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Spanien · Städtetrip

Städtetrip Granada

Über Granada liegt die Alhambra, Palaststadt der Nasriden und bis 1492 Sitz des letzten muslimischen Reichs von al-Andalus. Gegenüber steigen die weißen Gassen des Albaicín an, unten fließt der Darro. Zwei fertige Tagesrouten führen durch die Paläste und vom Albaicín bergab zum Grab der Katholischen Könige.

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Unsere Rundgänge durch Granada

Fertige Routen ab der Station führen dich durch Granada, vom ersten Schritt an zu den richtigen Ecken, ganz ohne eigene Planung.

Alhambra & Generalife

Mit dem Kleinbus C30 oder C32 fährst du zum Eingangspavillon hinauf, danach geht es fast nur bergab. Zuerst kommen die Gärten des Generalife mit dem Wasserkanal des Patio de la Acequia. Zur Uhrzeit auf deinem Ticket folgen die Nasridenpaläste mit Comares-Turm und Löwenhof, am Ausgang der Partal, der älteste Palast. Dann der runde Hof im Palast Karls V. und die Alcazaba mit der Torre de la Vela. Durch die Puerta de la Justicia von 1348 steigst du über die gepflasterte Cuesta de Gomérez rund 70 Höhenmeter zur Plaza Nueva ab.

  1. Generalife. Den Anfang macht der Sommersitz der Sultane. Der Generalife liegt außerhalb der Alhambra-Mauern am Hang des Cerro del Sol und war Landhaus und Gutshof zugleich. Die Gemüseterrassen unterhalb der Gärten werden seit dem 14. Jahrhundert bestellt. Eine Inschrift nennt einen Umbau unter Sultan Ismail I. im Jahr 1319. Mittelpunkt ist der Patio de la Acequia, ein langer Wasserkanal zwischen Blumenbeeten. Die Fontänen, die sich darüber kreuzen, kamen allerdings erst im 19. Jahrhundert dazu. Nach einem Brand 1958 fanden Archäologen die nasridischen Wege 70 cm unter dem späteren Boden. Weiter oben liegt die Escalera del Agua, eine Treppe, an der das Wasser der Acequia Real in offenen Rinnen hinabläuft. Die Rinnen sind zugleich die Handläufe.
  2. Palacios Nazaríes. Hier zählt die Uhrzeit auf deinem Ticket. Die Nasridenpaläste durchläufst du in fester Reihenfolge, erst den Mexuar, dann den Comares-Palast, dann den Löwenpalast. Im Comares-Turm liegt der Salón de los Embajadores, gut 11 m im Quadrat und der größte Saal der Paläste, gebaut unter Yusuf I., der von 1333 bis 1354 regierte. Den Patio de los Leones ließ Muhammad V. ab 1377 anlegen. 124 Säulen aus weißem Marmor aus Macael tragen die Arkaden. Die zwölf Löwen des Brunnens waren jahrelang in der Restaurierung und standen erst im Juli 2012 wieder an ihrem Platz, als das alte Wassersystem wiederhergestellt war. Beim Löwenpalast lag auch der Friedhof der Sultane. Dort fand der Architekt Leopoldo Torres Balbás 1925 rund siebzig Gräber, bis auf eines alle leer. Der letzte Sultan hatte die Gebeine seiner Vorfahren fortbringen lassen.
  3. Palacio del Partal. Wenn du die Paläste verlässt, stehst du in den Gärten des Partal, und der kleine Bau mit dem Wasserbecken davor ist älter als alles, was du gerade gesehen hast. Muhammad III. ließ ihn in seiner Regierungszeit von 1302 bis 1309 errichten, damit ist er der älteste erhaltene Palast der Alhambra. Erhalten sind der offene Säulengang und daneben die Torre de las Damas. Nach 1492 kam der Bau in private Hände. 1886 kaufte der Frankfurter Bankier Arthur Gwinner die Torre de las Damas als Ferienhaus. 1891 gab er sie dem spanischen Staat, die hölzerne Kuppel aus dem Turm nahm er aber mit nach Berlin. Sie gehört heute zum Museum für Islamische Kunst. Die kleinere Kammer daneben hat ihre Mocárabe-Kuppel behalten, die älteste in der Alhambra.
  4. Palacio de Carlos V. Mitten in die Stadt der Nasriden setzte Karl V. einen Bau, der hier fremd wirkt. Nach seiner Hochzeit mit Isabella von Portugal 1526 wohnte das Paar einige Monate in der Alhambra, und der Kaiser gab einen eigenen Palast in Auftrag. Pedro Machuca begann 1527 mit einem Quadrat von 63 m Seitenlänge, in dem ein kreisrunder Innenhof liegt. Diese Form hatte in der Renaissance kein Vorbild. Für den Neubau wurde ein Pavillon gegenüber dem Comares-Turm abgerissen. 1637 ruhten die Arbeiten endgültig, Mauern und Gewölbe standen, ein Dach fehlte. Nach dem Unabhängigkeitskrieg lagerte hier noch bis 1832 Schießpulver. Ein Dach bekam der Bau erst im 20. Jahrhundert. Heute sind hier das Museo de la Alhambra und das Museo de Bellas Artes untergebracht.
  5. Alcazaba. Die Alcazaba ist der militärische Teil und zugleich der älteste Bereich der Alhambra. Bauten gab es hier schon im 11. Jahrhundert, und der erste Nasridensultan Muhammad I. baute die Festung ab 1238 aus. Im Inneren liegen die Grundmauern des Barrio Castrense, des Viertels der Wachsoldaten, mit Gassen und Häusern um kleine Höfe. Ganz im Westen steht die knapp 27 m hohe Torre de la Vela. Der Überlieferung nach wurde auf ihr am 2. Januar 1492 die Fahne der Katholischen Könige gehisst. Bald danach kam die Glocke dazu, die jahrhundertelang zu festen Zeiten läutete und den Bauern der Vega ihre Bewässerungszeiten anzeigte. Seit 1843 steht der Turm im Stadtwappen. Von oben siehst du über die ganze Stadt, den Albaicín gegenüber und die Ebene der Vega.
  6. Puerta de la Justicia. Durch dieses Tor betraten Besucher die Alhambra jahrhundertelang, und du verlässt sie hier auf dem alten Weg. Yusuf I. ließ es 1348 errichten. Die Bauinschrift nennt sogar den Zeitraum der Fertigstellung, vom 30. Mai bis zum 28. Juni 1348. Es ist der größte der nasridischen Tortürme und seit der christlichen Eroberung der Haupteingang. Schau auf den Scheitel des äußeren Hufeisenbogens. Dort ist eine Hand eingemeißelt, die man als Schutz gegen den bösen Blick oder als Zeichen für die fünf Säulen des Islam deutet. Am inneren Bogen folgt ein Schlüssel. Dahinter knickt der Durchgang zweimal rechtwinklig ab, damit kein Angreifer geradeaus durchstürmen konnte. Von hier führt die Cuesta de Gomérez durch das Alhambra-Wäldchen hinunter zur Stadt.

Albaicín, Darro & Kathedrale

Mit dem Kleinbus C31 oder C32 fährst du in den Albaicín hinauf, danach geht es fast nur bergab, insgesamt rund 70 Höhenmeter. Vom Mirador de San Nicolás siehst du die Alhambra in ganzer Länge. Über die Cuesta del Chapiz kommst du zur Casa del Chapiz, wo der Weg ins Sacromonte mit seinen Höhlen beginnt. Am Paseo de los Tristes erreichst du den Darro und folgst ihm durch die Carrera del Darro zum arabischen Bad El Bañuelo. Im Zentrum warten die Karawanserei Corral del Carbón, der alte Seidenmarkt, die Grabkapelle der Katholischen Könige und die Kathedrale.

  1. Mirador de San Nicolás. Von dieser Terrasse siehst du die Alhambra so, wie sie auf den meisten Fotos zu sehen ist. Gegenüber liegt der ganze Hügel, rechts die Alcazaba, links der Generalife, dahinter die Sierra Nevada. Die Anlage ist rund 740 m lang und bis zu 180 m breit. Der Albaicín, auf dem du stehst, war unter den Ziriden im 11. Jahrhundert Sitz der Herrscher, lange vor der Alhambra, und ist seit 1994 ebenfalls Welterbe. Die Kirche San Nicolás neben dir entstand 1525 im Mudéjar-Stil. 1932 legten Brandstifter Feuer, der Dachstuhl über dem Altarraum verbrannte. Wenige Schritte weiter steht die Mezquita Mayor, 2003 eröffnet und die erste neu gebaute Moschee der Stadt seit 1492. Zum Sonnenuntergang wird es auf der Terrasse sehr voll, am Vormittag ist es ruhiger.
  2. Casa del Chapiz. An der Ecke von Cuesta del Chapiz und Camino del Sacromonte stehen zwei Häuser von Morisken, also von Muslimen, die nach 1492 zwangsweise getauft worden waren. Das größere ließ Lorenzo el Chapiz Anfang des 16. Jahrhunderts auf Resten eines Nasridenpalastes bauen, das kleinere sein Schwager Hernán López el Ferí. Weil beide Besitzer am Aufstand der Morisken teilnahmen, wurden die Häuser 1571 enteignet. Seit 1932 arbeitet hier die Escuela de Estudios Árabes, innen kommst du nur mit einer angemeldeten Führung. Gleich hinter dem Haus beginnt der Camino del Sacromonte. Am Hang darüber liegen die weißen Höhlenwohnungen des Sacromonte, das traditionelle Viertel der Gitanos von Granada und Heimat der Zambra, des Flamencos in den Höhlen. Das Höhlenmuseum liegt rund 450 m Luftlinie entfernt und gut 60 Höhenmeter höher.
  3. Paseo de los Tristes. Offiziell heißt die Promenade Paseo del Padre Manjón. Angelegt wurde sie 1609 als Paseo de la Puerta de Guadix, der Brunnen in der Mitte stammt aus demselben Jahr. Den Namen Paseo de los Tristes, Promenade der Traurigen, bekam sie im 19. Jahrhundert, weil hier die Trauerzüge zum Friedhof San José hinter der Alhambra vorbeikamen. Heute sitzt man in den Lokalen am Darro und schaut steil hinauf zur Nordmauer der Alhambra mit dem Comares-Turm. Schon 1608 leitete ein Chronist den Namen des Darro vom lateinischen „dat aurum“ ab, er gibt Gold. Tatsächlich wuschen Menschen flussaufwärts noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts Gold aus dem Sand.
  4. Carrera del Darro & El Bañuelo. Die Carrera del Darro folgt dem Fluss, gegenüber steigt der Alhambra-Hügel auf. Bei Hausnummer 31 liegt El Bañuelo, ein arabisches Bad, das traditionell ins 11. Jahrhundert unter den Ziriden datiert wird, nach einer neueren Studie vielleicht ins 12. Es gilt als eines der am besten erhaltenen öffentlichen Bäder der Halbinsel. Du gehst wie die Badenden damals vom kalten in den warmen und den heißen Raum. Die Säulen im großen Warmraum tragen römische, westgotische und kalifale Kapitelle, die aus älteren Bauten stammen. Durch sternförmige Öffnungen in den Gewölben fiel Licht herein, und der Dampf zog ab. Gegenüber am Ufer steht der Rest des Puente del Cadí. 170 m weiter, an der Kirche Santa Ana, verschwindet der Darro unter der Straße und fließt 1.267 m unterirdisch durchs Zentrum. Überwölbt wurde er im 19. Jahrhundert.
  5. Corral del Carbón. Durch ein hohes Tor mit Stalaktitengewölbe kommst du in den Hof einer Karawanserei. Die Nasriden bauten sie vor 1336 als al-Funduq al-Yadida, die Neue Herberge. Fremde Händler schliefen hier, lagerten ihre Waren und verkauften im Großen, gleich neben dem Seidenmarkt und der Hauptmoschee. Es ist die einzige erhaltene Herberge dieser Art aus der Nasridenzeit auf der Iberischen Halbinsel. Den heutigen Namen bekam der Bau, als nach 1531 Kohlenhändler hier unterkamen. Später diente der Hof der Überlieferung nach als Theater, danach als Mietshaus. Lange war er vom Abriss bedroht. Gerettet hat ihn erst die Restaurierung von 1929 bis 1931. Heute sitzt hier das Festival Internacional de Música y Danza, und im Hof finden manchmal Konzerte statt.
  6. Alcaicería. Die engen Gassen mit Hufeisenbögen und Holzgittern sehen maurisch aus, sind aber ein Nachbau. Die Alcaicería war der Seidenmarkt der Nasridenstadt, ummauert und mit neun Toren, die nachts verschlossen und bewacht wurden. Im 16. Jahrhundert gab es hier fast 200 kleine Läden. Am 20. Juli 1843 brach in einem Streichholzladen ein Feuer aus und zerstörte das ganze Viertel. Was du heute siehst, ist der Wiederaufbau im neoarabischen Stil des 19. Jahrhunderts, mit begradigten Gassen auf kleinerer Fläche. Verkauft werden Keramik aus Fajalauza, Holz mit Einlegearbeiten, die Taracea, und bunte Laternen. Die Gassen sind sehr auf Besucher ausgerichtet, das Gewirr aus Bögen und Waren ist trotzdem sehenswert.
  7. Capilla Real. Hier liegen Isabella und Ferdinand, die Katholischen Könige, die 1492 Granada eroberten. Per Erlass vom 13. September 1504 bestimmten sie die Stadt zu ihrem Begräbnisort. Enrique Egas baute die Kapelle von 1505 bis 1517 in später Gotik. Hinter dem großen Gitter von Meister Bartolomé stehen zwei Grabmäler aus Marmor. Das von Isabella und Ferdinand schuf Domenico Fancelli, das ihrer Tochter Johanna und ihres Mannes Philipp des Schönen Bartolomé Ordóñez. Die Grabmäler sind leer. Die Toten liegen darunter in der Krypta, in schlichten Bleisärgen mit ihren Initialen, dazu der als Kind gestorbene Enkel Miguel de la Paz. In der alten Sakristei zeigt das Museum Krone und Zepter der Katholischen Könige und Gemälde von Rogier van der Weyden, Hans Memling und Sandro Botticelli.
  8. Catedral de Granada. Die Kathedrale steht an der Stelle der früheren Hauptmoschee. Der Grundstein wurde am 25. März 1523 gelegt, nach gotischen Plänen von Enrique Egas. 1528 übernahm Diego de Siloé und baute im Stil der Renaissance weiter. Sein Hauptwerk ist die runde Capilla Mayor, 22 m im Durchmesser und 45 m hoch. In ihren Fenstern sitzen 24 Glasbilder aus dem 16. Jahrhundert. Die Hauptfassade entwarf 1667 Alonso Cano, ein Maler und Bildhauer aus Granada. Geplant waren zwei Türme von je 81 m, gebaut wurde nur einer, und auch der blieb unvollendet. Rechnet man vom Grundstein bis zum Abschluss, dauerte der Bau 181 Jahre. Vor der Capilla Mayor knien Isabella und Ferdinand als Figuren von Pedro de Mena.

So planst du deinen Besuch

Plane zwei Tage. Die Alhambra-Route misst 3 km mit sechs Stopps ab der Bushaltestelle am Eingangspavillon, die Route durch Albaicín und Zentrum 2,7 km mit acht Stopps ab der Plaza San Nicolás. Beide führen fast nur bergab. Für die Nasridenpaläste gilt eine feste Einlasszeit, buch das Ticket früh. Hast du nur einen Tag, mach vormittags die Alhambra und nachmittags den Mirador und den Darro. Granada liegt am Hang, gute Schuhe helfen. Für einen dritten Tag fährt der Zug nach Guadix, und für den Abend gibt es fünf Tipps.

Ausgehen & Nachtleben

Rooftop-Bars

Ausgehviertel

Essen & Restaurants

Bars & Clubs

Bühne & Konzerte

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Infos zu Granada

Nahverkehr

Betreiber. Das Stadtbusnetz von Granada betreibt Transportes Rober, ein Unternehmen der Alsa-Gruppe, im Auftrag des Ayuntamiento. Auf dem offiziellen Linienplan steht deshalb das Alsa-Logo. Zum Netz gehören die Hauptlinien 4, 5, 7, 8, 9, 11, 21 und 33, die Ergänzungsnetze Nord (N) und Süd (S), die Kleinbuslinien C5, C30, C31, C32, C34 und C35 durch die historischen Viertel, die Universitätslinien U1 bis U3, die Friedhofslinie 13 und die Nachtlinien 111 und 121 (Búho). Die Metro de Granada mit ihrer einzigen Linie 1 zwischen Albolote und Armilla betreibt die Junta de Andalucía über ihre Agencia de Obra Pública direkt, den Fahrbetrieb hat sie an Avanza vergeben. Die Strecke ist 16 km lang, hat 26 Haltestellen und verläuft zu 83 Prozent oberirdisch, nur drei Stationen liegen unter der Erde. Der Consorcio de Transporte Metropolitano del Área de Granada ordnet die Überlandbusse ins Umland und die Flughafenlinie 245 und gibt die Verbundkarte heraus, die in Stadtbussen, Metro und Überlandbussen gilt.

Liniennetz. Busse, darunter Kleinbusse durch Albaicín, Sacromonte und zur Alhambra, und eine Metrolinie von Nord nach Süd. Für die Altstadt reichen die C-Linien und die Füße.

Verkehrsmittel. Bus · Kleinbus · Metro (Stadtbahn) · Nachtbus

Betriebszeiten. Die Hauptlinie 4 (Chana nach Zaidín) startet werktags um 6.20 Uhr am Campus de la Salud und um 6.40 Uhr an der Avenida de Andalucía, die letzten Abfahrten sind um 23.30 Uhr. Tagsüber fährt sie etwa alle 7 bis 10 Minuten (Fahrplan gültig ab 14. September 2026). Die Kleinbuslinie C30 zur Alhambra fährt werktags von 7 bis 23.15 Uhr alle 15 Minuten ab Plaza Isabel la Católica, samstags, sonntags und feiertags von 7 bis 23.32 Uhr alle 8 Minuten. Die Linie C32 zwischen Alhambra und Albaicín fährt täglich von 7 bis 23 Uhr etwa alle 10 bis 12 Minuten. Die Metro fährt montags bis donnerstags sowie sonn- und feiertags von 6.30 bis 23 Uhr, freitags, samstags und an Vorabenden von Feiertagen von 6.30 bis 2 Uhr. Gemeint sind jeweils die Abfahrten an den Endstationen Albolote und Armilla. Werktags kommt die Metro tagsüber alle 6,5 bis 8 Minuten, samstags alle 10 Minuten, sonntags alle 11 Minuten.

Nachtverkehr. Nachts übernehmen zwei Ringlinien, Búho genannt. Die 111 fährt über Camino de Ronda, Ayuntamiento und Gran Vía gegen den Uhrzeigersinn, die 121 über Gran Vía, Violón und Camino de Ronda im Uhrzeigersinn. Beide fahren in den Nächten auf Samstag, auf Sonntag und auf Feiertage von Mitternacht bis 5 Uhr ab Puerta Real (Fuente de las Batallas), die 111 etwa alle 23 bis 30 Minuten, die 121 etwa alle 23 bis 35 Minuten. Beide halten auch am Busbahnhof. Der Einzelfahrschein im Búho kostet 1,70 Euro statt 1,60 Euro. Die Verbundkarte des Consorcio gilt in den Búho-Linien nicht. Die Metro verlängert freitags, samstags und an Vorabenden von Feiertagen bis 2 Uhr, von 23 bis 2 Uhr alle 15 Minuten.

Ticketkauf. Den Einzelfahrschein (Billete ordinario) kaufst du in den Stadtbussen beim Fahrer, bar oder mit Kreditkarte. Nur auf der Linie 4 kauft man ihn an den Automaten der Haltestelle und entwertet dort an der Außenvalidierung. Die aufladbare Credibús-Karte kostet beim ersten Kauf 2 Euro und wird mit 5, 10 oder 20 Euro aufgeladen. Beim Fahrer geht das nur bar, an den Automaten der Linie 4 auch mit Bankkarte. Die Karte muss bei jedem Einstieg an den Leser gehalten werden, auch beim Umsteigen. Fahrscheine und Karten der Metro gibt es an den Automaten aller 26 Haltestellen, seit Januar 2021 auch mit Bankkarte. Die Verbundkarte des Consorcio kaufst du an Kiosken und in Tabakläden (estancos). Aufladen lässt sie sich dort und an den Metro-Automaten, kaufen kann man sie an den Automaten nicht.

App und Bezahlen. In den Stadtbussen zahlst du den Einzelfahrschein beim Fahrer bar oder mit Kreditkarte. Die App Imbric verkauft den Billete ordinario für alle Stadtbusse einschließlich der Linie 4. Du kaufst ihn bis zu 40 Minuten vor der Fahrt und scannst beim Einstieg den QR-Code an der Scheibe der Fahrerkabine. Innerhalb von 60 Minuten nach der ersten Entwertung kannst du mit demselben Ticket in andere Linien umsteigen. Imbric zeigt auch die nächsten Busse an einer Haltestelle und wird in Granada zudem für Taxi, Parkhäuser und Parkscheine der ORA genutzt. An den Automaten der Metro zahlst du mit Bankkarte. Die App der Metro de Granada für Android und iOS berechnet Fahrten und zeigt in Echtzeit, wann der nächste Zug kommt.

Welches Ticket. Im Stadtbus kostet der Einzelfahrschein 1,60 Euro (Búho 1,70 Euro). Umsteigen in eine andere Linie ist innerhalb von 60 Minuten frei. Mit der Credibús-Karte kostet eine Fahrt im Grundtarif 0,90 Euro bei 5 Euro Aufladung, 0,89 Euro bei 10 Euro und 0,88 Euro bei 20 Euro. Mit dem derzeitigen Rabatt sind es 0,54 Euro bei 5 Euro Aufladung und 0,53 Euro bei 10 oder 20 Euro. Die Karte selbst kostet einmalig 2 Euro, das entspricht der Ersparnis von knapp zwei Fahrten gegenüber dem Einzelfahrschein. Credibús dürfen mehrere Personen nutzen, die zusammen fahren, man hält die Karte dann für jede Person einmal an den Leser. Die Monatskarte (Bono Mensual) kostet mit Rabatt 24,60 Euro. Kinder unter 6 Jahren fahren gratis. In der Metro kostet die Einzelfahrt (Univiaje) 1,35 Euro, dazu kommen 0,30 Euro für die wiederaufladbare Karte. Hin und zurück kosten 2,70 Euro. Mit Guthaben (Monedero) kostet eine Metrofahrt 0,49 Euro, aufgeladen werden 5 bis 20 Euro, und bis zu 15 Personen können gemeinsam damit fahren. Die Tarjeta Turística für einen Tag kostet 4,50 Euro, so viel wie 3,3 Einzelfahrten, und es gibt sie auch für 2, 3 und 5 Tage. Credibús und Metrofahrscheine gelten jeweils nur im eigenen Verkehrsmittel. Wer Bus und Metro mischt, braucht die Verbundkarte des Consorcio (1,50 Euro Ausgabegebühr), mit ihr kostet eine Stadtbusfahrt 0,63 Euro und eine Metrofahrt 0,49 Euro.

Tarifzonen. Innerhalb der Stadt spielen Zonen keine Rolle. Stadtbusse kosten pro Fahrt gleich viel, und die Metro hat für ihre Fahrscheine und für die Verbundkarte einen festen Preis unabhängig von der Strecke. Das Umland teilt der Consorcio in die Zonen A, B, C und D, der Preis hängt von der Zahl der Zonenwechsel (Saltos) ab. Mit Verbundkarte kosten Überlandfahrten zurzeit 0,63 Euro ohne Zonenwechsel bis 1,30 Euro mit drei Zonenwechseln, als Einzelfahrschein 1,55 bis 3,15 Euro (Sondertarif mit 40 Prozent Rabatt vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026). Für die Flughafenlinie 245 gilt ein eigener Tarif, 3,10 Euro im Einzelfahrschein oder 1,62 Euro mit Verbundkarte.

Tipp. Zur Alhambra fährt die Kleinbuslinie C30 ab Plaza Isabel la Católica, samstags, sonntags und feiertags alle 8 Minuten. Zu Fuß geht es von der Plaza Nueva über die Cuesta de Gomérez, die für Autos gesperrt ist.

Links

Anreise

Hauptbahnhof

Lage. Der Bahnhof liegt im Bezirk Beiro an der Avenida de los Andaluces. Gleich nebenan hält die Metro an der Station Estación Ferrocarril, von dort sind es drei Stationen bis Recogidas. Die nächsten Stadtbushaltestellen liegen an der Avenida de la Constitución, dort fahren die Linien 4, 11, 33, U2, U3, N1 und N3. Auch der Flughafenbus 245 hält an der Avenida de la Constitución. Vor dem Haupteingang ist ein Taxistand. Zum Busbahnhof sind es mit der Metro rund 10 Minuten.

Fernverkehr. Der Bahnhof Granada an der Avenida de los Andaluces hat Hochgeschwindigkeitszüge (Alta Velocidad), Fernzüge (Larga Distancia) und Regionalzüge (Media Distancia). Seit dem 26. Juni 2019 fahren AVE-Züge direkt nach Madrid und nach Barcelona. Regional- und Fernzüge fahren nach Sevilla, Antequera und Almería sowie in der Provinz nach Loja, Iznalloz und Guadix. Alle Verbindungen zeigt die Fahrplanauskunft von Renfe. Im Bahnhof gibt es Fahrkartenschalter, Fahrkartenautomaten, Kundenservice, Toiletten, Gastronomie, Autovermietung, Parkplätze und einen Taxistand. Er ist barrierefrei, Reisende mit eingeschränkter Mobilität können den Assistenzdienst ACERCA nutzen.

Betriebszeiten. Der Bahnhof Granada ist täglich von 6 bis 23.15 Uhr geöffnet. Fahrkarten gibt es am Schalter und an Automaten. Außerdem gibt es einen Kundenservice, Toiletten, Gastronomie und den Assistenzdienst ACERCA für Reisende mit eingeschränkter Mobilität.

Flughäfen

GRX

In die Stadt. Der Flughafen liegt 17 km von Granada entfernt in der Gemeinde Chauchina. Die Buslinie 245 Granada nach Aeropuerto des Consorcio fährt Alsa (Alsa Granada Airport). Sie hält an der Avenida de Andalucía, am Busbahnhof, an der Avenida de la Constitución, an der Gran Vía (Catedral), an der Acera del Darro und endet am Palacio de Congresos. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten, der Fahrplan rechnet mit einer Stunde. Der Bus hält vor dem Ankunftsbereich auf Ebene 0, Schild Autobuses. Der Einzelfahrschein kostet 3,10 Euro, mit der Verbundkarte des Consorcio 1,62 Euro (Sondertarif bis 31. Dezember 2026). Die Abfahrten sind auf die Flugzeiten abgestimmt und ändern sich von Woche zu Woche. In der Woche vom 12. bis 18. Oktober 2026 fährt der erste Bus ab Flughafen um 8.55 oder 9.10 Uhr, der letzte um 23.15 Uhr, ab Palacio de Congresos fährt der erste um 4 Uhr und der letzte um 20 Uhr. Einen Nachtbetrieb gibt es nicht. Taxis kommen aus Chauchina und Santa Fe und fahren nach dem Überlandtarif, bis ins Zentrum sind es rund 30 Euro.

AGP

In die Stadt. Alsa fährt vom Flughafen Málaga mehrmals am Tag direkte Fernbusse nach Granada. Die Haltestelle liegt am Verkehrsknoten (Intercambiador de Transportes) außen an der Ankunftsebene (Ebene 0), wenige Meter vom Cercanías-Bahnhof entfernt. Die Abfahrtszeiten ab dem Flughafen zeigt die Fahrplanauskunft von Alsa. Auf der ganzen Strecke Málaga nach Granada über 131 km fahren 40 Busse am Tag, der erste um 5.30 Uhr, der letzte um 23.15 Uhr. Die Fahrt dauert 1 Stunde 30 Minuten im direkten Bus und bis zu 2 Stunden 30 Minuten mit mehr Halten, ab 8 Euro. Tickets kaufst du online, in der App oder am Automaten und zahlst mit Visa, Mastercard oder American Express. Hat der Flug Verspätung, tauscht Alsa die Fahrkarte bis 12 Stunden nach der gebuchten Abfahrt ohne Aufpreis auf den nächsten freien Bus um.

Eigenheiten

Gut zu wissen

Währung
EUR €
Notruf
112
Steckertyp
C · F
Zeitzone
Europe/Madrid
Verkehr
rechts

Tempolimits. innerorts 20/30/50 km/h (gestuft), außerorts 90 km/h, Autobahn 120 km/h

Seit Mai 2021 gilt innerorts ein dreistufiges System statt eines einheitlichen Werts. 20 km/h auf Straßen mit einer Ebene für Fahrbahn und Gehweg, 30 km/h auf Straßen mit einer Fahrspur je Richtung, 50 km/h erst ab zwei Fahrspuren je Richtung. Damit sind die meisten Innenstadtstraßen inzwischen auf 30 km/h begrenzt, was Besucher aus Ländern mit durchgängig 50 km/h überrascht. Ein dichtes Netz aus festen und mobilen Radaranlagen kontrolliert konsequent, Bußgelder aus Mietwagen kommen oft erst Wochen später per Post.

Trinkgeld. Kein Muss. Ein paar Münzen oder fünf Prozent bei gutem Service reichen völlig.

Maut. Ein Teil der Autobahnen ist gebührenpflichtig, erkennbar am AP im Namen. Die als A bezeichneten Strecken sind frei.

Zufahrt. Städte über 50.000 Einwohner müssen Umweltzonen einrichten. Madrid und Barcelona kontrollieren per Kamera, ausländische Fahrzeuge müssen sich vorab online registrieren.

Weitere Städte

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