomaten rund um die Uhr, ein Verkaufsbüro, Echtzeitanzeigen an jedem Bussteig, barrierefreie Toiletten, Kioske, überdachte Wartebereiche und eine Station von tallinja Bike.

Betriebszeiten. Der Busterminal Valletta ist täglich in Betrieb. Die Tageslinien fahren je nach Linie ab etwa 5 Uhr, die früheste Abfahrt ist der Expressbus X300 nach Ċirkewwa um 4.10 Uhr. Die letzten Tagesbusse fahren gegen 23 Uhr, danach übernehmen die Nachtlinien, die letzte ist die N13 nach St Julian’s um 2.10 Uhr. Das Verkaufsbüro von Malta Public Transport neben Bussteig A1 ist montags bis sonntags von 6 bis 19.30 Uhr geöffnet, dort gibt es Zeitkarten, Auskunft und Aufladung. Die Kartenautomaten bei Bussteig A1 sind rund um die Uhr zugänglich. Kontrolleure und Auskunftspersonal sind den größten Teil des Tages vor Ort.

Flughäfen

MLA

In die Stadt. Der Schnellbus TD4 (Airport Direct 4) fährt vom Busbahnhof am Flughafen, ausgeschildert ab der Ankunftshalle, täglich von 5.20 bis 0.50 Uhr alle 30 Minuten und erreicht den Terminal Valletta (Bussteig B1) nach rund 12 Minuten. Zurück fährt er ab Valletta B1 von 5.32 bis etwa 1 Uhr über Lascaris und Floriana und ist nach rund 18 Minuten am Flughafen. Die Fahrt kostet 3 Euro, bar oder kontaktlos beim Fahrer, und ist in den Explore-Flex-Karten enthalten, mit der personalisierten tallinja Card aber nicht kostenlos. Die Busse haben Gepäckplatz, WLAN und USB-Anschlüsse, eine Reservierung ist nicht nötig. Die normale Tageslinie 88 fährt über Gudja, ab Valletta montags bis freitags von 5.30 bis 22.50 Uhr alle 20 Minuten, samstags und sonntags alle 30 Minuten, und braucht bis zum Flughafen je nach Tageszeit 28 bis 38 Minuten. Sie kostet den normalen Tagespreis von 2 Euro im Winter und 2,50 Euro im Sommer. Verkaufsbüros von Malta Public Transport gibt es in der Ankunftshalle (8 Uhr bis Mitternacht) und in der Gepäckausgabe (8 bis 20 Uhr). Offizieller Taxidienst am Flughafen ist Malta Taxi.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
G
Zeitzone
Europe/Malta
Verkehr
links

Tempolimits. innerorts 50 km/h, außerorts 80 km/h, Autobahn keine Autobahn

Malta hat keine Autobahnen. Für Pkw und Motorräder gelten 50 km/h in Städten und Dörfern und 80 km/h außerhalb, sofern Schilder nichts anderes zeigen. In manchen Wohngebieten sind 30 km/h ausgeschildert. Kleinbusse und Lieferwagen fahren höchstens 40 km/h innerorts und 60 km/h außerorts. Gefahren wird links, wie in Großbritannien. Die Promillegrenze liegt für Autofahrer bei 0,5.

Trinkgeld. Trinkgeld ist auf Malta üblich. Angemessen sind 5 bis 10 Prozent, wenn der Service gut war. Steht schon ein Bedienungszuschlag auf der Rechnung, ist kein Trinkgeld nötig. Im Zweifel fragst du im Lokal nach. Die von Transport Malta betriebenen öffentlichen Parkplätze sind kostenlos, den Parkplatzwärtern kannst du freiwillig etwas geben.

Maut. Eine Autobahnmaut gibt es nicht, Malta hat keine Autobahnen. Gebühren fallen an zwei Stellen an. Die Zufahrt nach Valletta wird über das CVA-System nach Aufenthaltsdauer abgerechnet. Die Autofähre von Ċirkewwa auf Malta nach Mġarr auf Gozo kostet für Auto mit Fahrer 15,70 Euro, Fußgänger zahlen 4,65 Euro, Kinder von 3 bis 12 Jahren 1,15 Euro, Kinder bis 2 Jahre fahren gratis. Der Preis gilt für Hin- und Rückfahrt. Bezahlt und entwertet wird erst in Mġarr vor der Rückfahrt, auf der Hinfahrt ab Ċirkewwa fährst du ohne Ticket auf. Fahrzeugtickets gibt es online oder an den Schaltern in Mġarr, Kindertickets nur an den Schaltern. Von November bis März gilt für Abfahrten ab Mġarr nach 20 Uhr ein Nachttarif von 12,80 Euro für Auto mit Fahrer und 4,05 Euro für Fußgänger. Einen Platz reservieren kannst du nicht.

Zufahrt. Kameras erfassen jedes Kennzeichen an der Stadtgrenze von Valletta. Das System misst, wie lange ein Fahrzeug in der Zone bleibt, und berechnet daraus die Gebühr nach dem Tarif von Transport Malta. Werktags von 8 bis 18 Uhr ist die Zufahrt gebührenpflichtig, die ersten 30 Minuten sind frei. Wer erst nach 14 Uhr einfährt, zahlt nichts. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Zufahrt frei. Die Rechnung kommt nachträglich. Anwohner sind befreit. Mit dem Mietwagen frag beim Vermieter, wie er die Gebühr abrechnet.

Weitere Städte

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